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Periorale Dermatitis Nulltherapie Hilft Nicht


Periorale Dermatitis Nulltherapie Hilft Nicht

Wenn Sie diesen Artikel lesen, leiden Sie wahrscheinlich unter perioraler Dermatitis – auch bekannt als Mundrose oder Stewardessenkrankheit. Sie kennen das quälende Gefühl, die geröteten, juckenden oder brennenden Pusteln und Papeln um den Mund, manchmal auch Nase und Augen. Und vielleicht haben Sie, wie viele andere Betroffene, die sogenannte Nulltherapie versucht, aber festgestellt: Sie hilft nicht.

Wir verstehen Ihre Frustration. Die Nulltherapie, also der Verzicht auf jegliche Hautpflegeprodukte, ist oft der erste Ratschlag, den man bei perioraler Dermatitis erhält. Die Hoffnung ist, dass die Haut sich selbst heilt, wenn man sie in Ruhe lässt. Doch was, wenn genau das nicht passiert? Was, wenn die Symptome schlimmer werden oder einfach nicht verschwinden?

Warum die Nulltherapie oft nicht funktioniert

Es gibt verschiedene Gründe, warum die Nulltherapie bei perioraler Dermatitis scheitern kann:

  • Die Ursache ist unklar: Periorale Dermatitis ist eine komplexe Erkrankung, deren Ursachen vielfältig sein können. Häufig spielen eine Rolle:
    • Überpflegung der Haut
    • Cortisonhaltige Cremes oder Inhalationssprays
    • Bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetika (z.B. aggressive Tenside, Duftstoffe)
    • Hormonelle Faktoren
    • Stress
    Die Nulltherapie bekämpft nicht die Ursache, sondern lediglich die Symptome. Wenn die Ursache weiterhin besteht, kann sich die Haut nicht beruhigen.
  • Die Hautbarriere ist bereits geschädigt: Die Erkrankung selbst, aber auch aggressive Reinigungsrituale oder die Verwendung ungeeigneter Produkte, können die natürliche Hautbarriere schwächen. Eine intakte Hautbarriere ist aber entscheidend, um Feuchtigkeit zu speichern und Reizstoffe abzuhalten. Die Nulltherapie alleine kann diese Barriere nicht reparieren.
  • Sekundärinfektionen: Durch das Aufkratzen der juckenden Stellen können Bakterien in die Haut gelangen und zu einer Sekundärinfektion führen. Die Nulltherapie bietet keinen Schutz vor solchen Infektionen.
  • Psychischer Stress: Der Leidensdruck durch die Hauterkrankung kann enorm sein. Stress kann die Symptome zusätzlich verschlimmern und einen Teufelskreis in Gang setzen. Die Nulltherapie nimmt diesen Stress nicht unbedingt.

Was tun, wenn die Nulltherapie nicht hilft?

Keine Panik! Es gibt Alternativen zur Nulltherapie, die Ihnen helfen können, Ihre periorale Dermatitis in den Griff zu bekommen. Wichtig ist, nicht aufzugeben und verschiedene Strategien auszuprobieren:

1. Sanfte Hautpflege:

Auch wenn die Nulltherapie nicht funktioniert hat, bedeutet das nicht, dass Sie Ihre Haut komplett ignorieren sollen. Stattdessen ist eine äußerst sanfte und minimalistische Hautpflege ratsam. Achten Sie auf:

Periorale Dermatitis Therapie (5 Schritte) | nichtnurmama.de
Periorale Dermatitis Therapie (5 Schritte) | nichtnurmama.de
  • Milde Reinigung: Verwenden Sie ein pH-neutrales, seifenfreies Reinigungsprodukt ohne Duftstoffe und Alkohol.
  • Feuchtigkeitspflege: Eine leichte, nicht-komedogene Feuchtigkeitscreme kann helfen, die Hautbarriere zu stärken. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie Ceramiden, Hyaluronsäure und Panthenol.
  • Verzicht auf Make-up: Vermeiden Sie so weit wie möglich Make-up, insbesondere Foundation und Puder, da diese die Poren verstopfen und die Haut zusätzlich reizen können.

2. Identifizierung und Vermeidung von Auslösern:

Versuchen Sie herauszufinden, welche Faktoren Ihre periorale Dermatitis verschlimmern. Führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie Ihre Hautpflegeprodukte, Ernährung und Ihren Stresslevel notieren. Oftmals ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, die die Erkrankung auslösen oder verstärken.

Vermeiden Sie:

  • Cortisonhaltige Cremes und Inhalationssprays (sofern möglich und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt)
  • Zahnpasta mit Fluorid
  • Kosmetika mit reizenden Inhaltsstoffen (Duftstoffe, Alkohol, aggressive Tenside)

3. Ärztliche Beratung:

Wenn die Symptome trotz sanfter Hautpflege und Vermeidung von Auslösern nicht besser werden, sollten Sie unbedingt einen Dermatologen aufsuchen. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und Ihnen gegebenenfalls Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel:

Periorale Dermatitis – Dr. Maike Baumann
Periorale Dermatitis – Dr. Maike Baumann
  • Topische Antibiotika (z.B. Metronidazol, Erythromycin)
  • Orale Antibiotika (z.B. Doxycyclin, Minocyclin) – in schweren Fällen
  • Topische Calcineurin-Inhibitoren (z.B. Pimecrolimus, Tacrolimus)

Wichtig: Die Behandlung mit Medikamenten sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

4. Stressmanagement:

Stress kann die Symptome der perioralen Dermatitis verschlimmern. Finden Sie Strategien, um Stress abzubauen, wie zum Beispiel:

Periorale Dermatitis – bedrop.de
Periorale Dermatitis – bedrop.de
  • Entspannungsübungen (z.B. Yoga, Meditation)
  • Regelmäßige Bewegung
  • Ausreichend Schlaf
  • Gesprächstherapie

5. Geduld:

Periorale Dermatitis ist eine hartnäckige Erkrankung, die Zeit braucht, um abzuheilen. Seien Sie geduldig mit sich selbst und geben Sie nicht auf. Mit der richtigen Behandlung und einer konsequenten Hautpflege können Sie Ihre Symptome in den Griff bekommen und Ihre Haut beruhigen.

"Es ist wichtig zu verstehen, dass periorale Dermatitis kein kosmetisches Problem ist, sondern eine ernstzunehmende Hauterkrankung, die professionelle Hilfe erfordern kann."

Die Nulltherapie ist nicht die einzige Lösung bei perioraler Dermatitis. Eine Kombination aus sanfter Hautpflege, Vermeidung von Auslösern, ärztlicher Beratung und Stressmanagement kann Ihnen helfen, Ihre Haut zu beruhigen und Ihr Wohlbefinden zu verbessern.

Haben Sie bereits andere Behandlungen bei perioraler Dermatitis ausprobiert, die Ihnen geholfen haben? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

Periorale dermatitis (Mundrose) | ZAVA Periorale Dermatitis Behandlung Hamburg | Elbklinik Hamburg Periorale Dermatitis - Auslöser & Behandlung

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