Need For Speed Rivals Mit Lenkrad Spielen

Wisst ihr, was passiert, wenn man einem ganz normalen Sonntagsfahrer, der sein Auto sonst nur zum Brötchen holen und zum Baumarkt lenkt, ein Rennspiel wie Need For Speed Rivals in die Hand drückt – und dann auch noch ein Lenkrad dazu?
Chaos. Pures, unverdünntes Chaos. Aber auch eine Menge Lachen. Und vielleicht, ganz vielleicht, ein bisschen Ehrfurcht vor der Geschwindigkeit.
Ich war der Sonntagsfahrer. Und das Lenkrad war eine Leihgabe meines technisch versierteren Neffen. Er meinte, es würde das Spielerlebnis „exponentiell verbessern“. Ich dachte eher, es würde meine Koordinationsfähigkeit exponentiell herausfordern. Bisher hatte ich mich auf Tastatur und Maus verlassen, eine Kombination, die zwar nicht gerade realistisch war, aber immerhin funktionierte.
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Die ersten holprigen Meter
Die Installation des Lenkrads war schon eine Odyssee für sich. Kabel überall, Treiber, die sich weigerten, ordnungsgemäß zu funktionieren, und Anleitungen, die in einer Sprache geschrieben schienen, die zwar Deutsch ähnelte, aber es irgendwie auch nicht war. Am Ende half nur die Drohung mit dem Auszug des Neffen und eine halbe Stunde Geduld, bis alles endlich lief.
Dann der Moment der Wahrheit: Need For Speed Rivals mit Lenkrad. Die ersten Meter waren… interessant. Sagen wir mal so: Mein virtueller Mustang hatte mehr Kontakt mit Leitplanken als mit Asphalt. Ich driftete nicht, ich schleuderte. Ich beschleunigte nicht, ich schoss los wie eine Rakete, die ihren Kurs verloren hat.

Die Nachbarn müssen gedacht haben, ich schlage gerade jemanden, so wild, wie ich am Lenkrad riss. Die Geräuschkulisse war ohrenbetäubend: das Quietschen der Reifen im Spiel, mein Stöhnen der Anstrengung, und dazwischen immer wieder ein frustriertes „Verdammt!“.
Die unerwartete Sucht
Und doch, inmitten all des Chaos, spürte ich etwas: den Hauch von Kontrolle. Das Gefühl, das Auto wirklich zu spüren, auch wenn es sich anfühlte, als würde es mich gerade durch Redview County schleudern. Es war anders als mit Tastatur und Maus. Intensiver. Realistischer. (Okay, vielleicht nicht realistisch, aber realistischer als alles, was ich bisher erlebt hatte.)
Ich wurde süchtig.

Plötzlich verbrachte ich Abende damit, mich durch die virtuelle Landschaft zu jagen, immer noch mehr Leitplanken küssend als nötig, aber mit jedem Rennen ein bisschen besser, ein bisschen schneller, ein bisschen kontrollierter. Ich lernte, den Drift zu lieben, die Beschleunigung zu schätzen und die Herausforderung anzunehmen.
Ich wurde ein Raser – zumindest im virtuellen Sinne.
Die peinlichen Pannen
Natürlich gab es auch Momente, die ich am liebsten unter den Teppich gekehrt hätte. Wie der, als ich mitten in einem hitzigen Rennen aus Versehen den Stecker des Lenkrads zog und mein virtuelles Auto unkontrolliert gegen einen Baum krachte. Oder der, als ich so in das Spiel vertieft war, dass ich völlig vergaß, Abendessen zu kochen, und meine Familie sich mit Tiefkühlpizza begnügen musste.

Aber das gehört dazu. Es ist Teil des Charmes. Es ist das, was das Ganze so… menschlich macht.
Und dann war da noch der Moment, als mein Kater beschloss, während eines besonders kritischen Rennens auf meinen Schoß zu springen. Ich versuchte, ihn sanft wegzuschieben, verlor aber die Kontrolle über das Lenkrad und landete in einem See. Der Kater war not amused.
Mehr als nur ein Spiel
Am Ende war es mehr als nur ein Spiel. Es war eine Lektion in Geduld, Ausdauer und dem Akzeptieren von Missgeschicken. Es war eine Gelegenheit, aus meiner Komfortzone auszubrechen und etwas Neues zu lernen. Und es war vor allem eine Menge Spaß.

Also, wenn ihr das nächste Mal die Möglichkeit habt, Need For Speed Rivals mit einem Lenkrad zu spielen, tut es. Auch wenn ihr euch für den größten Sonntagsfahrer der Welt haltet. Auch wenn ihr befürchtet, dass ihr euch blamieren werdet.
Denn am Ende zählt nur eins: der Spaß. Und der ist mit einem Lenkrad garantiert. Versprochen! (Leitplanken-Kontakte nicht inbegriffen.) Und vergesst nicht, eure Haustiere rechtzeitig in Sicherheit zu bringen!
Ach ja, und mein Neffe? Der kriegt sein Lenkrad vorerst nicht wieder. Ich muss ja schließlich noch üben!
