Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen Kafka. Der Typ mit den Käfern und der düsteren Stimmung. Aber wisst ihr, was ich denke? Seine "Kleine Fabel" ist total überbewertet. Ja, ich habe es gesagt!
Die Fabel geht so: "Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war froh, endlich rechts und links in der Ferne Mauern zu sehen, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe." "Du musst nur die Laufrichtung ändern", sagte die Katze und fraß sie.
Klingt deprimierend, oder? Alle rennen im Kreis, gefangen von der Gesellschaft, der Bürokratie, der existenziellen Angst. Blah, blah, blah. Ich sage: Es ist nur eine dumme Maus, die nicht kapiert, dass sie auch mal links oder rechts abbiegen kann!
Ich weiß, ich weiß. Die Literaturkritiker werden mich steinigen. Sie werden argumentieren, dass Kafka eine Metapher für die menschliche Existenz verwendet. Dass wir alle wie die Maus sind, gefangen in einem System, das uns langsam erdrückt. Dass wir machtlos sind gegen die großen, bösen Katzen da draußen.
Aber ich sehe das anders. Ich sehe eine Maus mit einem Navigationsproblem. Sorry, nicht sorry. Die Maus hat einfach keine gute Orientierung. Wer hat ihr denn gesagt, dass sie immer geradeaus rennen muss? Hat sie keine Freunde, die ihr mal einen Tipp geben konnten? "Hey, Maus, vielleicht mal 'ne andere Route ausprobieren?"
2. Arbeitsblatt Kafka Fabel - Arbeitsblatt zur Sitzung vom 20
Und die Katze? Klar, sie ist das ultimative Raubtier. Aber ist sie wirklich böse? Nein! Sie ist eine Katze! Katzen fressen Mäuse. Das ist ihr Job. Das ist die Natur. Es ist nicht persönlich, Maus. Es ist nur das Ökosystem.
Die Katze: Held oder Schurke?
Vielleicht ist die Katze sogar die Heldin der Geschichte. Sie hat die Maus von ihrem sinnlosen Kreislauf befreit. Sie hat ihr ein schnelles Ende bereitet. Sie hat ihr sozusagen einen "Gefallen" getan. Okay, vielleicht übertreibe ich etwas. Aber trotzdem!
Denkt mal darüber nach: Die Maus hätte ewig so weiterrennen können, immer ängstlicher, immer verzweifelter. Die Katze hat dem Ganzen ein Ende gesetzt. Ein bisschen grausam, ja, aber effizient.
Franz Kafka - Kleine Fabel by Pampefox on DeviantArt
Und was lernen wir daraus? Nicht, dass wir alle zum Scheitern verurteilt sind. Sondern dass wir manchmal einfach unseren Kurs ändern müssen. Dass wir unseren Kopf einschalten und nicht blindlings in die Falle rennen dürfen. Dass wir vielleicht einfach mal Google Maps benutzen sollten!
Der wahre Skandal: Das fehlende Happy End
Ich finde, das größte Problem an Kafkas Fabel ist, dass es kein Happy End gibt. Das ist einfach unbefriedigend. Ich hätte gerne gesehen, wie die Maus im letzten Moment einen Ninja-Move hinlegt und die Katze austrickst. Oder wie sie sich mit anderen Mäusen zusammentut und die Katze verjagt. Oder wie sie einfach lernt, sich zu teleportieren!
3.14 tag 15 - gib's auf
Aber nein. Stattdessen bekommen wir nur ein düsteres Ende und eine existenzielle Krise. Danke, Kafka. Du bist wirklich ein Stimmungskiller.
Also, das nächste Mal, wenn ihr die "Kleine Fabel" lest, denkt daran: Es ist vielleicht nicht so tiefgründig, wie ihr denkt. Es ist vielleicht nur eine Geschichte über eine Maus, die sich verirrt hat. Und über eine Katze, die einfach nur hungrig war. Und vielleicht sollte die Maus einfach einen besseren Sinn für Orientierung entwickeln. Oder eine Antikatzen-Pfefferspray!
Und wenn ihr anderer Meinung seid? Okay. Aber seid nicht sauer auf mich, nur weil ich Kafka ein bisschen zu einfach finde. Vielleicht bin ich auch nur eine Maus, die versucht, der Falle zu entkommen. Aber wenigstens versuche ich, dabei Spaß zu haben!