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Muss Man Als Azubi Steuern Zahlen


Muss Man Als Azubi Steuern Zahlen

Hallo! Du hast gerade deine Ausbildung begonnen und bist voller Tatendrang. Aber dann kommt der erste Gehaltszettel und du siehst, dass Steuern abgezogen werden. Das ist erstmal ein Schock, oder? Viele Azubis sind verunsichert und fragen sich: Muss ich als Azubi wirklich Steuern zahlen? Und wenn ja, wie funktioniert das überhaupt?

Keine Sorge, du bist nicht allein! In diesem Artikel erklären wir dir alles Wichtige rund um das Thema Steuern in der Ausbildung. Wir zeigen dir, warum du Steuern zahlst, welche Abzüge es gibt und wie du eventuell sogar Geld zurückbekommen kannst.

Warum muss ich als Azubi Steuern zahlen?

Grundsätzlich gilt: Jeder, der Einkommen erzielt, muss in Deutschland Steuern zahlen. Das gilt auch für Auszubildende. Diese Steuern finanzieren wichtige öffentliche Leistungen wie Schulen, Straßen, Krankenhäuser und vieles mehr. Dein Ausbildungsgehalt gilt als Einkommen und ist somit steuerpflichtig.

Die gute Nachricht ist aber: Nicht jeder Cent deines Gehalts wird versteuert. Es gibt bestimmte Freibeträge und Pauschalen, die dein zu versteuerndes Einkommen mindern. Dadurch kann es sein, dass du am Ende des Jahres sogar eine Steuererstattung erhältst.

Welche Steuern werden von meinem Ausbildungsgehalt abgezogen?

Auf deinem Gehaltszettel findest du in der Regel folgende Steuerabzüge:

Steuern zahlen im dualen Studium: Alle Infos auf dem Wegweiser
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  • Lohnsteuer: Das ist die wichtigste Steuer für Arbeitnehmer und Auszubildende. Sie richtet sich nach deinem Bruttoeinkommen und deiner Steuerklasse.
  • Solidaritätszuschlag (Soli): Dieser Zuschlag wird auf die Lohnsteuer erhoben und fließt in den Aufbau Ostdeutschlands.
  • Kirchensteuer: Wenn du Mitglied einer Kirche bist, wird die Kirchensteuer automatisch von deinem Gehalt abgezogen.

Zusätzlich zu diesen Steuern werden auch noch Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen:

  • Krankenversicherung: Sorgt für deine medizinische Versorgung.
  • Pflegeversicherung: Unterstützt dich bei Pflegebedürftigkeit.
  • Rentenversicherung: Legt den Grundstein für deine spätere Rente.
  • Arbeitslosenversicherung: Sichert dich im Falle von Arbeitslosigkeit ab.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden in der Regel hälftig von dir und deinem Arbeitgeber getragen. Allerdings gibt es hier bestimmte Einkommensgrenzen, unterhalb derer du von einigen Beiträgen befreit sein kannst.

Müssen Azubis Steuern zahlen? azubi-krankenkasse.de informiert.
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Steuerklasse und Freibeträge: Was ist wichtig?

Deine Steuerklasse bestimmt, wie hoch deine Lohnsteuer ist. Die meisten Auszubildenden sind in Steuerklasse I. Wenn du verheiratet bist oder Kinder hast, kann eine andere Steuerklasse für dich günstiger sein.

Neben der Steuerklasse gibt es auch Freibeträge, die dein zu versteuerndes Einkommen mindern. Der wichtigste Freibetrag ist der Grundfreibetrag. Bis zu diesem Betrag musst du keine Steuern zahlen. Er wird jedes Jahr neu festgelegt und liegt derzeit bei über 10.000 Euro jährlich. Das bedeutet, wenn dein gesamtes Jahreseinkommen unter diesem Betrag liegt, bekommst du die gezahlten Steuern in der Regel komplett zurück.

Steuerklassen für Auzubis Infografik Job, Infographic, Training, First
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Es gibt auch noch andere Freibeträge, die du geltend machen kannst, zum Beispiel für Werbungskosten (Fahrtkosten zur Arbeit, Arbeitsmittel), Sonderausgaben (Spenden) oder außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten).

Wie bekomme ich meine Steuern zurück?

Wenn du der Meinung bist, dass du zu viel Steuern gezahlt hast, kannst du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Das ist ein Formular, in dem du alle deine Einnahmen und Ausgaben angibst. Das Finanzamt prüft dann deine Angaben und berechnet, ob du Anspruch auf eine Steuererstattung hast.

Steuerklasse Azubi • Welche Steuerklasse hast du? · [mit Video]
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Die Einkommensteuererklärung kannst du entweder selbst erstellen oder von einem Steuerberater machen lassen. Es gibt auch spezielle Software, die dir dabei hilft. Die Abgabefrist ist in der Regel der 31. Juli des Folgejahres. Wenn du deine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt, hast du in der Regel länger Zeit.

Wichtig: Auch wenn du nicht verpflichtet bist, eine Steuererklärung abzugeben, kann es sich lohnen, dies zu tun. Viele Auszubildende bekommen so Geld zurück!

Tipps für Azubis zum Thema Steuern:

  • Belege sammeln: Hebe alle Belege für Ausgaben auf, die du in deiner Steuererklärung geltend machen kannst (z.B. Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Fortbildungen).
  • Fahrtkostenpauschale nutzen: Für deine Fahrten zur Ausbildungsstätte kannst du eine Kilometerpauschale in deiner Steuererklärung geltend machen.
  • Arbeitszimmer absetzen: Wenn du zu Hause ein Arbeitszimmer hast, kannst du die Kosten dafür unter bestimmten Voraussetzungen absetzen.
  • Steuererklärung rechtzeitig abgeben: So bekommst du dein Geld schnell zurück.
  • Sich informieren: Es gibt viele Ratgeber und Informationen zum Thema Steuern für Auszubildende. Nutze diese!
  • Professionelle Hilfe: Scheue dich nicht, einen Steuerberater zu konsultieren, wenn du Fragen hast oder unsicher bist.
Merke: Eine Steuererklärung kann sich für dich lohnen, selbst wenn du nur ein geringes Einkommen hast. Viele Azubis bekommen Geld zurück!

Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen, das Thema Steuern in der Ausbildung besser zu verstehen. Hast du noch Fragen oder möchtest deine Erfahrungen mit anderen Azubis teilen? Schreib uns einen Kommentar!

Einkommensteuer für Selbstständige in Deutschland | Accountable Infografik: So viel verdienen Azubis | Statista

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