Kennst du das Gefühl, wenn du ein Kochbuch aufschlägst und dich fragst, ob die Leute, die diese Rezepte schreiben, überhaupt jemals selbst gekocht haben? Da steht dann was von "einfach 200 Gramm Butter schmelzen" und du denkst: "Ja, einfach, wenn man eine Butterfabrik im Keller hat!" Nicht-fiktionale Texte, besonders solche, die einem etwas beibringen wollen, können ganz schön skurril sein.
Nehmen wir mal an, du liest eine Anleitung für den Zusammenbau eines IKEA-Regals. Da sind diese kleinen, stummen Männchen, die mit Schraubenziehern herumfuchteln. Sie schauen immer so fröhlich aus, als würden sie gerade ein Einhorn zusammenbauen, statt eines Regals, das in drei Monaten auseinanderfällt. Und die Anweisungen? Ein Labyrinth aus Pfeilen und kryptischen Symbolen. Manchmal fragt man sich, ob IKEA die Anleitungen absichtlich so gestaltet, damit wir alle ein bisschen mehr Geduld lernen… oder einfach wütend werden und das Regal gegen die Wand schmeißen.
Oder wie wäre es mit einem juristischen Dokument? Stellen Sie sich vor, Sie lesen einen Mietvertrag. Da steht dann so etwas wie: "Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache in einem Zustand zu erhalten, der den vertragsgemäßen Gebrauch durch den Vermieter oder von ihm beauftragte Dritte ermöglicht." Was? Heißt das, ich muss die Wohnung so sauber halten, dass der Vermieter jederzeit ein Picknick im Wohnzimmer veranstalten kann? Juristische Texte sind Meister darin, einfache Dinge kompliziert klingen zu lassen. Vielleicht ist das ja auch Absicht, damit wir alle lieber einen Anwalt beauftragen, bevor wir etwas unterschreiben.
Wissenschaftliche Abhandlungen sind ein weiteres Highlight der nicht-fiktionalen Welt. Da werden dann irgendwelche obskuren Studien über das Paarungsverhalten von Wüstenkäfern beschrieben. Super spannend, wenn man gerade nichts Besseres zu tun hat, als Wüstenkäfer zu beobachten. Aber mal ehrlich, wer liest so was freiwillig? Und dann diese Fachbegriffe! Man stolpert über Wörter, die klingen, als hätte sich jemand beim Scrabble verirrt und einfach wahllos Buchstaben aneinandergereiht. Aber hey, immerhin lernen wir etwas über die Welt der Wüstenkäfer. Und vielleicht können wir das Wissen ja mal bei "Wer wird Millionär?" zu Geld machen.
Ein besonders amüsantes Beispiel ist die Gebrauchsanweisung für ein Medikament. Da steht dann unter "Nebenwirkungen" eine ellenlange Liste von Dingen, die passieren könnten. Von "leichtem Unbehagen" bis hin zu "spontaner Selbstentzündung" ist alles dabei. Man fragt sich, ob es nicht sicherer wäre, einfach krank zu bleiben.
Identifying Nonfiction Text Structure
Wenn Geschichte zum Schlaflied wird
Und dann gibt es da noch Geschichtsbücher. Wer hat eigentlich entschieden, dass Geschichte so staubtrocken sein muss? All diese Jahreszahlen, Namen und Schlachten… Manchmal wünscht man sich, die Geschichte wäre ein bisschen wie bei Harry Potter, mit sprechenden Bildern und verzauberten Artefakten. Aber nein, stattdessen bekommt man endlos lange Aufzählungen von Königen und Kriegen. Zum Glück gibt es aber auch Geschichtsbücher, die versuchen, das Ganze etwas aufzulockern und uns die skurrilen und menschlichen Seiten der Vergangenheit zu zeigen. Geschichten über exzentrische Könige, verrückte Erfindungen und alltägliche Probleme der Menschen, die vor uns gelebt haben. Das ist dann schon wieder richtig spannend.
Nicht-fiktionale Texte können also ganz schön unterhaltsam sein, wenn man sie mit Humor betrachtet. Sie sind wie eine Wundertüte, gefüllt mit unnützem Wissen, skurrilen Fakten und unfreiwilliger Komik. Und manchmal, ganz selten, findet man sogar etwas, das einem wirklich weiterhilft. Aber selbst wenn nicht, hat man zumindest etwas zu lachen gehabt.
Nonfiction TEXT FEATURES Posters & Activities - Made By Teachers
Das nächste Mal, wenn du also einen nicht-fiktionalen Text in die Hand nimmst, versuche, ihn nicht nur als Informationsquelle zu sehen, sondern auch als potenzielle Comedy-Goldmine. Wer weiß, vielleicht entdeckst du ja die lustige Seite der Gebrauchsanweisung oder die skurrile Wahrheit hinter einem historischen Ereignis. Und vielleicht lernst du sogar, wie man ein IKEA-Regal zusammenbaut, ohne dabei den Verstand zu verlieren. Oder zumindest, wie man es am besten gegen die Wand wirft. Viel Spaß beim Lesen!
Denn selbst die trockensten Texte können zum Schmunzeln anregen, wenn man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen.