Real Vs Nominal Value

Stell dir vor, du sitzt mit einem Kumpel im Café, Cappuccino-Schaum klebt dir am Bart, und ihr diskutiert über Geld. Nicht das, was ihr nicht habt, sondern was ihr theoretisch hättet. Genauer gesagt: über Real- und Nominalwerte. Klingt nach trockenem BWL-Zeug, aber keine Panik, wir machen's lustig. Versprochen!
Also, die Nominalwerte, das ist das, was auf dem Geldschein draufsteht. Eine 50€-Note ist eben... Überraschung!... 50€ wert. Genial, oder? So weit, so einfach. Das ist sozusagen der Nennwert, das Etikett. Denk an eine Tüte Chips: Da steht auch drauf, wie viel drin sein soll. Nur dass die Chips oft weniger sind, als versprochen. Aber das ist eine andere Geschichte...
Und jetzt kommt der Knackpunkt: Die Realwerte. Die sind tricky. Denn die berücksichtigen die Inflation. Inflation ist wie ein heimlicher Dieb, der dir ständig ein bisschen Geld aus der Hosentasche klaut. Oder, noch besser: Stell dir vor, dein Geld ist ein Eis. Im Sommer schmilzt es schneller als im Winter. Genauso schmilzt der Wert deines Geldes, wenn die Inflation hoch ist.
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Ein kleines Beispiel gefällig?
Sagen wir mal, Opa Erich hat 1980 100 DM (ja, DM! So alt ist der Erich!) unter die Matratze gelegt. Nominal sind das immer noch 100 DM. Aber real? Damit kriegst du heute nicht mal mehr einen anständigen Döner. Vielleicht ein halbes Brötchen beim Bäcker. Oder eine Briefmarke, wenn du Glück hast. Früher hättest du dafür ein ganzes Auto kaufen können… na gut, vielleicht kein Porsche, aber ein Trabi wäre drin gewesen.
Die Inflation hat zugeschlagen! Die 100 DM von damals haben heute eine geringere Kaufkraft. Das ist der Unterschied zwischen Nominal und Real. Nominal ist, was draufsteht. Real ist, was du tatsächlich dafür bekommst. So einfach ist das. (Naja, fast.)

Denk an deine erste Gehaltserhöhung. Du hast 5% mehr bekommen! Juhu! Party! Aber dann kommt die Inflation und frisst 3% davon wieder auf. Also hast du real nur 2% mehr. Nicht so juhu, aber immerhin kein Minusgeschäft. Es sei denn, du hast plötzlich beschlossen, nur noch Kaviar zu essen. Dann sieht die Rechnung natürlich anders aus.
Warum ist das überhaupt wichtig?
Weil du sonst Äpfel mit Birnen vergleichst! Angenommen, du liest eine Statistik, die besagt, dass die Löhne seit 1950 um 500% gestiegen sind. Wow! Klingt erstmal super. Aber wenn die Inflation im gleichen Zeitraum 450% betragen hat, dann ist der reale Lohnanstieg nur 50%. Immer noch gut, aber eben nicht so bombastisch wie die nominalen 500%. Man muss also immer die Inflation berücksichtigen, um ein realistisches Bild zu bekommen.

Stell dir vor, du vergleichst die Kinopreise von heute mit denen von 1980. Damals hat eine Kinokarte vielleicht 5 DM gekostet. Heute zahlst du dafür locker 15€. Nominal ist der Preis also gestiegen. Aber real? Wenn du berücksichtigst, dass auch alles andere teurer geworden ist (Popcorn, Cola, die Miete des Kinos…), dann ist der reale Preisanstieg vielleicht gar nicht so dramatisch.
Merke: Wenn du über Geld redest, vor allem über lange Zeiträume, dann musst du immer die Inflation im Hinterkopf haben. Sonst redest du an der Realität vorbei. Und das will ja keiner, oder? Außer vielleicht Politiker, die gerne mit schönen Zahlen prahlen.

Also, nächstes Mal, wenn jemand mit großen Zahlen um sich wirft, frag ihn ganz lässig: "Sind das Nominalwerte oder Realwerte? Und wie hoch war die Inflation?" Dann erntest du bewundernde Blicke und alle denken, du wärst ein Wirtschaftsexperte. Selbst wenn du eigentlich keine Ahnung hast. Pssst! Das bleibt unter uns.
Und jetzt? Noch einen Cappuccino, oder sollen wir lieber über die Geldillusion reden? Das ist nämlich noch viel lustiger… und komplizierter. Aber für heute reicht es erstmal. Wir wollen ja nicht, dass dir der Kopf raucht. Genieß einfach dein Eis… solange es noch nicht geschmolzen ist!
