Martin Suter Die Dunkle Seite Des Mondes

Hey Leute, habt ihr schon mal von Martin Suters "Die dunkle Seite des Mondes" gehört? Wenn nicht, dann schnallt euch an, denn ich nehme euch mit auf einen Trip, der euch garantiert umhauen wird. Es ist wie eine Achterbahnfahrt der Psyche, nur ohne Loopings, dafür aber mit jeder Menge Pilzen. Ja, richtig gelesen: Pilze!
Was macht dieses Buch so besonders? Na, es ist die Mischung aus realistischer Wirtschaftswelt und einem Trip in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Und das Ganze gewürzt mit einer Prise Schweizer Charme. Klingt schräg? Ist es auch!
Ein Banker auf Droge?
Stellt euch vor: Urs Blank, ein erfolgreicher Top-Manager, ein Mann, der die Welt der Zahlen beherrscht. Er ist der Inbegriff von Rationalität und Kontrolle. Aber dann trifft er Lucille, eine junge Frau, die ihn in die Welt der psychedelischen Pilze einführt. Was passiert dann? Nun, sein Leben nimmt eine Wendung, die selbst die kühnsten Börsenmakler nicht vorhersehen konnten.
Must Read
Er fängt an, die Welt anders wahrzunehmen, seine rationalen Denkweisen lösen sich auf, und er entdeckt eine dunkle Seite in sich selbst, die er nie für möglich gehalten hätte. Ist das nicht faszinierend? Es ist, als würde man einem Roboter dabei zusehen, wie er plötzlich Gefühle entwickelt – nur eben mit Pilzen statt Software-Updates.
Warum ist das so fesselnd? Weil wir alle eine dunkle Seite haben. Wir alle tragen Anteile in uns, die wir lieber verstecken, die wir nicht zeigen wollen. Suter spielt gekonnt mit diesen Urängsten und Sehnsüchten.

Vom Manager zum Aussteiger?
Blank verwandelt sich langsam von einem Anzugträger in einen… nun ja, in etwas ganz anderes. Er verliert die Kontrolle, seine Entscheidungen werden irrationaler, und er driftet immer weiter ab. Es ist wie bei "Fight Club", nur dass Tyler Durden diesmal von halluzinogenen Pilzen inspiriert wurde.
Die Geschichte ist spannend erzählt, Suter versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Man fiebert mit Blank mit, leidet mit ihm, obwohl er eigentlich ein ziemlicher Kotzbrocken ist. Oder gerade deswegen?
Mehr als nur ein Drogentrip
Aber "Die dunkle Seite des Mondes" ist mehr als nur eine Geschichte über Drogen und Wahnvorstellungen. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur, mit den Zwängen der modernen Gesellschaft und mit der Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein.
![[Lesenswert] Die dunkle Seite des Mondes - Martin Suter - Leonas Lalaland](http://leonas-lalaland.de/wp-content/uploads/2017/04/IMG_4833.jpg)
Suter kritisiert subtil die Oberflächlichkeit der Finanzwelt und die Entfremdung des modernen Menschen von der Natur. Er zeigt, wie schnell ein Mensch, der sein Leben lang auf Erfolg und Leistung getrimmt wurde, die Kontrolle verlieren kann, wenn er mit seinen eigenen Abgründen konfrontiert wird. Ist das nicht ein bisschen wie bei uns allen?
Ich meine, wer von uns hat nicht schon mal das Gefühl gehabt, dem Hamsterrad entfliehen zu wollen? Wer von uns hat nicht schon mal davon geträumt, alles hinzuschmeißen und ein neues Leben anzufangen? Blank tut es – auf seine ganz eigene, sagen wir mal, "pilzige" Art.

Fazit: Ein Muss für alle, die es etwas düsterer mögen
Wenn ihr also auf der Suche nach einem Buch seid, das euch zum Nachdenken anregt, das euch gleichzeitig unterhält und ein bisschen verstört, dann ist "Die dunkle Seite des Mondes" genau das Richtige für euch. Es ist keine leichte Kost, aber es ist eine lohnende Reise in die Untiefen der menschlichen Psyche.
Also, worauf wartet ihr noch? Holt euch das Buch, macht euch einen Tee (vielleicht lieber keinen Pilztee) und lasst euch von Martin Suter in eine Welt entführen, die dunkler ist als die dunkelste Nacht. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr dabei ja auch eure eigene dunkle Seite… 😉
Und hey, vergesst nicht: Alles nur Fiktion… oder etwa doch nicht?
