Rosemary Hellyer Jones The Body On The Beach

Ach, Rosemary Hellyer Jones. Der Name allein klingt schon wie ein verschollenes englisches Landgut. Und dann: "The Body on the Beach". Klingt nach einem Krimi, oder?
Ich muss gestehen, ich bin nicht der allergrößte Fan dieses Buches. Ja, ich weiß, ich weiß! Steinigt mich! Aber irgendwie...
Eine kleine Sünde: Meine unpopuläre Meinung
Haltet mich für verrückt, aber ich fand die Geschichte ein bisschen...langatmig. Es zog sich wie Kaugummi! Strand, Leiche, Verdächtige. Alles da, aber irgendwie fehlte der Pfeffer. Wisst ihr?
Must Read
Viele sagen, die Atmosphäre sei so dicht und beklemmend. Und ja, der Strand, das Meer, die salzige Luft... man spürt es fast. Aber ich fand, die Beklemmung wurde eher durch endlose Beschreibungen erzeugt als durch echte Spannung. Sorry!
Und die Charaktere? Nette Leute, keine Frage. Aber niemand, dem ich unbedingt einen Drink ausgeben würde. Zu blass, zu angepasst. Wo war der schräge Vogel? Der exzentrische Millionär? Die femme fatale mit dem dunklen Geheimnis?

"Aber es geht doch um die Realität! Um die Tragödie des Lebens!"
Mag sein. Aber wenn ich Realität will, schalte ich die Nachrichten ein. Ich lese doch einen Krimi, um genau dem zu entfliehen! Um mich in eine Welt voller Intrigen und überraschender Wendungen zu stürzen.
Vielleicht bin ich einfach zu sehr auf den "Whodunit"-Aspekt fixiert. Ich will Rätsel lösen! Ich will mitfiebern! Ich will am Ende überrascht werden! Und bei "The Body on the Beach" war die Überraschung eher...naja, nicht so überraschend, würde ich sagen.

Versteht mich nicht falsch...
Es ist kein schlechtes Buch! Rosemary Hellyer Jones kann schreiben. Sie hat ein Händchen für Atmosphäre. Und es gibt definitiv Leser, die dieses Buch lieben, und das ist auch gut so!
Aber für mich persönlich war es einfach nicht das Richtige. Ich brauche mehr Tempo, mehr unerwartete Twists und Wendungen, mehr Charaktere, die aus dem Rahmen fallen.
Vielleicht bin ich auch einfach zu verwöhnt. Zu viele Krimis gelesen, zu viele Filme gesehen. Ich bin abgestumpft! Wer weiß.

Das Fazit
"The Body on the Beach" ist ein solides Buch. Handwerklich gut gemacht. Atmosphärisch dicht. Aber für mich persönlich fehlt das gewisse Etwas. Der Funke, der überspringt. Das "Wow"-Erlebnis.
Und jetzt erwarte ich die Kommentare: "Du hast es nicht verstanden!" "Du bist ein Kulturbanause!" "Les mal was Gescheites!"
Aber wisst ihr was? Geschmäcker sind verschieden. Und das ist auch gut so! Sonst würden wir ja alle das gleiche lesen und uns über das gleiche lustig machen. Und das wäre ja furchtbar langweilig.

Also, liebe Rosemary Hellyer Jones Fans: Habt mich lieb! Ich bin nur ehrlich. Und vielleicht, nur vielleicht, habe ich ja unrecht. Vielleicht sollte ich das Buch einfach nochmal lesen. In 10 Jahren. Mit anderen Augen. Wer weiß...
Aber bis dahin bleibe ich bei meiner unpopulären Meinung: "The Body on the Beach" ist...okay. Aber nicht mein Lieblingsbuch. Sorry!
Jetzt bin ich gespannt, wer mir zustimmt! Und wer mich steinigen will. Feuer frei!
