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Powers Of Horror An Essay On Abjection


Powers Of Horror An Essay On Abjection

Okay, Leute, mal ehrlich: Habt ihr euch jemals so richtig geekelt? So richtig geschüttelt vor Ekel, fast schon mit einem komischen Gefühl von Faszination vermischt? Dann seid ihr schon ganz nah dran an dem, worum es in Julia Kristevas Essay "Powers of Horror: An Essay on Abjection" geht. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht so sehr.

Was ist denn diese "Abjektion" überhaupt?

Stellt euch vor, ihr habt eine Grenze. Eine Grenze, die euch sagt, wer ihr seid. Was "Ich" ist und was "Nicht-Ich". Und was passiert, wenn etwas diese Grenze durchbricht? Wenn etwas plötzlich dazwischen ist, weder ganz innen noch ganz außen? Bäh! Genau das ist Abjektion. Es ist das, was uns verstört, weil es unsere Vorstellung von Ordnung durcheinanderbringt. Denk an:

  • Verrottendes Essen: War mal lecker, jetzt ist es... igitt.
  • Eine Leiche: War mal lebendig, jetzt ist es... weg. Aber immer noch da.
  • Körperflüssigkeiten (manchmal): Blut, Schleim, Urin... okay, je nach Kontext ist das eklig oder eben nicht. Kommt drauf an, wo es ist!

Versteht ihr, was ich meine? Es ist das, was uns daran erinnert, dass unser Körper vergänglich ist, dass wir nicht so sauber und ordentlich sind, wie wir vielleicht denken wollen. Es ist die Erinnerung an unsere eigene Sterblichkeit. Und das ist... unangenehm.

Warum ist das jetzt "cool" oder "interessant"?

Klar, Ekel ist nicht gerade das, was man sich für einen entspannten Abend wünscht. Aber Kristeva argumentiert, dass die Abjektion eben auch eine Quelle der Kreativität sein kann. Stell dir vor, du bist Künstler*in. Anstatt alles perfekt und schön darzustellen, nimmst du das Hässliche, das Verstörende, das Abstoßende. Du konfrontierst die Leute mit dem, was sie eigentlich nicht sehen wollen. Das ist provokant, das ist mutig, und das kann verdammt eindrucksvoll sein.

Denk an Horrorfilme! Warum schauen wir uns das an? Weil es uns Angst macht, ja, aber auch, weil es uns erlaubt, diese dunklen Seiten des Lebens, diese abjekten Dinge, aus einer sicheren Distanz zu betrachten. Es ist eine Art Katharsis, eine Reinigung. Wir konfrontieren uns mit dem Ekel, um uns danach wieder "sauber" und "normal" zu fühlen.

Powers of horror: an essay on abjection by julia kristeva discount
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Oder denk an Punkrock! Die ganze Attitüde, die Musik, die Texte... alles ist darauf ausgelegt, zu schockieren, zu provozieren, die Normen zu brechen. Das ist Abjektion in Reinkultur. Es ist ein Aufschrei gegen die Konformität, ein Versuch, die Grenzen des Akzeptablen zu verschieben.

Die Abjektion und wir selbst

Aber die Abjektion ist nicht nur etwas, das "da draußen" existiert. Sie ist auch tief in uns selbst verwurzelt. Wir alle haben unsere eigenen kleinen Ängste und Ekelgefühle, die uns sagen, was wir nicht sein wollen. Das kann sich auf unseren Körper beziehen, auf unsere Sexualität, auf unsere Identität. Die Auseinandersetzung mit der Abjektion kann uns also auch helfen, uns selbst besser zu verstehen. Warum finden wir bestimmte Dinge so abstoßend? Was sagt das über unsere eigenen inneren Grenzen aus?

Amazon.com: Powers of Horror: An Essay on Abjection (European
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Ist es nicht faszinierend, dass etwas, das so unangenehm und abstoßend ist, gleichzeitig so viel über uns aussagen kann? Dass Ekel nicht nur ein Gefühl ist, sondern auch ein Fenster zu unserer Psyche, zu unserer Kultur, zu unserer Kunst?

Also, was nehmen wir mit?

Die Abjektion ist mehr als nur Ekel. Es ist eine komplexe und vielschichtige Idee, die uns dazu zwingt, über unsere eigenen Grenzen, unsere Ängste und unsere Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit nachzudenken. Und obwohl es manchmal unangenehm sein kann, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen, kann es uns auch helfen, uns selbst und die Welt um uns herum besser zu verstehen.

Also, das nächste Mal, wenn ihr euch geekelt fühlt, fragt euch doch mal: Was genau ekelt mich hier an? Und was sagt das über mich aus? Vielleicht entdeckt ihr ja etwas Neues über euch selbst. Und wer weiß, vielleicht inspiriert euch der Ekel ja sogar zu etwas Kreativem!

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