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Nachgeburt Hund Kommt Nicht Raus


Nachgeburt Hund Kommt Nicht Raus

Die Geburt eines Welpen ist ein aufregender und oft anstrengender Prozess für Hündinnen. Ein wichtiger, aber manchmal übersehener Teil dieser Phase ist die Nachgeburtsphase, also die Ausscheidung der Plazenta(en) nach der Geburt der Welpen. In einigen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass die Nachgeburt bei der Hündin nicht oder nicht vollständig herauskommt. Dieser Zustand kann verschiedene Ursachen haben und potenziell ernsthafte Komplikationen für die Hündin nach sich ziehen. Daher ist es wichtig, die Anzeichen zu erkennen und bei Bedarf schnell zu handeln.

Was ist die Nachgeburt und warum ist sie wichtig?

Die Plazenta, oder Mutterkuchen, ist ein lebenswichtiges Organ, das sich während der Trächtigkeit entwickelt. Sie verbindet die Hündin mit jedem einzelnen Welpen und versorgt ihn über die Nabelschnur mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gleichzeitig werden Abfallprodukte des Welpen über die Plazenta abtransportiert. Nach der Geburt jedes Welpen sollte sich die Plazenta von der Gebärmutterwand lösen und ausgestoßen werden. Manchmal kommt sie gleichzeitig mit dem Welpen, manchmal kurz danach. Jede Hündin hat so viele Plazenten, wie sie Welpen geboren hat.
Die vollständige Ausscheidung der Nachgeburten ist essenziell, da zurückbleibende Plazentareste in der Gebärmutter zu Infektionen (Metritis) und Blutungen führen können. Diese Komplikationen können die Gesundheit der Hündin gefährden und sogar lebensbedrohlich werden.

Ursachen, wenn die Nachgeburt nicht herauskommt

Es gibt verschiedene Gründe, warum die Nachgeburt bei einer Hündin nicht oder nicht vollständig ausgestoßen wird:

  • Uterusatonie: Eine Erschlaffung der Gebärmuttermuskulatur kann dazu führen, dass sich die Gebärmutter nicht ausreichend zusammenzieht, um die Nachgeburt auszustoßen.
  • Verklemmung: Die Nachgeburt kann in der Gebärmutter stecken bleiben, beispielsweise durch eine ungünstige Lage oder durch Adhäsionen (Verklebungen).
  • Teilweise Ausscheidung: Es kann vorkommen, dass nur ein Teil der Plazenta ausgestoßen wird, während der Rest in der Gebärmutter verbleibt.
  • Welpen im Geburtskanal: Ein Welpe, der im Geburtskanal feststeckt, kann die Ausscheidung der Nachgeburt blockieren.
  • Allgemeine Schwäche der Hündin: Eine geschwächte oder erschöpfte Hündin kann Schwierigkeiten haben, die notwendigen Kontraktionen für die Ausscheidung der Nachgeburt aufzubringen.

Symptome und Anzeichen

Achten Sie auf folgende Symptome, die darauf hindeuten können, dass die Nachgeburt nicht vollständig ausgestoßen wurde:

  • Starker, anhaltender Ausfluss: Ein übelriechender, blutiger oder eitriger Ausfluss aus der Scheide ist ein deutliches Warnsignal.
  • Fieber: Eine erhöhte Körpertemperatur (über 39,5°C) kann auf eine Infektion hinweisen.
  • Appetitlosigkeit und Trägheit: Die Hündin wirkt apathisch, frisst nicht und zeigt wenig Interesse an ihren Welpen.
  • Bauchschmerzen: Die Hündin kann empfindlich auf Berührung im Bauchbereich reagieren.
  • Unruhe und Winseln: Die Hündin wirkt unruhig und winselt möglicherweise aufgrund von Schmerzen oder Unbehagen.
  • Verlängerte Wehen: Anhaltende, schwache Wehen ohne Fortschritt in der Geburt können ein Hinweis auf Probleme sein.

Es ist wichtig, die Anzahl der ausgestoßenen Plazenten zu dokumentieren und mit der Anzahl der geborenen Welpen zu vergleichen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob alle Nachgeburten vollständig ausgestoßen wurden, sollten Sie umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Diagnose und Behandlung

Der Tierarzt wird die Hündin gründlich untersuchen, um die Ursache des Problems zu ermitteln. Dies kann eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenaufnahme des Bauchraums beinhalten, um festzustellen, ob sich noch Plazentareste in der Gebärmutter befinden.
Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Schweregrad der Situation ab:

  • Medikamentöse Behandlung: Medikamente wie Oxytocin können verabreicht werden, um die Gebärmutterkontraktionen anzuregen und die Ausscheidung der Nachgeburt zu fördern. Antibiotika werden eingesetzt, um eine Infektion zu bekämpfen.
  • Manuelle Entfernung: In einigen Fällen kann der Tierarzt versuchen, die Nachgeburt manuell zu entfernen. Dies sollte jedoch nur von einem erfahrenen Tierarzt durchgeführt werden, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Operation: In schweren Fällen, insbesondere bei einer Gebärmutterinfektion (Pyometra) oder wenn andere Behandlungen erfolglos bleiben, kann eine Gebärmutterentfernung (Ovariohysterektomie) erforderlich sein. Dies ist ein schwerwiegender Eingriff, kann aber lebensrettend sein.

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Vorbeugung

Obwohl es nicht immer möglich ist, Komplikationen vollständig zu verhindern, können einige Maßnahmen dazu beitragen, das Risiko zu minimieren:

  • Gute Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass die Hündin während der Trächtigkeit optimal versorgt wird.
  • Überwachung der Geburt: Beobachten Sie den Geburtsvorgang aufmerksam und notieren Sie die Anzahl der geborenen Welpen und der ausgestoßenen Plazenten.
  • Frühzeitige tierärztliche Untersuchung: Bei Anzeichen von Komplikationen sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
  • Ruhige und stressfreie Umgebung: Sorgen Sie für eine entspannte Umgebung während der Geburt, um Stress und Komplikationen zu reduzieren.

Fazit

Das Zurückbleiben der Nachgeburt nach der Welpengeburt kann ein ernstes Problem für Hündinnen darstellen. Eine frühzeitige Erkennung der Symptome und eine schnelle tierärztliche Behandlung sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und die Gesundheit der Hündin zu gewährleisten. Eine aufmerksame Beobachtung während und nach der Geburt, kombiniert mit einer guten Vorbereitung, kann dazu beitragen, dieses Risiko zu minimieren.

Nachgeburt - Ist das wirklich so ekelig oder eher doch nicht? Mein Hund kommt nicht auf Zuruf » Rückruftraining - Tierischehelden.de Hund kommt nicht zur Ruhe - Stress erkennen und abbauen Hund kommt nicht zur Ruhe - Stress erkennen und abbauen Der Hund kommt. – keinzahnkatzen.de

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