Sie Haben Auf Einem Parkstreifen

Hand aufs Herz: Wer von uns hat noch nie auf einem Parkstreifen geparkt? Wahrscheinlich die wenigsten! Es ist so verlockend, oder? Kurz mal eben die Brötchen holen, das Kind zur Kita bringen, oder den vergessenen Regenschirm abholen. Zack, Auto halb auf dem Bürgersteig, halb in der Parklücke. Aber hey, lass uns mal ehrlich sein, ist das wirklich so harmlos, wie es scheint?
Warum sollte mich das kümmern?
Klar, im ersten Moment denkst du vielleicht: "Ach, ist doch nur für 'ne Minute! Wen stört's?" Aber stell dir vor, jeder würde so denken. Was dann passiert, ist ein bisschen wie bei einer Party, bei der jeder nur ein Stück Pizza mehr nimmt, als er wirklich braucht. Am Ende ist nix mehr da, und jemand guckt blöd in die Röhre. Im übertragenen Sinne gucken dann z.B. Fußgänger blöd, weil sie keinen Platz mehr haben.
Denk mal an Mütter oder Väter mit Kinderwagen. Stell dir vor, du musst mit dem sperrigen Gefährt auf die Straße ausweichen, weil da so ein Auto im Weg steht. Oder ältere Menschen mit Rollatoren, die plötzlich einen Slalomkurs um dein parkendes Auto machen müssen. Nicht cool, oder?
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Und was ist mit den blinden und sehbehinderten Menschen? Sie orientieren sich oft an der Bordsteinkante. Wenn da ein Auto im Weg steht, wird's richtig gefährlich.
Parkstreifen-Fauxpas im Alltag: Kleine Geschichten, große Wirkung
Ich erinnere mich an einen Morgen, als ich es eilig hatte, um meinen Zug zu erreichen. Natürlich parkte ein Auto so blöd auf dem Parkstreifen, dass ich mit meinem Fahrrad einen riesigen Bogen fahren musste. Ich war schon gestresst, und dann auch noch das. Am Ende habe ich meinen Zug verpasst. Klar, nicht die Schuld des Falschparkers allein, aber es hat definitiv dazu beigetragen!

Oder denk an die Situation, wenn du mit deinen Kindern unterwegs bist. Sie sind klein und unberechenbar. Wenn ein Auto den Gehweg blockiert, müssen sie auf die Straße ausweichen. Da kriegt man als Elternteil doch gleich Herzrasen, oder?
Es geht also nicht nur um Regeln, sondern um Rücksichtnahme. Stell dir vor, du wärst in der Situation der Person, die durch dein Parken beeinträchtigt wird. Wärst du dann happy?
Die rechtliche Seite der Medaille
Okay, genug der Moralpredigt! Aber es gibt ja auch noch die rechtliche Seite. Falschparken auf dem Gehweg kostet nämlich nicht nur dein Karma Punkte, sondern auch Geld! Und je nachdem, wie schlimm es ist, kann es auch Punkte in Flensburg geben. Und mal ehrlich, wer will die schon?

Und noch was: Wenn durch dein Falschparken jemand zu Schaden kommt, kann's richtig teuer werden. Dann haftest du nämlich für den Schaden. Das kann im schlimmsten Fall richtig ins Geld gehen.
Also, was tun?
Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Achte darauf, wo du parkst! Auch wenn's mal schnell gehen muss. Lieber einmal mehr um den Block fahren und einen legalen Parkplatz suchen, als andere zu behindern und womöglich noch ein Bußgeld zu riskieren.

Und wenn du wirklich keine andere Möglichkeit hast, als kurz auf dem Gehweg zu parken (was eigentlich nie der Fall sein sollte, aber wir sind ja alle nur Menschen), dann achte wenigstens darauf, dass du niemanden behinderst. Lass genug Platz für Fußgänger, Kinderwagen und Rollstühle. Und bleib in der Nähe deines Autos, damit du es sofort wegfahren kannst, falls jemand dich braucht.
Denk dran: Ein bisschen Rücksichtnahme macht das Leben für alle einfacher und angenehmer. Und ganz nebenbei sparst du dir auch noch Ärger und Geld. Win-Win, oder?
Also, beim nächsten Mal, wenn du in Versuchung gerätst, mal eben schnell auf dem Parkstreifen zu parken, denk an die Pizza-Party, die Mütter mit Kinderwagen und die blinden Menschen. Und dann park lieber woanders. Dein Karma und dein Geldbeutel werden es dir danken!
