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Sehr Geehrte Herrn Oder Herren


Sehr Geehrte Herrn Oder Herren

Habt ihr euch jemals gefragt, was hinter diesen formellen Anreden steckt, die man in deutschen Briefen und E-Mails findet? Ich rede von diesen Wörtern, die am Anfang eines Schreibens stehen und oft ein bisschen einschüchternd wirken: "Sehr geehrte Damen und Herren" oder, noch spezieller, "Sehr geehrte Herren"? Lasst uns mal einen Blick hinter die Kulissen werfen – versprochen, es wird lustiger, als es klingt!

Die Anfänge einer Tradition

Stellt euch vor, ihr seid im 18. Jahrhundert. Es gibt noch kein Internet, keine E-Mails. Briefe sind der letzte Schrei und die einzige Möglichkeit, um formell miteinander zu kommunizieren. Natürlich musste man den Empfänger gebührend ansprechen. Und hier kommen unsere "Sehr geehrten" ins Spiel. Damals war es nämlich noch viel wichtiger als heute, den sozialen Stand und die Position des Empfängers genau zu kennen und in der Anrede zu berücksichtigen. Man schrieb also nicht einfach drauflos. Nein, nein! Man überlegte genau: Ist der Empfänger ein Graf? Ein Herzog? Oder vielleicht nur ein einfacher Bürger?

Man stelle sich vor, man würde heutzutage jede E-Mail mit "Hochwohlgeborener Herr Dr. Professor Soundso" beginnen. Klingt ein bisschen übertrieben, oder? Aber im Grunde genommen ist die Idee dahinter immer noch die gleiche: Respekt zeigen und den Empfänger wertschätzen.

Die kleinen Fettnäpfchen des Alltags

Trotzdem kann es im Alltag zu kleinen Pannen kommen. Wer hat noch nie eine E-Mail bekommen, die an "Sehr geehrte Damen und Herren" gerichtet war, obwohl man sich persönlich kennt? Oder, noch schlimmer, eine E-Mail, die an "Sehr geehrter Herr [Nachname]" ging, obwohl man eine Frau ist?

Ich erinnere mich an eine Situation, in der meine Freundin Anna eine Bewerbung an ein Unternehmen geschickt hat. Sie bekam eine Antwort, die mit "Sehr geehrter Herr Müller" begann (Müller war ihr Nachname). Anna fand das unglaublich witzig, besonders weil sie in ihrer Bewerbung extra betont hatte, dass sie eine Frau ist. Sie schrieb eine humorvolle Antwort zurück, in der sie sich als "Frau Müller" vorstellte und fragte, ob es im Unternehmen vielleicht eine Art geschlechtsneutrales Namensschema gäbe. Sie bekam eine prompte Entschuldigung und – noch besser – den Job!

Thread: Sehr geehrte Damen und Herren - Twitterperlen
Thread: Sehr geehrte Damen und Herren - Twitterperlen

Eine Frage der Höflichkeit

Natürlich ist es wichtig zu betonen, dass hinter diesen formellen Anreden immer auch eine gewisse Höflichkeit steckt. Es geht darum, den Empfänger wertzuschätzen und ihm zu zeigen, dass man sich Mühe gegeben hat. Auch wenn es manchmal etwas steif wirken mag, ist es oft besser, zu formell als zu informell zu sein – besonders, wenn man den Empfänger nicht gut kennt.

Die Zukunft der Anrede

Wie wird sich die Anrede in Zukunft entwickeln? Werden wir irgendwann alle per "Hallo [Name]" angeschrieben, egal ob im Job oder privat? Oder wird es immer noch Situationen geben, in denen ein formelles "Sehr geehrte Damen und Herren" angebracht ist?

Sehr geehrte Damen und Herren
Sehr geehrte Damen und Herren

Ich persönlich glaube, dass sich die Anrede in Zukunft weiterentwickeln wird. Vielleicht werden wir irgendwann eine Art "goldene Mitte" finden, die sowohl höflich als auch persönlich ist. Aber eines ist sicher: Solange es Briefe und E-Mails gibt, wird es auch eine Art von Anrede geben. Und wer weiß, vielleicht werden wir in hundert Jahren über unsere heutigen Anreden genauso schmunzeln wie wir heute über die Anreden aus dem 18. Jahrhundert.

Ein bisschen Humor zum Schluss

Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote: Ein Bekannter von mir, ein großer Fan von trockenen Witzen, hat einmal eine E-Mail mit folgender Anrede bekommen: "Sehr geehrte Damen und ein Herr". Er antwortete darauf mit dem Betreff: "Welcher bin ich?" und fragte, ob es sich um eine Art Quiz handele. Er bekam nie eine Antwort, aber die Geschichte sorgte für viele Lacher.

sehr geehrte damen und herren sie groß oder klein, Sehr geehrte Damen
sehr geehrte damen und herren sie groß oder klein, Sehr geehrte Damen

Also, das nächste Mal, wenn ihr eine E-Mail mit "Sehr geehrte Damen und Herren" seht, denkt daran: Es ist nicht nur eine formelle Anrede, sondern auch ein Stück Geschichte und Kultur. Und vielleicht, nur vielleicht, steckt auch ein bisschen Humor dahinter.

"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken." – Samuel Johnson

Und manchmal ist diese Kleidung eben ein bisschen altmodisch, aber trotzdem liebenswert.

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