Kommunikationsmodelle Schulz Von Thun Beispiele
Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon mal gedacht: "Häää? Was will der/die jetzt eigentlich von mir?" Willkommen im Dschungel der Kommunikation! Und da kommt Schulz von Thun ins Spiel, unser persönlicher Kommunikations-Dschungelführer.
Der gute Mann hat nämlich ein Modell gebastelt, das so genial wie simpel ist. Und, ganz ehrlich, manchmal auch total nervig, weil es einem bewusst macht, wie oft man danebenliegt mit dem, was man so raushaut. Es geht um vier Seiten einer Nachricht: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Klingt kompliziert? Ist es aber eigentlich nicht. Versprochen!
Seite 1: Der Sachinhalt – Die pure Information
Stellt euch vor, jemand sagt: "Die Ampel ist grün." Ganz klar, oder? Der Sachinhalt ist: Die Ampel leuchtet in der Farbe Grün. Punkt. Keine versteckten Botschaften, keine doppelten Böden. So weit, so gut. Aber wer glaubt, dass Kommunikation immer so einfach ist, der irrt gewaltig! Ich sage nur: Männer, die sagen: "Mir ist kalt." (Mehr dazu später.)
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Seite 2: Die Selbstoffenbarung – Was verrätst du über dich?
Hier wird's interessant. Denn jede Nachricht, die wir senden, ist auch ein kleines Fenster zu unserer Seele. Wenn jemand sagt: "Die Ampel ist grün", verrät er vielleicht, dass er... naja, dass er halt Fakten feststellen kann. Oder dass er gerade Auto fährt. Oder dass er ein bisschen ungeduldig ist. Okay, zugegeben, bei der Ampel ist es nicht so dramatisch. Aber wenn jemand sagt: "Ich bin müde", verrät er vielleicht, dass er erschöpft ist, dass er Gesellschaft sucht, oder dass er einfach nur Aufmerksamkeit will. Die Möglichkeiten sind endlos! Und genau das macht die Sache so knifflig.
Seite 3: Die Beziehung – Wie stehst du zu mir?
Achtung, jetzt wird's emotional! Die Beziehungsseite zeigt, wie wir unser Gegenüber sehen und wie wir uns von ihm gesehen fühlen. Sagt der Chef zu einem Mitarbeiter: "Die Ampel ist grün", klingt das anders, als wenn der Partner das sagt. Vielleicht klingt es beim Chef eher nach: "Mach voran!" Und beim Partner vielleicht eher nach: "Ich passe auf dich auf." Oder vielleicht auch nach: "Beeil dich endlich!" Es kommt halt drauf an. Und genau das ist der springende Punkt: Es kommt immer drauf an!
![4 Ohren Modell • Kommunikationsquadrat & Beispiele · [mit Video]](https://d1g9li960vagp7.cloudfront.net/wp-content/uploads/2024/09/Ue-4-Ohren-Modell-1024x576.png)
Seite 4: Der Appell – Was willst du von mir?
Hier geht es darum, was wir mit unserer Nachricht erreichen wollen. "Die Ampel ist grün" könnte bedeuten: "Fahr endlich los!" Oder: "Pass auf, dass du nicht geblitzt wirst!" Oder auch einfach nur: "Ich mache dich auf etwas aufmerksam." Der Appell ist also der versteckte oder offensichtliche Auftrag, der in unserer Botschaft steckt. Und hier passieren oft die größten Missverständnisse.
Beispiel gefällig? Stell dir vor, dein Partner sagt: "Mir ist kalt." (Aha!) Was hörst du?

Sachinhalt: Ihm/Ihr ist kalt. (Klar.)
Selbstoffenbarung: Er/Sie friert. Vielleicht ist er/sie ein bisschen verfroren.
Beziehung: Er/Sie erwartet, dass du dich kümmerst. Vielleicht hält er/sie dich für fürsorglich.
Appell: Hol ihm/ihr eine Decke! Mach die Heizung höher! Umarm ihn/sie! (Oder sag einfach: "Zieh dir was an!" - aber sei gewarnt, das könnte eskalieren!)
Und jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Ich glaube, viele Paare streiten sich nicht über den Müll, der nicht rausgebracht wurde, sondern über die Beziehungsseite und den Appell! "Du kümmerst dich nie um mich!" (Beziehung) und "Bring endlich den Müll raus!" (Appell) sind oft die wahren Botschaften, die hinter solchen "Sachinhalt"-Aussagen stecken.
Also, das nächste Mal, wenn du mit jemandem redest (oder dich streitest!), denk an Schulz von Thun und die vier Seiten der Nachricht. Vielleicht hilft es dir, die wahre Botschaft zu verstehen – und vielleicht auch, deine eigenen Botschaften klarer zu formulieren. Oder zumindest, den nächsten Streit ein bisschen amüsanter zu gestalten. Denn ganz ehrlich: Ein bisschen Humor kann in der Kommunikation nie schaden!
