Raise Your Voice Lebe Deinen Traum Ganzer Film

Kennt ihr das? Manchmal scrollt man so durch die Streaming-Dienste und dann... zack! Da ist er: Ein Film, der dich anschreit: "Lebe Deinen Traum!" Großartig, oder? Aber... (Flüsterton)... ich habe da so meine ganz eigenen Gedanken zu.
Die Sache mit den Träumen
Ich mein ja nur: Träume sind super. Klar. Wer träumt nicht von einem Leben als Rockstar, Primaballerina oder... tja, was auch immer gerade in ist. Aber diese Filme, diese "Raise Your Voice" Momente? Die suggerieren immer, dass man nur genug wollen muss und schwupps – der Traum wird Realität.
Ist ja nicht so, dass ich Träume schlecht finde. Ehrlich! Aber mein Traum ist manchmal einfach nur ein Mittagsschlaf ohne Unterbrechung. Und dafür brauche ich keinen ganzen Film, der mir predigt, ich solle doch bitte, bitte, BÜHNE FREI für meine Schlummerpower machen!
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Ich sag's mal so: Wenn jeder seinen Traum leben würde, wer würde dann die Rechnungen bezahlen? Wer würde das Internet am Laufen halten, damit wir alle diese inspirierenden Filme schauen können? Denkt mal drüber nach!
Die Protagonisten – Ein gefundenes Fressen!
Und diese Protagonisten! Meistens jung, talentiert (natürlich!), und von irgendjemandem unterdrückt. Die böse Stiefmutter, der strenge Vater, die neidische Konkurrenz. Klar, ohne Konflikt kein Film. Aber manchmal denke ich: Leute, chillt mal! Ein bisschen mehr Realismus bitte!

Ich meine, wann hat man schon mal einen Film gesehen, in dem der Protagonist sagt: "Nö, eigentlich ganz okay hier im Büro. Festes Gehalt, nette Kollegen. Traumjob? Nicht wirklich, aber ich kann mir davon ein schönes Leben leisten."? Wäre doch mal was Neues, oder?
Aber nein, es muss immer der große Ausbruch sein. Der Sprung ins kalte Wasser. Das Aufgeben der vermeintlichen Sicherheit für das große Unbekannte. Respekt, wer das macht. Aber ich bleib' lieber auf meiner Luftmatratze im Planschbecken, danke.
Die Musik – Ohrenbetäubend gut (oder auch nicht)
Was wäre so ein Film ohne den passenden Soundtrack? Klar, Ohrwürmer ohne Ende. Aber mal ehrlich: Manchmal sind die Songs so cheesy, dass man fast schon einen Zuckerschock bekommt.

Und dann diese Textzeilen! "I believe I can fly!" Ja, klar. Und ich kann mit meinem Fahrrad zum Mond fahren. Versteht mich nicht falsch: Motivation ist wichtig. Aber ein bisschen Bodenhaftung wäre auch mal nett.
Das Happy End – Vorhersehbar und doch... irgendwie schön?
Natürlich gibt es ein Happy End. Sonst wäre es ja kein Film dieser Art. Der Protagonist setzt sich durch, die böse Stiefmutter bereut, der strenge Vater umarmt das Kind, die neidische Konkurrenz gratuliert. Alle sind glücklich. Die Welt ist rosarot.

Und wisst ihr was? Obwohl ich das alles ein bisschen kritisch sehe, schaue ich mir diese Filme trotzdem an. Warum? Weil sie mich kurzzeitig in eine Welt entführen, in der alles möglich ist. In der Träume wahr werden. Auch wenn ich danach wieder in meinem Alltag aufwache und merke, dass mein größter Traum immer noch ein Mittagsschlaf ohne Unterbrechung ist.
"Lebe Deinen Traum!" – Ja, ja. Aber vielleicht fange ich erstmal mit einem Stück Kuchen an.
Also, was ich eigentlich sagen wollte: Lasst uns unsere Träume träumen. Aber lasst uns auch ein bisschen realistisch bleiben. Und vor allem: Lasst uns auch mal über uns selbst lachen können. Denn das Leben ist schon ernst genug.
Und wer weiß, vielleicht werde ich ja doch noch Rockstar. Oder Primaballerina. Oder... zumindest Weltmeister im Mittagsschlaf-Halten.
