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Klöster Im Mittelalter Klasse 7


Klöster Im Mittelalter Klasse 7

Stell dir vor, du bist 12 Jahre alt und lebst im Mittelalter. Kein Handy, kein TikTok, und Netflix ist nur ein ferner Traum. Was machst du? Vielleicht gehst du ins Kloster. Ja, genau, das Kloster! Klingt erstmal nach beten, beten, beten, oder? Aber warte mal ab...

Klar, gebetet wurde viel. Mehr als wir uns heute vorstellen können. Mehrmals am Tag haben die Mönche und Nonnen ihre Gebete gesungen und gesprochen. Stell dir das vor: Eine riesige WG, in der alle zusammen singen, aber nicht Karaoke, sondern lateinische Psalmen! Und wehe dem, der falsch singt! Das gab bestimmt Ärger mit dem Chorleiter, äh, Abt.

Aber das Kloster war mehr als nur ein Ort des Gebets. Es war auch ein bisschen wie eine mittelalterliche Survival-Show. Denn die Mönche und Nonnen waren oft für ihre eigene Versorgung zuständig. Sie bauten ihr eigenes Essen an, brauten ihr eigenes Bier und machten sogar ihre eigene Kleidung. Bio-Bauernhof und Schneideratelier in einem, sozusagen.

Und stell dir mal die Gärten vor! Die Klöster hatten oft wunderschöne Kräutergärten. Nicht nur für die Küche, sondern auch für die Medizin. Die Mönche und Nonnen waren nämlich auch die Ärzte und Apotheker der Gegend. Mit Kräutern und Gebeten versuchten sie, die Leute gesund zu machen. Ob das immer geklappt hat, ist eine andere Frage, aber der gute Wille zählte ja auch!

Besonders spannend wird es, wenn man an die Bibliotheken denkt. In den Klöstern wurden Bücher abgeschrieben – von Hand! Stell dir vor, du sitzt den ganzen Tag da und schreibst Buchstabe für Buchstabe auf Pergament. Das war eine mega-anstrengende Arbeit, aber auch super wichtig. Denn so wurden das Wissen der Antike und wichtige religiöse Texte für die Nachwelt bewahrt. Und wer weiß, vielleicht hat sich der ein oder andere Mönch beim Abschreiben heimlich ein paar Witzeleien in den Text gemogelt? Man kann es ja mal versuchen!

62 Geschichte Klasse 7 Mittelalter Arbeitsblätter | Jessica Camilla
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Und das Essen? Naja, es war nicht immer ein Festmahl. Oft gab es einfache Gerichte wie Brot, Suppe und Gemüse. Aber es gab auch Zeiten, in denen es etwas üppiger zuging, besonders an Feiertagen. Und natürlich durfte das selbstgebraute Bier nicht fehlen! Man munkelt, dass einige Mönche das Bierbrauen sehr ernst genommen haben und regelrechte Bier-Experten waren.

Das Leben im Kloster war natürlich auch streng geregelt. Es gab feste Zeiten für Gebet, Arbeit und Ruhe. Und es gab Regeln, an die sich alle halten mussten. Aber es gab bestimmt auch Momente des Lachens und der Freude. Schließlich waren die Mönche und Nonnen auch nur Menschen mit ihren Stärken und Schwächen.

14 Arbeitsblätter Geschichte Klasse 7 Mittelalter - Geschichte
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Denk mal drüber nach: Du würdest deine Familie verlassen und in eine Gemeinschaft eintreten, die dein ganzes Leben bestimmt. Keine Ehe, keine Kinder, stattdessen Gebet, Arbeit und das Versprechen, arm, gehorsam und keusch zu leben. Klingt erstmal nicht so prickelnd, oder? Aber für viele Menschen im Mittelalter war das Kloster ein Ort der Zuflucht, des Friedens und der Bildung.

Warum überhaupt ins Kloster?

Es gab viele Gründe. Manche Menschen gingen ins Kloster, weil sie eine religiöse Berufung verspürten. Andere, weil sie keine andere Perspektive im Leben hatten. Und wieder andere, weil ihre Eltern sie dorthin geschickt hatten – vielleicht weil es ein Familienmitglied gab, das schon im Kloster war oder weil es einfach eine gute Möglichkeit war, für die Zukunft zu sorgen.

Klassenarbeit Geschichte Klasse 7 Mittelalter - Kostenlose
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Und es gab natürlich auch Prominente im Kloster! Könige und Kaiser zogen sich manchmal am Ende ihres Lebens ins Kloster zurück, um Buße zu tun und sich auf den Tod vorzubereiten. Ob die sich da auch an alle Regeln gehalten haben, ist natürlich eine andere Frage...

Also, das nächste Mal, wenn du ein altes Kloster siehst, denk nicht nur an Gebet und Stille. Denk auch an die Menschen, die dort gelebt, gearbeitet, gelacht und gelitten haben. Denk an die Gärten, die Bibliotheken, das Bier und die kleinen Witzeleien in den alten Büchern. Denn das Kloster im Mittelalter war viel mehr als nur ein Ort des Gebets. Es war ein Ort der Gemeinschaft, der Arbeit, der Bildung und des Überlebens – eine ganz eigene kleine Welt.

Und wer weiß, vielleicht hättest du dich im Mittelalter auch ganz wohl im Kloster gefühlt? Zumindest, wenn du ein guter Sänger und Bierbrauer wärst!

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