Samsung Galaxy Tab A Sim Karte Einlegen

Oma Hildegard, Gott hab sie selig, hätte mit ihrer Häkelnadel wahrscheinlich schneller ein Spaceshuttle zusammengebaut als ich diese winzige SIM-Karte in mein funkelnagelneues Samsung Galaxy Tab A zu fummeln. Ja, ich weiß, "funktioniert genau wie beim Smartphone", sagen die Experten. Aber mein Smartphone und ich, wir sind schon lange per Du. Das Tablet... nun, das Tablet ist noch in der Kennenlernphase.
Also, das Ding liegt vor mir, glänzend und unschuldig. Eine kleine Anleitung, gefühlt geschrieben in Hieroglyphen, leistet mir Gesellschaft. Ich starre sie an. Sie starrt zurück. Ein Kleinkrieg beginnt. Es geht um ein Fach, ein Werkzeug, und die ultimative Frage: Werde ich dieses Tablett heute noch online bringen oder kapituliere ich vor der Technik?
Zuerst das Fach. Wo ist das verdammte Fach? Ich drehe und wende das Samsung Galaxy Tab A. Inspiziere jede Kante, jede Öffnung. Nichts. Dann, ein Geistesblitz! Da ist ja diese winzige Öffnung, so klein, dass man sie fast übersieht. Die Anleitung, jetzt als moralische Stütze missbraucht, flüstert etwas von einem "SIM-Karten-Auswurfwerkzeug".
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SIM-Karten-Auswurfwerkzeug? Klingt wie ein Gadget aus einem James-Bond-Film. In Wahrheit ist es eine verbogene Büroklammer. Elegant ist anders, aber hey, es soll funktionieren! Ich pieke vorsichtig in die Öffnung. Nichts. Ich pieke fester. Immer noch nichts. Ich beginne, an meiner eigenen Feinmotorik zu zweifeln. Vielleicht sollte ich doch lieber stricken lernen. Oder einen Origami-Kurs belegen. Alles wäre weniger frustrierend.
Nach gefühlten Stunden, in denen ich das arme Tablet fast schon mit Drohungen bearbeitet habe ("Entweder du spuckst jetzt dieses Fach aus oder du fliegst aus dem Fenster!"), gibt es endlich nach. Ein winziges Plastik-Tablett fährt heraus. Triumph! Ein kleiner Sieg gegen die Technologie. Ich fühle mich wie ein Entdecker, der gerade einen neuen Kontinent gefunden hat. Oder zumindest eine verlorene Socke unter dem Sofa.

Jetzt kommt der heikle Teil: die SIM-Karte. Sie ist so winzig, dass ich sie fast verliere. Einmal fällt sie mir runter und ich verbringe bange Minuten damit, sie auf dem Teppich zu suchen. Ich bin mir sicher, dass der Staubsauger sich freuen würde. Endlich habe ich sie! Mit zitternden Fingern versuche ich, sie richtig in das Tablett zu legen. Die Anleitung sagt, es gibt nur eine Möglichkeit. Aber irgendwie scheinen alle Möglichkeiten falsch zu sein.
Ich probiere es vorwärts, rückwärts, auf dem Kopf stehend. Nichts. Ich fühle mich wie bei einem Puzzle, bei dem die Teile einfach nicht zusammenpassen wollen. Dann, ein Klick! Die SIM-Karte rastet ein. Ein weiterer Sieg! Ich schiebe das Tablett vorsichtig zurück in das Fach. Es gleitet sanft hinein. Alles sitzt perfekt.

Jetzt der Moment der Wahrheit. Ich schalte das Samsung Galaxy Tab A ein. Es bootet. Der Bildschirm leuchtet auf. Und da! Volle Signalstärke! Juhu! Ich habe es geschafft! Ich bin online! Ich fühle mich, als hätte ich den Mount Everest bestiegen. Oder zumindest eine IKEA-Kommode ohne Anleitung aufgebaut.
Die Nachwirkungen
Die nächsten Tage verbringe ich damit, das Tablet ausgiebig zu testen. Ich surfe im Internet, schaue Filme, spiele Spiele. Und jedes Mal, wenn ich das Tablet benutze, denke ich an den kleinen Kampf mit der SIM-Karte. Es war zwar frustrierend, aber auch irgendwie... unterhaltsam. Es hat mir gezeigt, dass ich doch mehr draufhabe, als ich dachte. Und dass selbst die kleinste SIM-Karte einem den größten Triumph bescheren kann.

Ich werde Oma Hildegard von meinem Abenteuer erzählen, wenn ich das nächste Mal an ihrem Grab stehe. Ich bin sicher, sie hätte gelacht. Und dann hätte sie mir wahrscheinlich noch einen Tipp gegeben, wie man das Ganze beim nächsten Mal einfacher machen kann. Mit einer Häkelnadel, versteht sich.
Und was habe ich gelernt? Geduld ist eine Tugend. Und manchmal braucht man einfach nur eine verbogene Büroklammer, um die Welt zu erobern. Oder zumindest, um sein Samsung Galaxy Tab A online zu bringen.
Vielleicht sollte ich als nächstes versuchen, ein Raumschiff zu starten. Ich habe ja jetzt Übung im Umgang mit komplizierter Technik. Schließlich habe ich eine SIM-Karte in ein Tablet bekommen. Was kann da schon schiefgehen?