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Seit Wann Gibt Es Hpv Impfung


Seit Wann Gibt Es Hpv Impfung

Stell dir vor, es gäbe eine Impfung, die dich vor bestimmten Krebsarten schützen kann. Klingt gut, oder? Genau das macht die HPV-Impfung. Aber wann genau wurde diese wichtige Impfung eigentlich eingeführt und warum ist sie so relevant für uns?

In diesem Artikel tauchen wir ein in die Geschichte der HPV-Impfung, schauen uns an, wann sie verfügbar wurde, wie sie funktioniert und warum sie für deine Gesundheit wichtig sein kann. Wir erklären alles einfach und verständlich, damit du bestens informiert bist.

Was ist HPV überhaupt?

HPV steht für Humanes Papillomavirus. Es ist eine Gruppe von Viren, die sehr weit verbreitet sind. Tatsächlich infizieren sich die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens mit HPV. Es gibt über 200 verschiedene HPV-Typen, von denen etwa 40 den Genitalbereich befallen können.

Die meisten HPV-Infektionen verlaufen ohne Symptome und heilen von selbst aus. Manche HPV-Typen, insbesondere die sogenannten Hochrisiko-Typen, können jedoch zu Zellveränderungen führen, die im Laufe der Zeit zu Krebs führen können. Dazu gehören Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebs im Analbereich, im Mund- und Rachenraum sowie an den Geschlechtsorganen bei Männern und Frauen.

Die Entwicklung der HPV-Impfung

Die Idee, eine Impfung gegen HPV zu entwickeln, kam nicht von ungefähr. Wissenschaftler erkannten schon früh den Zusammenhang zwischen bestimmten HPV-Typen und Gebärmutterhalskrebs. Die Forschung zur Entwicklung einer solchen Impfung begann also schon vor vielen Jahren.

Die eigentliche Entwicklung der HPV-Impfung war ein langer und komplexer Prozess, an dem viele Forscher und Institutionen beteiligt waren. Es dauerte Jahre, bis die Impfstoffe entwickelt, getestet und zugelassen werden konnten. Aber der Aufwand hat sich gelohnt, denn die HPV-Impfung ist ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen Krebs.

Der Durchbruch: Die ersten Impfstoffe

Der erste zugelassene HPV-Impfstoff war Gardasil von der Firma Merck. Er wurde 2006 in den USA zugelassen. Kurz darauf folgte die Zulassung in Europa und anderen Ländern. Gardasil schützte vor vier HPV-Typen: HPV 6, 11, 16 und 18. Die Typen 16 und 18 sind für etwa 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich, während die Typen 6 und 11 hauptsächlich Genitalwarzen verursachen.

Ein weiterer Impfstoff, Cervarix von GlaxoSmithKline, wurde 2007 zugelassen. Cervarix schützte vor den HPV-Typen 16 und 18. Beide Impfstoffe waren ein wichtiger Schritt zur Prävention von HPV-bedingten Erkrankungen.

Holetschek ruft zu mehr HPV-Impfungen auf
Holetschek ruft zu mehr HPV-Impfungen auf

Wann wurde die HPV-Impfung in Deutschland eingeführt?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren seit dem August 2007. Die Impfung sollte idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen, da die Impfung am wirksamsten ist, wenn noch keine HPV-Infektion vorliegt. Es ist aber auch möglich, sich später impfen zu lassen, wobei die Wirksamkeit dann etwas geringer sein kann.

Seit 2018 empfiehlt die STIKO die HPV-Impfung auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Diese Empfehlung wurde ausgesprochen, da HPV nicht nur Gebärmutterhalskrebs verursacht, sondern auch andere Krebsarten, die sowohl Männer als auch Frauen betreffen können.

Wie funktioniert die HPV-Impfung?

Die HPV-Impfstoffe sind sogenannte subunit-Impfstoffe. Das bedeutet, dass sie keine lebenden oder abgetöteten Viren enthalten. Stattdessen enthalten sie virusähnliche Partikel (VLP), die aus den Hüllproteinen der HPV-Viren bestehen. Diese VLP können keine Infektion verursachen, aber sie regen das Immunsystem an, Antikörper zu bilden.

Wenn eine geimpfte Person später mit HPV in Kontakt kommt, erkennt das Immunsystem die Viren und kann sie dank der gebildeten Antikörper abwehren. Die Impfung schützt also vor einer Neuinfektion mit den HPV-Typen, gegen die geimpft wurde. Es ist wichtig zu wissen, dass die Impfung keine bestehende HPV-Infektion heilen kann.

Die verschiedenen Impfstoffe

Es gibt verschiedene HPV-Impfstoffe, die sich in der Anzahl der HPV-Typen unterscheiden, vor denen sie schützen:

RKI - Forschungsprojekte - Interventions­studie zur Steigerung der HPV
RKI - Forschungsprojekte - Interventions­studie zur Steigerung der HPV
* Gardasil 4 (quadrivalenter Impfstoff): Schützt vor HPV 6, 11, 16 und 18. * Cervarix (bivalenter Impfstoff): Schützt vor HPV 16 und 18. * Gardasil 9 (nonavalenter Impfstoff): Schützt vor HPV 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58. Dieser Impfstoff bietet den breitesten Schutz und wird in Deutschland hauptsächlich verwendet.

Warum ist die HPV-Impfung wichtig?

Die HPV-Impfung ist eine wichtige Maßnahme zur Krebsprävention. Durch die Impfung können viele Fälle von Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-bedingten Krebsarten verhindert werden. Die Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person selbst, sondern trägt auch dazu bei, die Ausbreitung von HPV in der Bevölkerung zu reduzieren.

Für Mädchen und Frauen: Die HPV-Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs, der eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen ist. Sie schützt auch vor Genitalwarzen und anderen HPV-bedingten Erkrankungen.

Für Jungen und Männer: Die HPV-Impfung schützt vor Krebs im Analbereich, im Mund- und Rachenraum sowie an den Geschlechtsorganen. Diese Krebsarten sind zwar seltener als Gebärmutterhalskrebs, aber dennoch ernstzunehmende Erkrankungen. Außerdem schützt die Impfung vor Genitalwarzen, die auch Männer betreffen können.

Wie läuft die HPV-Impfung ab?

Die HPV-Impfung wird in der Regel vom Hausarzt oder Kinderarzt durchgeführt. Die Impfung wird in den Muskel des Oberarms gespritzt.

HPV-Impfung: Wann und warum Mädchen & Jungen sie erhalten sollten
HPV-Impfung: Wann und warum Mädchen & Jungen sie erhalten sollten

Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sind in der Regel zwei Impfungen im Abstand von mindestens 6 Monaten erforderlich.

Für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene sind drei Impfungen erforderlich. Die zweite Impfung erfolgt in der Regel 1-2 Monate nach der ersten Impfung, die dritte Impfung 6 Monate nach der ersten Impfung.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie bei jeder Impfung kann es auch bei der HPV-Impfung zu Nebenwirkungen kommen. Die meisten Nebenwirkungen sind jedoch mild und vorübergehend. Dazu gehören:

* Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle * Kopfschmerzen * Müdigkeit * Leichtes Fieber

Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Es ist wichtig, dass du dich von deinem Arzt über mögliche Nebenwirkungen informieren lässt und bei Bedenken oder ungewöhnlichen Symptomen ärztlichen Rat einholst.

Die HPV-Impfung: Ein persönlicher Blickwinkel

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob die HPV-Impfung für dich oder deine Familie relevant ist. Hier sind ein paar Gedanken, die dir bei deiner Entscheidung helfen können:

Was ist eine HPV-Impfung und wogegen schützt sie?
Was ist eine HPV-Impfung und wogegen schützt sie?
* Denke an deine Gesundheit: Die HPV-Impfung ist eine Investition in deine Gesundheit. Sie kann dich vor Krebs und anderen HPV-bedingten Erkrankungen schützen. * Informiere dich: Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über die HPV-Impfung. Sie können dir alle deine Fragen beantworten und dich individuell beraten. * Entscheide dich bewusst: Die Entscheidung für oder gegen die HPV-Impfung ist eine persönliche Entscheidung. Es ist wichtig, dass du dich gut informiert fühlst und eine Entscheidung triffst, die für dich richtig ist. * Rede darüber: Sprich mit deinen Freunden und deiner Familie über die HPV-Impfung. Vielleicht können eure Erfahrungen euch gegenseitig helfen.

Die HPV-Impfung in der Zukunft

Die Forschung zur HPV-Impfung geht weiter. Wissenschaftler arbeiten daran, die Impfstoffe noch wirksamer zu machen und den Schutz auf weitere HPV-Typen auszuweiten. Auch die Entwicklung von therapeutischen Impfstoffen, die bestehende HPV-Infektionen behandeln können, ist ein wichtiges Forschungsgebiet.

Es ist gut möglich, dass es in Zukunft noch bessere und umfassendere HPV-Impfstoffe geben wird. Die HPV-Impfung ist und bleibt ein wichtiger Baustein in der Krebsprävention.

Zusammenfassung und Fazit

Die HPV-Impfung ist eine wichtige Maßnahme zur Prävention von Krebs und anderen HPV-bedingten Erkrankungen. Sie wurde in Deutschland im August 2007 für Mädchen und 2018 für Jungen empfohlen. Die Impfung ist sicher und wirksam und kann dich vor vielen HPV-Typen schützen, die Krebs verursachen können.

Wenn du Fragen zur HPV-Impfung hast, sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Sie können dich umfassend beraten und dir helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen. Denk daran: Deine Gesundheit ist wichtig, und die HPV-Impfung kann ein wichtiger Schritt sein, um sie zu schützen.

Informiere dich, sprich darüber und triff eine bewusste Entscheidung für deine Gesundheit!

Gebärmutterhalskrebs: Schützt eine Dosis HPV-Impfstoff? – Heilpraxis HPV-Impfung: Wirkung, Nebenwirkungen - netDoktor.de

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