Ronja Räubertochter Wieso Denn Bloß

Kennt ihr das Gefühl, wenn einfach alles schiefgeht? Wenn der Toast verbrannt, die Socke ein Loch hat und der Bus genau vor eurer Nase wegfährt? Genau dieses Gefühl hat man manchmal, wenn man sich Ronja Räubertochter: Wieso Denn Bloß anschaut, nur potenziert mit einer gehörigen Prise Räuberromantik und Waldschrat-Chaos!
Astrid Lindgrens Geschichte von Ronja, dem Wildfang, der in einer Räuberbande aufwächst, ist ja hinlänglich bekannt. Aber Wieso Denn Bloß… das ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Man könnte meinen, das Leben eines Räuberkindes sei aufregend genug, aber da irrt man gewaltig. In dieser Version wird nämlich so ziemlich alles, was schiefgehen kann, mitgenommen und noch etwas oben draufgesetzt. Stell dir vor, Ronja fällt nicht nur einmal von der Burgmauer, sondern gefühlt jeden zweiten Tag. Und jedes Mal, wenn ihr Vater, Mattis, versucht, etwas Vernünftiges zu sagen, endet es in einem brüllenden Streit mit seiner Frau Lovis.
Das wirklich Komische daran ist, dass diese ganzen Missgeschicke und Katastrophen die Geschichte erst so richtig liebenswert machen. Es ist wie bei einer chaotischen Familie, in der man sich trotzdem pudelwohl fühlt. Man schmunzelt über die Tollpatschigkeit der Figuren und fühlt mit ihnen, wenn mal wieder etwas im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose geht. Die Räuber sind eben nicht nur furchterregende Gesellen, sondern auch ziemlich unbeholfene Trottel, die sich ständig selbst im Weg stehen.
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Ein besonders schönes Beispiel dafür ist, wenn die Räuber versuchen, einen Schatz zu bergen. Stattdessen stolpern sie über Wurzeln, verwechseln die Schatzkarte mit einer Speisekarte und werden am Ende von den Wilddruden geärgert. Klingt chaotisch? Ist es auch! Aber gerade weil alles so schief läuft, ist es zum Schreien komisch.
Auch die Beziehung zwischen Ronja und Birk, dem Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka, ist in Wieso Denn Bloß von einer extra Portion Missverständnissen und Pannen gezeichnet. Ihre ersten Begegnungen sind geprägt von unfreiwilligen Stürzen, peinlichen Momenten und dem verzweifelten Versuch, cool zu wirken, was natürlich grandios scheitert. Aber gerade diese holprige Annäherung macht ihre Freundschaft so authentisch und herzerwärmend.

Was Wieso Denn Bloß so besonders macht, ist die liebevolle Art, mit der die Charaktere dargestellt werden. Selbst die ärgerlichsten Wilddruden und die brummigsten Rumpelwichte haben etwas Liebenswertes an sich. Man spürt die Wärme und den Humor, mit dem Astrid Lindgren ihre Geschichten erzählt hat, in jeder Szene. Es ist, als ob man selbst mit am Lagerfeuer sitzt und den Räubern beim Streiten, Singen und Essen zusieht.
Und obwohl so viel schiefgeht, bleibt eine wichtige Botschaft hängen: Es kommt nicht darauf an, perfekt zu sein, sondern darum, zusammenzuhalten und füreinander da zu sein. Egal, wie viele Missgeschicke passieren, am Ende zählt die Freundschaft und die Familie. Ronja Räubertochter: Wieso Denn Bloß ist also nicht nur eine lustige Geschichte, sondern auch eine Hommage an die Unvollkommenheit und die Kraft der Gemeinschaft.

Also, wenn ihr mal wieder einen schlechten Tag habt, schaut euch Wieso Denn Bloß an. Es wird euch garantiert aufmuntern und daran erinnern, dass Lachen die beste Medizin ist – selbst wenn alles um euch herum im Chaos versinkt.
"Wieso denn bloß?"
Das ist die Frage, die sich Ronja und ihre Freunde wahrscheinlich jeden Tag stellen. Aber vielleicht ist die Antwort ja ganz einfach: Weil das Leben eben manchmal so ist. Und gerade das macht es ja so aufregend!
