Management By Objectives Mbo

Also, stellt euch vor, wir sitzen hier im Café, Cappuccino in der Hand, und ich erzähl euch von 'Management by Objectives', kurz MBO. Klingt erstmal nach einem komplizierten BWL-Begriff, oder? Aber keine Panik, ist gar nicht so wild. Im Grunde geht's darum, Ziele zu setzen, und zwar gemeinsam. Denk an eine Schnitzeljagd, aber statt Schokolade am Ende, gibt's vielleicht eine Gehaltserhöhung oder zumindest das gute Gefühl, was erreicht zu haben. Oder eine neue Kaffeemaschine fürs Büro, je nach Firma...
MBO, das ist wie… na, wie wenn man versucht, einen Haufen Katzen in dieselbe Richtung zu dirigieren. Nur dass die Katzen hier die Mitarbeiter sind und die Richtung das gemeinsame Ziel. Manchmal klappt's besser, manchmal schlechter. Aber ohne Ziel, da rennen die Fellknäuel ja komplett planlos durch die Gegend, und das Chaos wäre perfekt!
Die Geburtsstunde des Ziel-Tohuwabohus
Must Read
Angefangen hat das Ganze in den 50er Jahren mit Peter Drucker, einem Guru der Managementlehre. Der Mann hatte vermutlich den Weitblick, um zu erkennen, dass ein Unternehmen mehr ist als nur eine Ansammlung von Leuten, die einfach irgendwas tun. Er erkannte, dass klare Ziele und die Beteiligung der Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg sind. Stellt euch vor, Drucker sitzt da, umgeben von rauchenden Pfeifen und Stapeln von Büchern, und denkt sich: "Moment mal, es muss doch einen besseren Weg geben, als die Leute einfach nur anzuschreien!"
Wie MBO in der Praxis aussieht (oder auch nicht)

Also, die Idee ist simpel: Manager und Mitarbeiter setzen sich zusammen und legen gemeinsam Ziele fest. Diese Ziele sollen SMART sein:
- Spezifisch (also nicht "irgendwas besser machen", sondern "Umsatz im Bereich X um 10% steigern")
- Messbar (damit man auch weiß, ob man's erreicht hat – "mehr lächeln" ist da eher suboptimal)
- Attraktiv (naja, zumindest erstrebenswert – keiner will ein Ziel, das ihn nur frustriert)
- Realistisch (man sollte die Ziele auch wirklich erreichen können, sonst demotiviert das nur)
- Terminiert (es braucht einen Stichtag, sonst zieht sich das ewig hin)
Wenn ihr euch jetzt fragt, ob das in der Realität wirklich so rosig abläuft: Manchmal ja, manchmal nein. Ich hab' schon Firmen erlebt, da wurden die Ziele von oben diktiert und die Mitarbeiter durften nur noch "Ja und Amen" sagen. Das ist dann eher "Management by Orders" und hat mit MBO herzlich wenig zu tun. Und der Motivationsfaktor tendiert gegen Null.
Die Licht- und Schattenseiten

MBO hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Vorteile:
- Klarheit: Jeder weiß, woran er ist und was von ihm erwartet wird.
- Motivation: Wenn man bei der Zielsetzung mitreden darf, ist man eher motiviert, das Ziel auch zu erreichen.
- Leistung: Studien zeigen, dass MBO die Leistung steigern kann (wenn es richtig angewendet wird).
Nachteile:

- Bürokratie: Der ganze Prozess kann ganz schön aufwendig sein, mit Zielvereinbarungsgesprächen, Dokumentationen usw.
- Kurzsichtigkeit: Man konzentriert sich vielleicht zu sehr auf die kurzfristigen Ziele und vernachlässigt langfristige Aspekte.
- Druck: Wenn die Ziele zu hoch gesteckt sind, kann das zu Stress und Burnout führen. Und das will ja keiner.
Ein paar Anekdoten aus dem MBO-Nähkästchen
Ich erinnere mich an eine Firma, in der MBO so ernst genommen wurde, dass die Mitarbeiter ihre Ziele sogar auf T-Shirts drucken ließen. Das war dann quasi das neue Firmenlogo. Ob's was gebracht hat, weiß ich nicht, aber lustig war's auf jeden Fall.
Oder die Geschichte von dem Vertriebler, dessen Ziel es war, "mehr Kunden zu akquirieren". Auf Nachfrage, was "mehr" denn genau bedeute, antwortete er: "Einen mehr als letztes Jahr." Kreativ, muss man ihm lassen! Aber nicht unbedingt im Sinne des Erfinders.

Fazit: MBO – Fluch oder Segen?
Tja, was sollen wir sagen? MBO ist kein Allheilmittel, aber es kann ein nützliches Werkzeug sein, um die Leistung eines Unternehmens zu steigern. Wichtig ist, dass es richtig angewendet wird, mit offener Kommunikation, realistischen Zielen und der Beteiligung der Mitarbeiter. Ansonsten ist es nur ein weiterer Management-Hype, der mehr Frust als Nutzen bringt.
Und wenn alles gut läuft, gibt's am Ende der Schnitzeljagd nicht nur Schokolade, sondern vielleicht auch eine neue Kaffeemaschine. Prost!
