Mann Verschränkt Arme Hinter Dem Kopf

Okay, ich muss es einfach mal sagen. Ich habe eine Meinung. Eine, die vielleicht nicht jeder teilt. Eine, die einige vielleicht sogar als… kontrovers bezeichnen würden. Aber ich stehe dazu: Ich mag es nicht, wenn ein Mann die Arme hinter dem Kopf verschränkt.
Ich weiß, ich weiß. Das klingt jetzt total oberflächlich. Und vielleicht ist es das auch. Aber es ist nun mal so. Irgendwas daran stört mich einfach.
Vielleicht liegt es daran, dass es oft so nach "Ich bin der Größte!" aussieht. So nach dem Motto: "Schaut her, ich bin entspannt und lässig, während ihr euch hier abstrampelt." Wisst ihr, was ich meine?
Must Read
Ich sitze im Bus, und da ist er. Der Typ. Arme hinter dem Kopf verschränkt. Beine breitbeinig auseinander. Blick: gelangweilt. Ich denke mir dann immer: "Bruder, räum mal deine Ellbogen weg. Und vielleicht könntest du auch mal jemandem deinen Platz anbieten?"
Oder im Meeting. Der Kollege (nennen wir ihn mal Klaus). Der Vortrag ist langweilig, zugegeben. Aber anstatt sich Notizen zu machen oder zumindest so zu tun, verschränkt Klaus die Arme hinter dem Kopf und gähnt demonstrativ. Ich möchte ihm dann am liebsten einen Edding in die Hand drücken und ihm sagen: "Hier, mal dir doch einfach was Schönes auf deine Stirn!"
Und dann gibt es da noch die Variante im Schwimmbad. Der Typ, der am Beckenrand steht, Arme hinter dem Kopf verschränkt, und die Gegend abcheckt. Ich weiß ja nicht, aber irgendwie wirkt das auf mich immer etwas… aufdringlich. So nach dem Motto: "Ich bin hier, um euch zu beurteilen."

Klar, es gibt Ausnahmen. Wenn Mann sich gerade nach einem anstrengenden Workout dehnt, okay, akzeptiert. Oder wenn er im Urlaub in einer Hängematte liegt und einfach nur die Sonne genießt. Dann ist das Arme-hinter-dem-Kopf-verschränken sogar irgendwie passend.
Aber im Alltag? In der Öffentlichkeit? Irgendwie… ne. Einfach ne. Da habe ich das Gefühl, dass es oft eher eine Pose ist. Eine Art, Dominanz zu zeigen. Oder einfach nur, um cool auszusehen. Aber meistens sieht es einfach nur unbequem und ein bisschen protzig aus.
Warum stört mich das so?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Vielleicht ist es einfach nur eine Marotte von mir. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst nie so richtig lässig sein konnte. Ich bin eher der Typ, der sich nervös die Hände reibt oder an seinen Fingernägeln kaut.
Vielleicht ist es auch die Assoziation mit Faulheit. Mit "Ich habe es geschafft, ihr nicht." Mit "Ich bin zu cool für das hier."

Oder vielleicht ist es einfach nur… der Anblick. Irgendwie finde ich es einfach nicht attraktiv. Tut mir leid, Männer dieser Welt.
Ich will hier niemanden verurteilen. Jeder soll so sein, wie er ist. Und wenn das für manche Männer bedeutet, die Arme hinter dem Kopf zu verschränken, dann ist das auch okay. Wirklich!
Aber ich persönlich… ich werde innerlich immer ein bisschen zusammenzucken. Und mir denken: "Könntest du das bitte lassen?"
Vielleicht bin ich da einfach ein bisschen… komisch. Vielleicht ist das wirklich eine unpopuläre Meinung. Aber hey, dafür sind wir doch da, oder? Um auch mal unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

Und ganz ehrlich? Vielleicht ist es ja auch nur, weil ich neidisch bin. Neidisch auf die Männer, die so lässig und entspannt wirken. Neidisch auf die, die sich nicht darum scheren, was andere von ihnen denken.
Aber trotzdem: Ich bleibe dabei. Ich mag es nicht. Die Arme. Hinter dem Kopf. Verschränkt.
So. Das musste mal raus. Danke fürs Zuhören. Oder Lesen. Oder was auch immer ihr gerade tut. Vielleicht verschränkt ihr ja gerade die Arme hinter dem Kopf. In dem Fall: Tut mir leid!
Und jetzt? Jetzt gehe ich mir erstmal einen Kaffee machen. Und versuche, nicht über Männer mit verschränkten Armen nachzudenken.

Das wird schwer.
Fazit (wenn man denn eins braucht)
Vielleicht ist das Ganze ja auch einfach nur ein großer Witz. Vielleicht sollte ich mich nicht so darüber aufregen. Vielleicht sollte ich einfach mal versuchen, selbst die Arme hinter dem Kopf zu verschränken. Vielleicht fühlt es sich ja ganz gut an. Vielleicht werde ich dann ja auch so lässig.
Aber ich glaube, das lasse ich lieber. Ich bleibe lieber bei meinem Kaffee. Und meinen verkrampften Händen.
Und euch Männern mit den verschränkten Armen? Ich wünsche euch alles Gute. Macht, was ihr wollt. Aber bitte nicht in meiner Nähe. 😉
