Mit Freundlichen Grüßen Im Auftrag

Hast du dich jemals gefragt, was diese seltsamen Formeln am Ende einer deutschen E-Mail bedeuten? Keine Sorge, du bist nicht allein! Gerade im beruflichen Kontext stolpert man oft über Begriffe wie "Mit freundlichen Grüßen" und "Im Auftrag". Dieser Artikel soll dir helfen, diese Ausdrücke zu verstehen und sicher in deinen eigenen E-Mails zu verwenden. Wir richten uns speziell an dich, den Schüler oder Studenten, der vielleicht gerade erst anfängt, formelle E-Mails auf Deutsch zu schreiben.
"Mit freundlichen Grüßen" – Dein sicherer Hafen
Beginnen wir mit dem Klassiker: "Mit freundlichen Grüßen" (oft abgekürzt als "MfG"). Stell dir vor, du gibst jemandem am Ende eines Gesprächs die Hand. "Mit freundlichen Grüßen" ist das E-Mail-Äquivalent dazu. Es ist die Standardformel, um eine formelle E-Mail auf Deutsch zu beenden.
Wann verwendest du es?
Must Read
- Fast immer! Es ist die sicherste Wahl für die meisten geschäftlichen oder formellen E-Mails.
- Wenn du den Empfänger nicht persönlich kennst oder ein professionelles Verhältnis pflegst.
- Wenn der Inhalt der E-Mail neutral oder positiv ist.
Warum verwenden wir es?
Es drückt Respekt und Höflichkeit aus. Es zeigt, dass du die Konventionen der formellen Kommunikation kennst und wertschätzt. Denk daran: Gute Manieren machen einen guten Eindruck!
Beispiele:
Situation 1: Du schreibst deinem Professor eine E-Mail, um nach der Deadline für eine Hausarbeit zu fragen:
Sehr geehrte/r Herr/Frau Professor/in [Nachname],
[E-Mail-Inhalt]
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
Situation 2: Du bewirbst dich für ein Praktikum:
Sehr geehrte/r Herr/Frau [Nachname],
[Bewerbungsanschreiben]

Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
Achtung: Es gibt natürlich Alternativen. "Freundliche Grüße" ist etwas informeller und kann verwendet werden, wenn du bereits einen etwas besseren Draht zum Empfänger hast. Aber wenn du dir unsicher bist, bleib lieber bei "Mit freundlichen Grüßen".
"Im Auftrag" (i.A.) – Wenn du für jemand anderen sprichst
Jetzt wird es etwas komplizierter. "Im Auftrag" (abgekürzt als "i.A.") bedeutet, dass du die E-Mail im Namen einer anderen Person schreibst. Das ist wichtig, denn es verändert die Verantwortlichkeit und den Kontext der E-Mail.
Wann verwendest du "Im Auftrag"?
- Wenn du eine E-Mail im Namen deines Chefs/deiner Chefin beantwortest.
- Wenn du eine Anfrage im Namen einer Abteilung oder Organisation bearbeitest.
- Wenn du eine Aufgabe hast, die dich ermächtigt, im Namen einer anderen Person zu handeln.
Warum verwenden wir "Im Auftrag"?
Es ist wichtig, die Klarheit und Transparenz zu wahren. Der Empfänger soll wissen, dass die Nachricht nicht direkt von der Person stammt, deren Name normalerweise damit verbunden wäre. Es zeigt auch, dass du die Autorität hast, im Namen dieser Person zu handeln.
Wie verwendest du "Im Auftrag" richtig?
Es gibt eine feste Reihenfolge. Zuerst die Grußformel, dann dein Name, dann "i.A." und dann der Name der Person, in deren Auftrag du handelst:
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]

i.A.
[Name der Person, in deren Auftrag du handelst]
Beispiele:
Situation 1: Du bist die Sekretärin und beantwortest eine E-Mail im Namen deines Chefs, Herrn Müller:
Sehr geehrte/r Herr/Frau [Nachname],
[E-Mail-Inhalt]
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
i.A.
Herr Müller
Situation 2: Du bist ein studentischer Mitarbeiter und beantwortest Anfragen für das Studienbüro:

Sehr geehrte/r Herr/Frau [Nachname],
[E-Mail-Inhalt]
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
i.A.
Studienbüro [Name der Universität/Hochschule]
Wichtig:
- Stelle sicher, dass du die Erlaubnis hast, im Namen der anderen Person zu handeln.
- Sei dir bewusst, dass du für den Inhalt der E-Mail verantwortlich bist, auch wenn du sie im Auftrag schreibst.
- Wenn du dir unsicher bist, frage nach! Es ist besser, einmal zu viel nachzufragen, als einen Fehler zu machen.
Häufige Fehler vermeiden
Hier sind ein paar Stolpersteine, die du unbedingt vermeiden solltest:
- "Mit freundlichem Gruß": Falsch! Es muss "Mit freundlichen Grüßen" (Plural) heißen.
- "Im Auftrag von": Das ist zwar verständlich, aber nicht die übliche Formulierung. Verwende einfach "Im Auftrag" (i.A.).
- "i.A." ohne den Namen der Person, in deren Auftrag du handelst: Das macht keinen Sinn. Der Empfänger muss wissen, wer die eigentliche Absenderin/der eigentliche Absender ist.
- "Mit freundlichen Grüßen, i.A. [Name] [Dein Name]": Falsche Reihenfolge! Die Reihenfolge ist wichtig: Dein Name, dann "i.A.", dann der Name der Person, in deren Auftrag du handelst.
Noch ein paar Tipps für perfekte E-Mails
- Die Betreffzeile: Sie ist das Aushängeschild deiner E-Mail. Formuliere sie präzise und informativ.
- Die Anrede: "Sehr geehrte/r Herr/Frau [Nachname]" ist die Standardanrede. Wenn du den Namen nicht kennst, verwende "Sehr geehrte Damen und Herren".
- Die Sprache: Achte auf eine höfliche und professionelle Sprache. Vermeide Umgangssprache und Abkürzungen.
- Die Rechtschreibung und Grammatik: Fehler sind peinlich und wirken unprofessionell. Nutze die Rechtschreibprüfung und lies deine E-Mail vor dem Absenden noch einmal Korrektur.
- Die Signatur: Füge deiner E-Mail eine Signatur mit deinen Kontaktdaten hinzu (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse).
Beispiel einer vollständigen E-Mail (mit "Im Auftrag"):
Betreff: Anfrage zur Verschiebung des Abgabetermins für Hausarbeit
Sehr geehrte/r Herr/Frau Professor/in Schmidt,

ich schreibe Ihnen im Namen von Herrn Müller, der aktuell erkrankt ist und seine Hausarbeit voraussichtlich nicht rechtzeitig abgeben kann. Er bittet um eine Verschiebung des Abgabetermins um eine Woche.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
i.A.
Herr Müller
Zusammenfassung: Dein E-Mail-Spickzettel
"Mit freundlichen Grüßen": Deine Standard-Grußformel für formelle E-Mails.
"Im Auftrag" (i.A.): Verwende es, wenn du im Namen einer anderen Person schreibst.
Reihenfolge (bei Verwendung von "Im Auftrag"): Grußformel, Dein Name, i.A., Name der Person, in deren Auftrag du handelst.
Wichtig: Achte auf Höflichkeit, Rechtschreibung und eine klare Betreffzeile.
Fazit: Du hast es drauf!
Formelle E-Mails auf Deutsch müssen keine Raketenwissenschaft sein. Mit den richtigen Werkzeugen und etwas Übung kannst du selbstbewusst und professionell kommunizieren. Denk daran, dass "Mit freundlichen Grüßen" und "Im Auftrag" wichtige Bausteine sind, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Also, ran an die Tasten und zeig, was du kannst! Und vergiss nicht: Übung macht den Meister!
