Mund Hand Fuß Krankheit Erwachsene

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die hauptsächlich Kinder unter 10 Jahren betrifft. Aber auch Erwachsene können sich infizieren, obwohl dies seltener vorkommt und die Symptome oft milder ausfallen. Dieser Artikel soll umfassend über die Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen informieren.
Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit überhaupt?
Die HFMK wird in den meisten Fällen durch das Coxsackie-Virus A16 verursacht. Es gibt aber auch andere Viren aus der Familie der Enteroviren, die die Erkrankung auslösen können. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel, Nasensekret, Blaseninhalt oder Stuhl infizierter Personen. Auch eine Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Husten oder Niesen, ist möglich. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3 bis 6 Tage, das heißt, zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Symptome vergehen einige Tage.
Anders als der Name vermuten lässt, betrifft die HFMK nicht nur Hände, Füße und Mund. Obwohl diese Bereiche typischerweise betroffen sind, können die Symptome auch an anderen Körperstellen auftreten, wie zum Beispiel am Gesäß, an den Genitalien oder sogar an den Knien und Ellenbogen.
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Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Erwachsenen
Die Symptome bei Erwachsenen ähneln denen bei Kindern, sind aber häufig weniger stark ausgeprägt. Einige Erwachsene infizieren sich sogar asymptomatisch, das heißt, sie zeigen keinerlei Symptome, sind aber dennoch ansteckend. Typische Symptome sind:
- Fieber: Oft nur leicht erhöht, kann aber auch höher sein.
- Halsschmerzen: Schmerzen beim Schlucken sind häufig.
- Appetitlosigkeit: Aufgrund der Schmerzen im Mund fällt das Essen schwer.
- Hautausschlag: Rote Flecken, die sich zu Bläschen entwickeln können, treten typischerweise an Händen, Füßen und im Mund auf. Die Bläschen können jucken oder schmerzen.
- Mundschleimhautentzündung: Kleine, schmerzhafte Geschwüre (Aphthen) bilden sich im Mund, insbesondere an Zunge, Wangeninnenseite und Gaumen.
- Allgemeines Unwohlsein: Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen können auftreten.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder Patient alle Symptome entwickelt. Die Symptome können variieren und die Diagnose erschweren. Bei Erwachsenen kann der Ausschlag manchmal auch an anderen Körperstellen auftreten.

Diagnose und Behandlung
Die Diagnose der HFMK erfolgt in der Regel anhand der klinischen Symptome. Der Arzt untersucht den Patienten und achtet auf die typischen Hautausschläge und Bläschen im Mund. In seltenen Fällen, wenn die Diagnose unklar ist, kann ein Abstrich von einer Blase entnommen und im Labor untersucht werden, um das Virus nachzuweisen.
Es gibt keine spezifische Behandlung für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Die Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und den Körper bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen. Empfehlungen sind:

- Schmerzmittel: Paracetamol oder Ibuprofen können bei Fieber und Schmerzen helfen.
- Mundspülungen: Antiseptische Mundspülungen können die Schmerzen im Mund lindern und die Heilung der Aphthen fördern.
- Weiche Nahrung: Vermeiden Sie scharfe, saure oder heiße Speisen, da diese die Schleimhaut zusätzlich reizen können. Kühle, weiche Speisen wie Joghurt oder Eis können wohltuend sein.
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie viel Wasser, Tee oder Brühe, um einer Austrocknung vorzubeugen.
- Bettruhe: Gönnen Sie sich Ruhe und schonen Sie Ihren Körper.
Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Symptome schwerwiegend sind, sich nicht bessern oder Komplikationen auftreten. Dazu gehören beispielsweise eine bakterielle Superinfektion der Haut oder eine Dehydrierung.
Prävention
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist hochansteckend, daher sind Hygienemaßnahmen entscheidend, um die Ausbreitung zu verhindern. Folgende Maßnahmen sind empfehlenswert:
- Häufiges Händewaschen: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und Wasser, besonders nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach dem Kontakt mit infizierten Personen.
- Vermeiden Sie engen Kontakt: Halten Sie Abstand zu Personen, die an der HFMK erkrankt sind. Vermeiden Sie das Teilen von Gläsern, Besteck und Handtüchern.
- Desinfektion: Reinigen und desinfizieren Sie Oberflächen, die häufig berührt werden, wie Türklinken, Spielzeug und Wickeltische.
- Isolation: Infizierte Personen sollten zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden, bis die Symptome abgeklungen sind.
Obwohl die HFMK unangenehm sein kann, ist sie in der Regel harmlos und heilt von selbst innerhalb von ein bis zwei Wochen aus. Mit den richtigen Maßnahmen können die Symptome gelindert und die Ausbreitung der Krankheit verhindert werden.
