Haben Sie das auch schon mal erlebt? Man freut sich auf einen saftigen Apfel, einen dampfenden Kaffee oder gar die lang ersehnte Pizza am Freitagabend – und dann: Aua! Ein Stich, ein Druck, ein unangenehmes Gefühl in der Brust. Beim Essen und Trinken? Was ist denn da los?
Keine Panik! Bevor Sie gleich den Notarzt rufen und sich das Schlimmste ausmalen (wir alle kennen das!), atmen Sie erst einmal tief durch. Brustschmerzen beim Essen und Trinken sind nämlich oft gar nicht so dramatisch, wie sie sich anfühlen. Stellen Sie sich vor, Ihr Körper ist wie ein Orchester. Manchmal spielt ein Instrument etwas lauter oder schräger als sonst. Das muss nicht gleich bedeuten, dass das ganze Orchester ausfällt!
Denken Sie an Sodbrennen. Dieser altbekannte Übeltäter hat schon so manchen gemütlichen Abend verdorben. Die Magensäure, die eigentlich im Magen bleiben soll, macht einen kleinen Ausflug in die Speiseröhre. Und das brennt! Besonders, wenn Sie gerade etwas gegessen oder getrunken haben, das die Säureproduktion anregt – zum Beispiel Tomatensoße auf der heißgeliebten Pizza. Oder ein Glas Orangensaft zum Frühstück.
Manchmal ist es aber auch etwas ganz Banales. Haben Sie vielleicht zu schnell gegessen oder getrunken? Luft geschluckt? Das kann zu einem unangenehmen Druck in der Brust führen, fast wie ein innerlicher Schluckauf. Stellen Sie sich vor, Sie sind wie ein Luftballon, der zu schnell aufgepumpt wird. Irgendwann spannt es!
Und dann gibt es noch die Muskeln. Ja, auch die in und um Ihre Brust können sich verspannen. Vielleicht haben Sie beim Sport etwas übertrieben oder eine komische Bewegung gemacht. Oder Sie sitzen den ganzen Tag am Schreibtisch und haben eine schlechte Haltung. Das kann sich alles auf die Brustmuskulatur auswirken und beim Essen und Trinken Schmerzen verursachen.
Schmerzen in der Brust - Was ist es? Wann zum Arzt?
Stress ist auch ein großer Faktor. Kennen Sie das Gefühl, wenn der Magen sich verkrampft, bevor eine wichtige Präsentation ansteht? Stress kann sich auf den ganzen Körper auswirken, auch auf die Brust. Und wenn Sie dann noch etwas essen oder trinken, kann das die Beschwerden verstärken.
„Ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt!“, erzählte mir neulich eine Freundin. „Dabei war es nur Sodbrennen nach einer extra scharfen Currywurst.“
Schmerzen in der Brust - Was ist es? Wann zum Arzt?
Was tun, wenn es zwickt und zwackt?
Wenn die Brustschmerzen nur gelegentlich auftreten und nicht sehr stark sind, können Sie es erst einmal mit einfachen Maßnahmen versuchen. Vermeiden Sie Speisen und Getränke, die Sodbrennen auslösen können. Essen Sie langsam und bewusst. Achten Sie auf eine gute Haltung. Und versuchen Sie, Stress abzubauen. Yoga, Meditation oder ein entspannender Spaziergang können Wunder wirken.
Ein Glas Milch kann bei Sodbrennen helfen, oder ein Kamillentee zur Beruhigung. Manchmal hilft auch einfach nur ein Spaziergang an der frischen Luft, um den Kreislauf anzukurbeln und die Muskeln zu entspannen.
Schmerzen in der Brust: Funktionelle Ursachen und Lösungen
Sollten die Schmerzen jedoch häufiger auftreten, sehr stark sein oder mit anderen Symptomen wie Atemnot, Schwindel oder Übelkeit einhergehen, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn auch wenn Brustschmerzen beim Essen und Trinken oft harmlos sind, können sie in seltenen Fällen auch auf ernstere Erkrankungen hindeuten. Es ist immer besser, auf Nummer sicher zu gehen!
Denken Sie daran: Ihr Körper ist ein Wunderwerk. Er gibt Ihnen Signale, wenn etwas nicht stimmt. Hören Sie auf ihn! Und lassen Sie sich nicht von jedem kleinen Zwicken und Zwacken gleich aus der Ruhe bringen. Oft hilft schon ein bisschen Achtsamkeit und Selbstfürsorge, um das innere Orchester wieder in Einklang zu bringen. Und dann können Sie auch die Pizza am Freitagabend wieder unbeschwert genießen.
Also, guten Appetit – und keine Angst vor dem nächsten Bissen!