Kind Schielt Ab Und Zu Mit Einem Auge Nach Außen

Wisst ihr, neulich beim Kindergeburtstag – da saß der kleine Tim am Tisch, vertieft in seine Piraten-Ausmalbild. Und dann, ganz kurz, hab ich’s gesehen: sein rechtes Auge hat kurz so ein bisschen… Urlaub gemacht. Weggeschweift. Ich dachte erst, ich hab mich verguckt. Aber dann, beim Kuchenessen, nochmal. Und ich dachte nur: Huch, das kenn ich doch irgendwoher… (Ja, richtig geraten, von mir als Kind! Aber pssst!).
Was ich damit sagen will? Dieses kurze, gelegentliche Wegdriften eines Auges, das nach außen schielt, ist gar nicht so selten, wie man vielleicht denkt. Vor allem bei Kindern. Und bevor jetzt gleich alle Eltern panisch zum Augenarzt rennen: tief durchatmen. Nicht immer ist es gleich der Weltuntergang. Aber es ist definitiv etwas, worauf man achten sollte.
Was ist das überhaupt: intermittierendes Exotropie?
Okay, ich geb's zu, der Fachbegriff ist ein Zungenbrecher. Intermittierende Exotropie. Sagt schon keiner so im Alltag, oder? Im Prinzip bedeutet es, dass ein Auge – meistens nur gelegentlich – nach außen abweicht. Es schielt also nicht dauerhaft, sondern nur ab und zu. Und "exo" bedeutet eben "nach außen". Stell dir vor, dein Auge macht kurz einen kleinen Ausflug. So ein bisschen wie Fernweh, aber nur für ein Auge. Verrückt, oder?
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Besonders häufig tritt es bei Kindern auf, wenn sie müde, abgelenkt oder gestresst sind. Denk mal drüber nach: Wenn du selbst total kaputt bist, kannst du dich auch schlechter konzentrieren, oder? Bei Kindern ist das oft ähnlich.
Warum passiert das?
Tja, das ist die Millionen-Euro-Frage. Die Ursachen sind vielfältig. Oft ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren. Manchmal liegt es an einer Schwäche der Augenmuskeln, manchmal an einer Fehlsichtigkeit (die vielleicht noch gar nicht bemerkt wurde) und manchmal einfach an der Art und Weise, wie das Gehirn die Augen steuert.

Ein weiterer Faktor kann die Naharbeit sein. Stundenlanges Starren auf Handys, Tablets oder Bücher kann die Augen ganz schön anstrengen und das Schielen begünstigen. (Ja, ich weiß, "früher saßen wir auch stundenlang vor dem Fernseher!". Aber die Bildschirme sind heute näher und interaktiver, was die Augen noch mehr fordert.)
Wann sollte man zum Arzt?
Das ist natürlich die wichtigste Frage! Und die Antwort ist: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig! Wenn du bei deinem Kind regelmäßig bemerkst, dass ein Auge nach außen abweicht, solltest du unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Auch wenn das Kind klagt, dass es doppelt sieht, Kopfschmerzen hat oder die Augen schnell müde werden, ist ein Besuch beim Arzt ratsam.

Und selbst wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob du wirklich etwas gesehen hast: lieber einmal abklären lassen! Ein guter Augenarzt kann mit speziellen Tests feststellen, ob eine intermittierende Exotropie vorliegt und wie stark sie ausgeprägt ist. (Und hey, selbst wenn alles in Ordnung ist, hast du zumindest die Gewissheit, dass du dir keine Sorgen machen musst.)
Was passiert beim Arzt?
Keine Panik! Der Augenarzt wird verschiedene Tests durchführen, um die Augen zu untersuchen. Er wird unter anderem die Sehschärfe prüfen, die Augenbeweglichkeit testen und schauen, wie gut die Augen zusammenarbeiten. Manchmal werden auch erweiternde Augentropfen verwendet, um die Pupillen zu weiten und die Netzhaut besser beurteilen zu können. (Das brennt kurz, aber es ist nicht schlimm, versprochen!).

Und was passiert dann? Gibt es eine Behandlung?
Ja, zum Glück gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten! Welche Therapie am besten geeignet ist, hängt von der Ursache und der Ausprägung der intermittierenden Exotropie ab. Manchmal reicht schon eine Brille, um eine Fehlsichtigkeit auszugleichen und das Schielen zu reduzieren. In anderen Fällen können Augenübungen helfen, die Augenmuskeln zu stärken und die Zusammenarbeit der Augen zu verbessern.
Und in manchen Fällen, wenn die Exotropie sehr stark ausgeprägt ist oder die anderen Therapien nicht ausreichend helfen, kann auch eine Operation in Erwägung gezogen werden. Aber keine Sorge, auch das ist heutzutage ein relativ Routineeingriff.
Wichtig ist: Je früher die intermittierende Exotropie erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie! Also, Augen auf (im wahrsten Sinne des Wortes!) und lieber einmal zu viel zum Arzt gehen als einmal zu wenig.
