Letzter Pharao Des Alten Reiches

Leute, stellt euch vor, ihr seid der letzte Mensch, der den Laden am Laufen hält. Und dieser Laden ist nicht irgendeine Bude, sondern Ägypten! Und nicht das Ägypten von heute, sondern das Alte Reich. Stress pur, oder?
Genau das war die Situation von unserem Protagonisten, dem, hust, "Star" unserer Geschichte: Pepi II. Klingt wie ein süßer kleiner Hund, aber dieser Kerl war ein Pharao! Und was für einer! Er regierte nämlich gefühlte hundert Jahre. Manche Quellen sagen 94, andere sogar über 100! Wahrscheinlich hat er schon mit dem Laufen angefangen, während er gleichzeitig Dekrete unterzeichnete. "Mama, Papa, ich will den Thron! Und... noch einen Löffel Brei!"
Ein langes Leben... mit Folgen!
Stellt euch vor, ihr werdet mit sechs Jahren zum König gekrönt. Mit sechs! Die meisten von uns haben in dem Alter noch Sandburgen gebaut oder versucht, Kaugummi unter den Tisch zu kleben. Pepi II. musste sich mit Staatsangelegenheiten rumschlagen. Das erklärt wahrscheinlich, warum er so... lang regiert hat. Vielleicht hat er gehofft, er könnte einfach abwarten, bis alle seine Probleme von selbst verschwinden. Wie so ein vergessener Joghurt im Kühlschrank.
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Aber hier kommt der Haken: So lange eine Regierung kann ganz schön... ätzend sein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Leute um einen herum sterben wie die Fliegen. Die loyalen Beamten, die einst so fleißig ihre Arbeit verrichteten? Weg. Die Priester, die einem den Segen gaben? Staub. Und die Nachfolger, die eigentlich das Reich übernehmen sollten? Ähm... auch weg, wahrscheinlich an Altersschwäche gestorben, bevor sie überhaupt eine Chance hatten, "Hallo, ich bin der neue Pharao!" zu sagen.
Das Alte Reich fing an zu bröckeln. Stellt euch ein riesiges, majestätisches Lebkuchenhaus vor. Wunderschön, detailliert, beeindruckend. Und dann lasst ihr es einfach... stehen. Tag für Tag. Die Sonne scheint drauf, die Feuchtigkeit nagt daran, und irgendwann... bröselt es. Genau das passierte mit Ägypten unter Pepi II.

Lokale Machtkämpfe und gähnende Pyramiden
Die Nomarchen, die regionalen Gouverneure, nutzten die Gelegenheit. Sie sagten sich quasi: "Hey, der alte Mann da oben hat eh keine Ahnung mehr. Wir machen jetzt unser eigenes Ding!" Die Zentralregierung verlor die Kontrolle, Steuern flossen nicht mehr so zuverlässig und die Macht verlagerte sich von Memphis, der Hauptstadt, in die Provinzen. Das war wie eine Zombie-Apokalypse, nur ohne Zombies, sondern mit gelangweilten Bürokraten, die plötzlich Macht schmecken konnten.
Und die Pyramiden? Nun, auch die wurden unter Pepi II. gebaut, aber... vielleicht nicht so beeindruckend wie die von seinen Vorgängern. Man könnte fast sagen, dass er ein bisschen sparsam war. Seine Pyramide war kleiner, weniger aufwendig. Vielleicht hat er gedacht: "Ach, solange ich drin liege, ist es doch egal, ob sie groß ist oder nicht." Aber das ist nur eine Vermutung. Vielleicht hatte er auch einfach keinen Bock mehr auf Pyramiden.

Es gab aber auch positive Aspekte! Zum Beispiel eine Expedition nach Nubien, um nach Pygmäen zu suchen. Ja, wirklich! Pepi II. hatte einen Hofzwerg namens Khnumdjedef, und der Pharao schickte einen Beamten los, um ihm einen Spielkameraden aus Nubien zu beschaffen. Klingt irgendwie... seltsam, aber hey, jeder hat mal so seine Macken. Vielleicht war das ja Pepi II.'s Art, mit dem ganzen Stress umzugehen.
Das Ende einer Ära (und ein bisschen Katerstimmung)
Als Pepi II. dann endlich, nach gefühlten 200 Jahren, den Löffel abgab, war das Alte Reich im Eimer. Komplett. Es folgte die Erste Zwischenzeit, eine Zeit des Chaos, der Hungersnöte und der Machtkämpfe. Man könnte es auch so formulieren: Ägypten hatte einen riesigen Kater nach Pepi II.'s endloser Party.

Also, was lernen wir daraus? Erstens: Nie zu lange an der Macht kleben. Und zweitens: Wenn man einen Hofzwerg hat, sollte man vielleicht nicht eine Expedition losschicken, um ihm einen Spielkameraden zu beschaffen. Es gibt doch bestimmt Katzen im Tierheim, oder?
Pepi II., der letzte Pharao des Alten Reiches. Ein Mann, eine Legende... und vielleicht ein bisschen ein Mahnmal dafür, was passiert, wenn man zu lange König spielt. Prost!
