Meine Mutter Ist Keine Gute Oma

Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle lieben unsere Mütter. Sie haben uns das Leben geschenkt, uns gefüttert, uns die Nase geputzt (manchmal bis wir 18 waren – ja, ich rede von mir!). Aber... manchmal... sind sie einfach nicht die Omas, die wir uns erträumt haben. Meine Mutter? Sagen wir mal so: Sie ist eher eine coole Tante als eine liebevolle Oma, die Kekse backt.
Ich erinnere mich, als meine Tochter geboren wurde. Ich hatte diese kitschige Vorstellung: Meine Mutter strickt kleine Söckchen, liest Gutenachtgeschichten mit sanfter Stimme und backt Apfelkuchen, der nach Heimat riecht. Die Realität? Meine Mutter kam mit einem Hightech-Gadget, das angeblich Babys besser beruhigt als menschliche Zuwendung, und fragte, ob sie das WLAN-Passwort haben könne. Apfelkuchen? Eher ein Lieferservice-Pizza-Date.
Kein Missverständnis: Ich liebe meine Mutter. Aber ihre Oma-Skills sind... sagen wir mal... unkonventionell. Anstatt Geschichten von früher zu erzählen, erklärt sie meiner Tochter die Vorzüge von Künstlicher Intelligenz. Anstatt Schaukelpferd, gibt es eine Einführung in Python-Programmierung. (Okay, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ihr versteht den Punkt!).
Must Read
Es ist, als hätte man einen Ferrari statt eines VW-Busses. Beide bringen dich ans Ziel, aber der Ferrari ist... naja, etwas schneller und vielleicht nicht so familienfreundlich, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist.
Die Sache mit den Erwartungen
Vielleicht liegt das Problem auch bei uns. Wir haben diese idealisierten Bilder von Omas, die von Disney und Co. geprägt wurden. Die Realität ist aber, dass Omas auch nur Menschen sind. Und manche Menschen sind eben besser im Programmieren als im Stricken. (Und das ist völlig okay!)

Ich meine, wer sagt denn, dass eine Oma zwingend Kekse backen muss? Meine Mutter ist besser darin, meiner Tochter beizubringen, wie man ein Drohnenvideo schneidet. Ist das weniger wertvoll? Ich glaube nicht. Es ist einfach... anders.
Stellt euch vor, ihr erwartet eine Rose und bekommt eine Orchidee. Beide sind wunderschön, aber eben auf ihre eigene Art und Weise. Und vielleicht ist die Orchidee ja sogar spannender.

Akzeptanz und Humor
Der Schlüssel ist, die Situation mit Humor zu nehmen. Ich lache oft darüber, wie meine Mutter versucht, meiner Tochter Quantenphysik zu erklären, während diese eigentlich nur einen Keks will. Es ist absurd, aber auch unglaublich lustig.
Ich habe gelernt, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Meine Mutter ist keine traditionelle Oma. Aber sie ist einzigartig und sie liebt meine Tochter auf ihre ganz eigene, manchmal etwas verrückte Art und Weise. Und das ist letztendlich das, was zählt.

Außerdem, seien wir ehrlich: Ein bisschen "coole Tante"-Energie kann nicht schaden. Meine Tochter hat jetzt schon einen besseren Überblick über die neuesten Tech-Trends als ich. Vielleicht wird sie ja mal die nächste Mark Zuckerberg – dank meiner "nicht-so-guten-Oma".
Also, wenn eure Mutter auch eher die Art von Oma ist, die mit dem Enkelkind einen Roboter baut, anstatt ihm Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen, dann seid beruhigt: Ihr seid nicht allein. Umarme die Einzigartigkeit und lache darüber. Denn am Ende des Tages ist es die Liebe, die zählt – egal, wie sie sich äußert.
