Seit Wann Gibt Es Die Windpocken Impfung

Wer erinnert sich nicht an die Zeit, als Kinder reihenweise mit roten Pünktchen übersät waren und für ein paar Tage zu Hause bleiben mussten? Die Windpocken, auch bekannt als Varizellen, waren früher eine fast unvermeidliche Kindheitskrankheit. Heute sieht das dank der Windpockenimpfung zum Glück anders aus!
Die Vorstellung, dass unsere Kinder, oder wir selbst, weniger unter potenziell unangenehmen oder gar gefährlichen Krankheiten leiden müssen, ist beruhigend. Die Windpockenimpfung bietet genau das: Schutz vor dem Varizella-Zoster-Virus, dem Auslöser der Windpocken. Doch seit wann gibt es diese schützende Impfung eigentlich?
In Deutschland wurde die Windpockenimpfung 1995 zugelassen. Anfangs wurde sie nur für bestimmte Risikogruppen empfohlen, beispielsweise für Kinder mit Neurodermitis oder anderen chronischen Erkrankungen. Seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die Impfung für alle Kinder ab dem Alter von elf Monaten. Diese Empfehlung hat dazu beigetragen, dass die Zahl der Windpockenerkrankungen in Deutschland deutlich gesunken ist.
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Der Nutzen der Windpockenimpfung geht weit über die reine Vermeidung der juckenden Pusteln hinaus. Windpocken können nämlich, insbesondere bei Erwachsenen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem, zu Komplikationen wie Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder bakteriellen Superinfektionen der Haut führen. In seltenen Fällen können die Windpocken sogar lebensbedrohlich sein. Die Impfung schützt also nicht nur vor der Krankheit selbst, sondern auch vor ihren potenziellen Folgeerscheinungen.
Die Windpockenimpfung wird in der Regel zweimal verabreicht. Die erste Impfung erfolgt im Alter von elf Monaten, die zweite im Alter von 15 Monaten. Diese zweifache Impfung sorgt für einen besonders guten und langanhaltenden Schutz. Geimpfte Kinder erkranken entweder gar nicht an Windpocken oder haben nur einen sehr milden Verlauf mit wenigen Pusteln und geringem Juckreiz.

Was kann man tun, um den Schutz der Windpockenimpfung optimal zu nutzen? Zunächst einmal ist es wichtig, die Impftermine beim Kinderarzt einzuhalten. Sollte ein Termin verpasst werden, ist es wichtig, ihn so schnell wie möglich nachzuholen. Außerdem sollte man sich von seinem Arzt oder Apotheker ausführlich über die Impfung informieren lassen und alle Fragen stellen, die man hat. Nur so kann man sicherstellen, dass man eine fundierte Entscheidung trifft.
Denken Sie daran: Die Windpockenimpfung ist eine sichere und wirksame Möglichkeit, Ihr Kind vor einer potenziell unangenehmen und gefährlichen Krankheit zu schützen. Und dank der Impfung können wir uns alle ein bisschen entspannter zurücklehnen, wenn in der Kita oder Schule mal wieder "Windpockenalarm" herrscht.
