Kommt Vor Als Auch Ein Komma

Die korrekte Kommasetzung ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Rechtschreibung. Viele Sprecher der deutschen Sprache haben Schwierigkeiten damit, besonders bei bestimmten Konstruktionen. Eine dieser Konstruktionen ist "kommt vor als auch", die oft zu Unsicherheiten führt. Dieser Artikel beleuchtet die Kommasetzung bei "kommt vor als auch" und erklärt die zugrundeliegenden Regeln, um Klarheit zu schaffen.
Was bedeutet "kommt vor als auch"?
"Kommt vor als auch" ist eine Kombination aus zwei verschiedenen Konjunktionen: "kommt vor" (im Sinne von "existiert", "geschieht" oder "tritt auf") und "als auch" (im Sinne von "sowohl... als auch"). Es verbindet zwei oder mehr Aussagen und deutet darauf hin, dass etwas in verschiedener Art und Weise auftritt oder vorhanden ist. Die Bedeutung liegt also darin, mehrere Aspekte oder Möglichkeiten gleichzeitig zu betonen.
Ein Beispiel: "Probleme kommen in der Theorie vor, als auch in der Praxis." Dies bedeutet, dass Probleme sowohl in der Theorie als auch in der Praxis auftreten.
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Die Kommasetzung im Detail
Die Frage, ob vor "als auch" ein Komma gesetzt werden muss, hängt von der Konstruktion ab, in der es verwendet wird. Generell gilt: "als auch" verbindet gleichrangige Satzteile oder Aufzählungen. Das bedeutet, dass die Teile, die "als auch" verbindet, grammatikalisch gleichwertig sind. In solchen Fällen steht kein Komma vor "als auch".
Beispiel ohne Komma: "Er spricht Deutsch als auch Englisch." Hier verbindet "als auch" die gleichrangigen Satzteile "Deutsch" und "Englisch".

Anders sieht es aus, wenn "kommt vor" einleitend wirkt und danach ein vollständiger Satz folgt, der durch "als auch" ergänzt wird. In diesem Fall kann ein Komma gesetzt werden, muss aber nicht zwingend. Die Tendenz geht aber zur Setzung, um die Lesbarkeit zu verbessern.
Beispiel mit (optionalem) Komma: "Es kommt vor, dass er zu spät kommt, als auch dass er ganz fehlt." Hier leitet "Es kommt vor" den ersten Teil des Satzes ein und "als auch" ergänzt einen weiteren vollständigen Teilsatz. In diesem Fall ist das Komma vor "als auch" stilistisch sinnvoll und verbessert das Verständnis.
Wann ist ein Komma obligatorisch?
Ein Komma ist obligatorisch, wenn vor "kommt vor als auch" eine Infinitivgruppe mit "zu" steht, die vom Rest des Satzes abgetrennt werden muss. Dies gilt insbesondere, wenn die Infinitivgruppe erweitert ist oder den Sinn des Satzes maßgeblich beeinflusst.
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Beispiel mit obligatorischem Komma: "Um erfolgreich zu sein, kommt es vor, dass man hart arbeiten muss, als auch dass man Glück hat." Hier trennt das Komma die Infinitivgruppe "Um erfolgreich zu sein" vom restlichen Satz ab.
Ein weiteres Szenario, in dem ein Komma obligatorisch ist, liegt vor, wenn "als auch" zwei Hauptsätze verbindet, die länger und komplexer sind. In diesem Fall dient das Komma der besseren Strukturierung und Lesbarkeit des Textes.
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Zusammenfassung der Regeln
Um die Kommasetzung bei "kommt vor als auch" zu vereinfachen, können folgende Regeln beachtet werden:
- Kein Komma: Wenn "als auch" gleichrangige Satzteile oder Aufzählungen verbindet.
- Optionales Komma: Wenn "kommt vor" einleitend wirkt und danach ein vollständiger Satz folgt, der durch "als auch" ergänzt wird (Tendenz zur Setzung).
- Obligatorisches Komma:
- Wenn vor "kommt vor als auch" eine Infinitivgruppe mit "zu" steht.
- Wenn "als auch" zwei längere, komplexe Hauptsätze verbindet.
Beispiele zur Verdeutlichung
Um die Regeln nochmals zu verdeutlichen, hier einige weitere Beispiele:
- "Sie ist sowohl intelligent als auch fleißig." (Kein Komma)
- "Es kommt vor, dass er sich verspätet, als auch dass er seine Hausaufgaben vergisst." (Optionales Komma)
- "Um das Projekt erfolgreich abzuschließen, kommt es vor, dass wir Überstunden machen müssen, als auch dass wir externe Hilfe in Anspruch nehmen." (Obligatorisches Komma wegen der Infinitivgruppe)
- "Der Manager präsentierte die neuen Quartalszahlen, die sehr positiv ausfielen, als auch die Strategie für das kommende Jahr, die auf Innovation und Wachstum setzte." (Obligatorisches Komma, da "als auch" zwei längere Hauptsätze verbindet)
Fazit
Die Kommasetzung bei "kommt vor als auch" kann zunächst kompliziert erscheinen, aber mit einem Verständnis der zugrundeliegenden Regeln lässt sich die korrekte Anwendung erlernen. Entscheidend ist, die Funktion von "als auch" im jeweiligen Satz zu erkennen und die Satzstruktur zu analysieren. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, einen Blick in ein aktuelles Rechtschreibwörterbuch oder eine Grammatik zu werfen oder sich von einem Sprachexperten beraten zu lassen. Eine korrekte Kommasetzung trägt maßgeblich zur Klarheit und Verständlichkeit von Texten bei.
