Komm Ich Zeig Dir Einen Richtigen Hasen Werbung

Die Werbekampagne "Komm Ich Zeig Dir Einen Richtigen Hasen" (KIZDEH) ist eine bekannte und polarisierende Werbekampagne der Marke Snickers, die vor allem im deutschsprachigen Raum Bekanntheit erlangte. Sie zeichnet sich durch ihren humorvollen und manchmal grenzwertigen Ansatz aus und ist ein Paradebeispiel für provokatives Marketing.
Ursprung und Konzept
Die Kampagne startete in den frühen 2000er Jahren und war primär auf das Fernsehen und das Internet ausgerichtet. Der zentrale Gedanke der KIZDEH-Werbung ist, unterschiedliche, oft vermeintlich unattraktive oder unpassende "Hasen" – also Frauen – in humorvollen, teils skurrilen Situationen zu zeigen. Der Slogan "Komm Ich Zeig Dir Einen Richtigen Hasen" impliziert, dass die präsentierten Frauen keinen gängigen Schönheitsidealen entsprechen und eine gewisse Ironie gegenüber traditionellen Vorstellungen von Attraktivität darstellen.
Der Snickers-Riegel selbst wird dabei als Lösung für den "Hunger-bedingten Wahnsinn" dargestellt, der dazu führt, dass Männer solche, eben nicht dem Mainstream entsprechenden, "Hasen" anziehend finden. Die Botschaft ist also indirekt: Wenn du hungrig bist, triffst du schlechte Entscheidungen (bezüglich deiner Partnerwahl). Ein Snickers hilft dir, wieder "normal" zu denken und attraktive Frauen wahrzunehmen.
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Kontroversen und Kritik
Die KIZDEH-Kampagne war von Anfang an umstritten. Viele kritisierten den sexistischen und frauenfeindlichen Charakter der Werbung. Die Darstellung der Frauen als unattraktiv und die implizite Aussage, dass Männer nur aufgrund von Hunger solche Frauen anziehend finden, wurde als abwertend und diskriminierend empfunden. Es gab zahlreiche Beschwerden und öffentliche Diskussionen über die Angemessenheit der Kampagne. Feministische Gruppen und Medien kritisierten die Kampagne scharf.
Ein weiterer Kritikpunkt war die Verharmlosung von stereotypischen Geschlechterrollen. Die Werbung suggerierte, dass Männer ein bestimmtes Idealbild von Frauen haben sollten und dass Frauen, die diesem Bild nicht entsprechen, weniger wert sind. Dies wurde als schädlich für die gesellschaftliche Gleichberechtigung angesehen.

Erfolg und Wirkung
Trotz der Kontroversen war die KIZDEH-Kampagne zweifellos erfolgreich. Sie erregte große Aufmerksamkeit und sorgte für viel Gesprächsstoff. Die Marke Snickers profitierte von der hohen Werbewirksamkeit und konnte ihren Bekanntheitsgrad deutlich steigern. Die provokante Natur der Kampagne trug dazu bei, dass sie in den Medien präsent war und sich im Gedächtnis der Konsumenten verankerte.
Es ist allerdings schwierig, den genauen Einfluss der Kampagne auf den Umsatz von Snickers zu beziffern. Es ist jedoch anzunehmen, dass die hohe Aufmerksamkeit und die positive Assoziation mit Humor und Selbstironie zum Erfolg der Marke beigetragen haben. Die Kampagne demonstrierte, dass provokatives Marketing, trotz der Risiken, durchaus erfolgreich sein kann, wenn es auf die richtige Zielgruppe und den richtigen Zeitpunkt zugeschnitten ist.

Fazit
Die "Komm Ich Zeig Dir Einen Richtigen Hasen" Werbung von Snickers ist ein umstrittenes, aber einprägsames Beispiel für provokatives Marketing. Sie hat gezeigt, dass Werbung, die bewusst Tabus bricht und Konventionen hinterfragt, große Aufmerksamkeit erregen kann. Allerdings hat sie auch die Risiken und ethischen Fragen des Marketings aufgezeigt. Die Kampagne hat die Debatte über Sexismus, Geschlechterrollen und die Verantwortung von Werbetreibenden neu entfacht.
Letztendlich bleibt die Beurteilung der Kampagne subjektiv. Während einige sie als humorvoll und selbstironisch empfanden, sahen andere in ihr eine frauenfeindliche und diskriminierende Darstellung. Die KIZDEH-Werbung wird jedoch in Erinnerung bleiben als ein Beispiel für eine Werbekampagne, die polarisierte, provozierte und dennoch erfolgreich war.
Es ist wichtig, zu beachten, dass sich die Werbestrategien und gesellschaftlichen Normen seit dem Start der Kampagne erheblich verändert haben. Heutzutage würden solche stark polarisierenden Kampagnen wahrscheinlich noch mehr Kritik hervorrufen und möglicherweise zu einem Imageschaden für die Marke führen.
