Krätze Wie Sieht Das Aus

Jeder kennt das unangenehme Gefühl von Juckreiz, aber wenn dieser quälend wird und sich hartnäckig hält, könnte es sich um Krätze handeln. Krätze, auch bekannt als Skabies, ist eine hochansteckende Hautkrankheit, die durch winzige Milben verursacht wird, die sich in die Haut eingraben. Dieser Artikel richtet sich an alle, die vermuten, an Krätze erkrankt zu sein, oder sich einfach nur informieren möchten, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Was ist Krätze und wie entsteht sie?
Krätze wird durch die Skabiesmilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht. Diese winzigen Parasiten bohren sich in die oberste Hautschicht, um dort Eier zu legen. Der daraus resultierende Befall löst eine intensive Immunreaktion des Körpers aus, die den charakteristischen Juckreiz verursacht.
Die Übertragung erfolgt in der Regel durch engen, direkten Hautkontakt mit einer infizierten Person. Dies kann beispielsweise beim Händchenhalten, Kuscheln, Geschlechtsverkehr oder dem Teilen von Kleidung und Bettwäsche geschehen. Krätze ist nicht auf mangelnde Hygiene zurückzuführen, sondern kann jeden treffen.
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Wie sieht Krätze aus? Die typischen Symptome
Das Leitsymptom der Krätze ist ein starker, unerträglicher Juckreiz, der sich vor allem nachts verstärkt. Neben dem Juckreiz können folgende Hautveränderungen auftreten:
- Milbengänge: Dies sind feine, gewundene Linien (oft nur wenige Millimeter lang) in der Haut, in denen die Milben ihre Eier legen. Sie sind oft schwer zu erkennen, besonders bei Personen mit guter Hygiene.
- Bläschen und Papeln: Kleine, rote Erhebungen oder Bläschen auf der Haut, die durch die Immunreaktion entstehen.
- Kratzspuren: Durch das Kratzen entstehen oft Hautabschürfungen, Krusten und sekundäre bakterielle Infektionen.
- Ekzemartige Veränderungen: Die Haut kann trocken, schuppig und entzündet sein.
Wo tritt Krätze typischerweise auf?

Obwohl Krätze überall am Körper auftreten kann, gibt es bestimmte Bereiche, die besonders häufig betroffen sind:
- Zwischen den Fingern und Zehen
- Handgelenke
- Achselhöhlen
- Brustwarzen (besonders bei Frauen)
- Genitalbereich
- Bauch
- Gesäß
Bei Säuglingen und Kleinkindern kann Krätze auch das Gesicht, die Kopfhaut und die Fußsohlen befallen.

Krätze erkennen: Die Diagnose
Die Diagnose Krätze wird in der Regel von einem Arzt oder einer Ärztin gestellt. Dies geschieht meist durch eine visuelle Untersuchung der Haut und die Erfragung der Symptome. Um die Diagnose zu sichern, kann der Arzt eine Hautprobe nehmen und diese unter dem Mikroskop auf Milben oder Eier untersuchen. Es ist wichtig zu beachten, dass auch bei einem negativen Testergebnis Krätze vorliegen kann, da die Milben nicht immer leicht zu finden sind.
Was tun bei Krätze? Die Behandlung
Krätze ist behandelbar! Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Cremes oder Lotionen, die den Wirkstoff Permethrin oder Ivermectin enthalten. Diese Mittel werden auf den gesamten Körper aufgetragen (von Kopf bis Fuß, inklusive der Hautfalten) und müssen für eine bestimmte Zeit einwirken, bevor sie abgewaschen werden. Die genaue Anweisung gibt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker.

Wichtige Hinweise zur Behandlung:
- Behandlung aller Kontaktpersonen: Um eine erneute Ansteckung zu vermeiden, müssen alle Personen, die engen Kontakt zu dem Betroffenen hatten, gleichzeitig behandelt werden, auch wenn sie keine Symptome zeigen.
- Hygiene: Bettwäsche, Handtücher und Kleidung sollten bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Gegenstände, die nicht gewaschen werden können, sollten für mindestens 72 Stunden in einem verschlossenen Plastiksack aufbewahrt werden.
- Juckreiz lindern: Antihistaminika können helfen, den Juckreiz zu lindern. Kühle Umschläge können ebenfalls wohltuend sein.
- Kratzen vermeiden: Auch wenn es schwerfällt, sollte das Kratzen möglichst vermieden werden, um sekundäre bakterielle Infektionen zu verhindern.
- Nachkontrolle: Nach der Behandlung sollte eine Nachkontrolle beim Arzt erfolgen, um sicherzustellen, dass die Krätze vollständig beseitigt wurde.
Wichtig: Die Behandlung von Krätze sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Selbstmedikation kann zu Komplikationen führen.
Fazit: Krätze ist lästig, aber behandelbar
Krätze ist zwar eine unangenehme Erkrankung, aber mit der richtigen Behandlung lässt sie sich in der Regel gut in den Griff bekommen. Wichtig ist, die Symptome frühzeitig zu erkennen, einen Arzt aufzusuchen und die Behandlung konsequent durchzuführen. Denken Sie daran, dass Hygiene wichtig ist, aber nicht die Ursache für Krätze. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verhindern die Ausbreitung und lindern die quälenden Symptome. Suchen Sie bei Verdacht auf Krätze immer einen Arzt auf!
