Mit Nach Aus Zu Von Bei

Kennt ihr das Gefühl, wenn man in der Küche steht und sich fragt: "Wo gehört jetzt eigentlich der Zucker hin?" Oder wenn man versucht, jemandem den Weg zu beschreiben und dabei völlig durcheinandergerät? Dann seid ihr im Club derer, die sich schon mal mit den kleinen, aber mächtigen Wörtchen mit, nach, aus, zu, von, bei herumgeschlagen haben. Diese sechs Zwerge der deutschen Sprache sind wie kleine Kobolde, die uns gerne mal einen Streich spielen.
Stellt euch vor, ihr wollt sagen: "Ich fahre mit dem Bus zur Arbeit." Kein Problem, oder? Aber was ist, wenn ihr plötzlich überlegt: "Fahre ich vielleicht in dem Bus? Oder auf dem Bus?" Plötzlich wird es kompliziert. Diese Präpositionen, so der korrekte Fachausdruck, bestimmen nämlich, wie und wo etwas passiert. Und sie haben es faustdick hinter den Ohren!
Eine Reise durch den Präpositions-Dschungel
Fangen wir mit mit an. Mit ist ein geselliger Typ. Er ist gerne dabei, wenn etwas zusammen gemacht wird. "Ich gehe mit meinen Freunden ins Kino." Oder: "Ich esse Pizza mit Salami." Mit liebt die Gemeinschaft!
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Weiter geht's nach. Nach ist ein Weltenbummler. Er zeigt uns die Richtung. "Ich fahre nach Italien." Oder: "Nach dem Essen mache ich einen Spaziergang." Nach weiß immer, wo es langgeht (oder zumindest, wo es hingehen soll!).
Dann haben wir aus. Aus ist ein Aussteiger. Er kommt von drinnen nach draußen. "Ich komme aus Berlin." Oder: "Ich nehme das Buch aus dem Regal." Aus ist ein Befreier, ein Entdecker.

Jetzt kommt zu. Zu ist ein Zuwender, ein Freund. Er bringt uns näher. "Ich gehe zu meinem Arzt." Oder: "Ich schenke dir etwas zu deinem Geburtstag." Zu ist ein sozialer Kleber.
Nicht zu vergessen von. Von ist ein Geschichtenerzähler. Er berichtet, woher etwas kommt. "Das Buch ist von meinem Opa." Oder: "Ich träume von Urlaub." Von hat viele Geschichten auf Lager.
Und schließlich bei. Bei ist ein Nachbar, ein Anwesender. "Ich wohne bei meinen Eltern." Oder: "Ich bin bei der Arbeit." Bei ist ein zuverlässiger Begleiter.

Wenn die Zwerge tanzen
Das Lustige ist, dass diese kleinen Wörtchen oft in Kombination auftreten und dann erst richtig Chaos stiften können. Denkt an den Satz: "Ich komme aus dem Kino zu dir nach Hause." Da tanzen die Zwerge auf der Zunge!
"Die deutsche Sprache ist wie eine wilde Ehe. Man kann sich darin verlieren, aber man lernt auch, sie zu lieben." – Mark Twain (hätte er das vielleicht gesagt?)
Mehr als nur Grammatik
Aber mit, nach, aus, zu, von, bei sind mehr als nur Grammatik. Sie sind die kleinen Zahnräder, die unsere Sprache am Laufen halten. Sie geben unseren Sätzen Bedeutung und Farbe. Sie helfen uns, die Welt zu beschreiben und uns mit anderen zu verständigen.

Und manchmal, wenn man sich mal wieder verhaspelt hat, kann man einfach lächeln und sich denken: "Na, da haben die kleinen Kobolde wieder zugeschlagen!" Denn am Ende zählt doch, dass wir uns verstehen, egal ob mit oder ohne perfekte Präpositionen.
Also, das nächste Mal, wenn ihr euch mit diesen Wörtchen herumschlagt, denkt daran: Sie sind nicht eure Feinde, sondern eure kleinen, manchmal etwas verwirrten, Freunde. Und mit ein bisschen Übung und Humor werdet ihr sie schon zähmen!
Viel Spaß beim Entdecken der Welt der Präpositionen!
