Schraube Aus Dübel Raus Und Wieder Rein

Erinnert ihr euch an diesen einen Moment, als ihr versucht habt, ein Bild aufzuhängen und es einfach… nicht halten wollte? Ich schon. Bei mir war es ein absolut entzückendes Katzenbild (ja, ich bin so einer!), das einfach partout nicht an der Wand bleiben wollte. Schraube rein, Schraube raus, Dübel locker… Ein Teufelskreis! Aber genau diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, mich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Also, lasst uns über das heilige Ritual sprechen: Schraube aus Dübel raus und wieder rein. Klingt simpel, ist es aber oft eben nicht. Warum eigentlich?
Das Problem: Der ausgeleierte Dübel.
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Der Dübel, dieser kleine Plastikfreund, dehnt sich aus, wenn die Schraube reingedreht wird. Das ist sein Job! Er soll sich an die Wand pressen und der Schraube Halt geben. Aber wenn ihr die Schraube zu oft rein und raus dreht, leiert das Ding aus. Er verliert seine Spannung, wird labberig und… tada! Die Schraube findet keinen Halt mehr. Ähnlich wie bei einer alten Jeans, die einfach ihren Stretch verloren hat, oder?
(Mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal einen Dübel komplett ruiniert? Seid ehrlich!)
Die Lösung: Es gibt mehrere Optionen!

Okay, bevor wir in Panik ausbrechen und direkt die ganze Wand neu verputzen (bitte nicht!), gibt es ein paar Tricks, die wir ausprobieren können:
1. Der Zahnstocher-Trick (oder Streichholz):
Das ist quasi die Notfall-Apotheke für wackelige Dübel. Nehmt ein paar Zahnstocher (oder Streichhölzer, die Köpfe abgebrochen!), taucht sie in Holzleim und stopft sie in das Dübelloch. Lasst das Ganze gut trocknen. Wenn es trocken ist, könnt ihr die überstehenden Enden abbrechen und die Schraube wieder reindrehen. Der Leim und das Holz füllen den Raum aus und geben der Schraube wieder Halt. Simpel, aber oft erstaunlich effektiv!

2. Der dickere Dübel:
Wenn der Zahnstocher-Trick nicht funktioniert, dann ist es Zeit für schwerere Geschütze. Besorgt euch einen Dübel, der eine Nummer größer ist. Achtet aber darauf, dass das Loch in der Wand dann eventuell auch etwas erweitert werden muss. Und Vorsicht: Nicht übertreiben! Sonst habt ihr ein noch größeres Loch.
3. Flüssigholz/Montagekleber:

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Flüssigholz oder Montagekleber. Füllt das Loch damit aus und drückt den Dübel hinein. Lasst alles gut aushärten. Das sorgt für einen bombenfesten Halt. Aber denkt dran: Das ist dann relativ permanent. Wenn ihr den Dübel jemals wieder entfernen wollt, wird das vermutlich nicht spurlos an der Wand vorbeigehen.
4. Der Spezialdübel:
Es gibt für fast jedes Problem den passenden Spezialdübel. Hohlraumdübel für Rigipswände, Schwerlastdübel für schwere Gegenstände… Im Baumarkt findet ihr eine riesige Auswahl. Fragt im Zweifel einfach einen Mitarbeiter, welcher Dübel für eure Situation am besten geeignet ist.

Vorbeugen ist besser als Heilen!
Um gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass die Schraube nicht hält, hier noch ein paar Tipps zur Vorbeugung:
- Verwendet hochwertige Dübel und Schrauben. Billig ist nicht immer besser.
- Achtet auf die richtige Größe von Dübel und Schraube.
- Dreht die Schraube nicht zu fest an. Nach fest kommt ab! (Und im schlimmsten Fall dreht ihr den Dübel gleich mit kaputt).
- Wenn ihr wisst, dass ihr oft Bilder umhängt, überlegt euch, ob ihr nicht ein Schienensystem für Bilder anbringt. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber spart euch viel Ärger.
So, jetzt seid ihr bestens gerüstet für den Kampf gegen den wackeligen Dübel! Und denkt dran: Auch wenn es mal nicht klappt, nicht verzweifeln! Jede Panne ist eine Chance, etwas Neues zu lernen (und vielleicht ein bisschen zu fluchen… aber nur leise!). Viel Erfolg!
