Sie Fahren 100 Und Führen Eine Normale Bremsung Durch

Kennen Sie das? Sie cruisen so dahin, 100 km/h auf dem Tacho. Die Musik dudelt, die Sonne scheint (oder eben auch nicht, ist ja Deutschland), und Sie denken sich: "Läuft!" Bis... ja, bis dann irgendwas passiert. Irgendein Vollpfosten zieht ohne zu blinken rüber, ein Reh beschließt, die Straße sei der perfekte Ort für ein Picknick, oder ein Auto vor Ihnen hat plötzlich die Eingebung, dass 30 km/h die ideale Geschwindigkeit für die Autobahn ist.
Dann heißt es: Bremsen! Aber nicht panisch! Nicht so, als würden Sie versuchen, mit einem Einkaufswagen einen Düsenjet zu stoppen. Sondern ganz normal. Eine normale Bremsung. Was das bedeutet, ist aber gar nicht so einfach, oder?
Was ist eine "normale" Bremsung überhaupt?
Stellen Sie sich vor, Sie sind gerade dabei, ein Stück Torte zu essen. Eine leckere, saftige Schokoladentorte. Und dann klingelt das Telefon. Es ist Ihr Chef! Sie wollen die Torte nicht fallen lassen (niemals!), aber Sie müssen auch den Anruf annehmen. Also, was machen Sie? Sie legen die Torte vorsichtig ab. Nicht draufknallen, nicht werfen, sondern sanft, kontrolliert abstellen.
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Genau das ist eine normale Bremsung. Sie wollen Ihr Auto verlangsamen, ohne gleich einen Schleuderkurs zu absolvieren oder dem Hintermann eine unfreiwillige Nasenkorrektur zu verpassen.
Es ist eine Bremsung, bei der Sie nicht das Gefühl haben, gleich durch die Windschutzscheibe zu fliegen. Es ist eine Bremsung, bei der Ihre Mitfahrer (falls vorhanden) nicht panisch schreien und nach dem Haltegriff greifen, als würde ihr Leben davon abhängen.

Mit anderen Worten: Eine normale Bremsung ist eine Bremsung, bei der Sie die Kontrolle behalten.
Warum ist das so wichtig?
Ganz einfach: Weil Unfälle doof sind. Ernsthaft. Kein Mensch braucht Blechschäden, Prellungen oder noch Schlimmeres. Eine kontrollierte Bremsung kann den Unterschied zwischen einem harmlosen Schreckmoment und einem ausgewachsenen Desaster ausmachen.

Denken Sie daran: 100 km/h sind eine Menge Geschwindigkeit. Das ist so, als würden Sie mit einem Jet-Ski auf dem Trockenen fahren (nur ohne Wasser und mit viel mehr Metall). Wenn Sie da abrupt anhalten, wird es ungemütlich.
Und mal ehrlich, wer hat schon Lust, stundenlang mit der Polizei zu diskutieren, Formulare auszufüllen und sich mit der Versicherung rumzuärgern? Niemand!

Wie mache ich das jetzt richtig?
Die gute Nachricht: Eine normale Bremsung ist keine Raketenwissenschaft. Es geht darum, vorausschauend zu fahren und rechtzeitig zu reagieren.
Achten Sie auf den Verkehr, halten Sie ausreichend Abstand zum Vordermann (die berüchtigte "halbe Tacho"-Regel ist ein guter Anhaltspunkt), und seien Sie bereit, den Fuß vom Gas zu nehmen, sobald sich eine brenzlige Situation abzeichnet.

Wenn Sie bremsen müssen, tun Sie das gleichmäßig und dosiert. Nicht wie ein Berserker auf die Bremse treten, sondern sanft und kontrolliert den Druck erhöhen. Stellen Sie sich vor, Sie würden ein rohes Ei unter Ihrem Fuß haben und wollen es nicht zerdrücken.
Und ganz wichtig: Bleiben Sie ruhig! Panik ist der schlechteste Ratgeber. Atmen Sie tief durch, konzentrieren Sie sich auf die Straße und vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten.
Wenn Sie das nächste Mal mit 100 km/h unterwegs sind und bremsen müssen, denken Sie an die Schokoladentorte und das rohe Ei. Dann klappt das schon mit der normalen Bremsung. Und vielleicht sparen Sie sich dadurch ja auch noch eine unfreiwillige Nasenkorrektur beim Hintermann.
