Lat Von Selbst 2 Wörter
Mal ehrlich, wer mag das Wort "selbst" wirklich? Ich meine, es ist überall. "Selbstständig," "selbstbewusst," "Selbstmord," "Selbsthilfe"... Oh Gott, ich brauche Selbsthilfe, um dieses Wort zu vermeiden!
Und dann kommt "von" dazu. "Von selbst." Klingt schon fast poetisch, oder? Find ich aber trotzdem doof. Es ist so... passiv. So als ob Dinge einfach so passieren, ohne dass wir irgendetwas dazu beitragen.
Ich weiß, ich weiß, es ist vielleicht eine unpopuläre Meinung. Wahrscheinlich sitzen jetzt Germanistikstudenten da draußen und schütteln den Kopf. Aber "von selbst" ist für mich wie ein ungebetener Gast auf einer Party. Man will ihn loswerden, aber er klebt wie Kaugummi am Schuh.
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Denkt mal drüber nach. "Das hat sich von selbst erledigt." Wirklich? Hat es das? Oder hat irgendjemand im Hintergrund gewirkt, der jetzt nicht genannt werden will? War es vielleicht ein kleiner Kobold, der nachts fleißig am Werk war? Die Vorstellung gefällt mir besser als "von selbst".
Die Magie der Eigeninitiative
Ich plädiere für mehr Eigeninitiative! Für mehr "ich habe es getan!" statt "es ist von selbst passiert!". Wir sind doch keine willenlosen Marionetten, die von unsichtbaren Kräften gesteuert werden. Oder etwa doch?

Okay, vielleicht manchmal. Aber im Großen und Ganzen sind wir doch die Architekten unseres eigenen Glücks. Wir gestalten unser Leben. Wir treffen Entscheidungen. Und wir sollten stolz darauf sein! Auch wenn wir mal scheitern.
Stellt euch vor, ihr habt ein leckeres Brot gebacken. Sagt ihr dann: "Das Brot hat sich von selbst gebacken"? Nein! Ihr habt Mehl, Wasser, Hefe und Liebe vermischt. Ihr habt den Teig geknetet, ihn gehen lassen und ihn dann im Ofen goldbraun gebacken. Ihr habt das Brot selbst gebacken!
Und genau das ist der Punkt. Wir sollten uns nicht hinter dem Begriff "von selbst" verstecken. Wir sollten unsere Erfolge feiern und unsere Misserfolge als Lernerfahrung betrachten. Wir sollten uns bewusst machen, dass wir die Kontrolle haben. Zumindest meistens.

Die "Von Selbst"-Diät
Ich habe mir sogar überlegt, eine "Von Selbst"-Diät zu machen. Immer wenn ich das Wort höre oder lese, muss ich zehn Liegestütze machen. Das wäre vielleicht eine gute Möglichkeit, um meinen inneren Schweinehund zu besiegen. Und vielleicht auch, um die Welt von diesem unsäglichen Begriff zu befreien. Okay, letzteres ist vielleicht etwas unrealistisch.
Aber hey, man darf ja träumen, oder? Träumen von einer Welt ohne "von selbst". Einer Welt, in der jeder die Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Einer Welt, in der wir uns gegenseitig unterstützen und ermutigen. Einer Welt, in der wir unsere Erfolge gemeinsam feiern.

Und wenn dann doch mal etwas "von selbst" passiert? Dann können wir es immer noch dem kleinen Kobold zuschreiben. Der hat ja schließlich auch seinen Job zu erledigen.
Also, was meint ihr? Bin ich mit meiner "Von Selbst"-Aversion allein? Oder gibt es da draußen noch andere, die dieses Wort auch nicht so prickelnd finden?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Und vielleicht mache ich ja doch noch die Liegestütze. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Beginn einer neuen Fitness-Revolution. Die sich natürlich nicht von selbst entwickelt, sondern durch harte Arbeit und eiserne Disziplin. Versprochen!

P.S. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich diesen Artikel natürlich auch nicht "von selbst" geschrieben habe. Da steckt schon ein bisschen Arbeit drin. Nur so nebenbei.
"Von selbst wird nichts gut." - Ein Zitat, das ich mir eigentlich hätte ausdenken sollen, weil es so gut zu meinem Artikel passt. Aber vielleicht hat es ja auch schon irgendwer gesagt.
