Kind Erbricht Wasser Wieder Aus
Na, kennst du das? Da hat man gerade die ganze Wohnung aufgeräumt, die Kinder ins Bett gebracht, und dann... BAMM! Ein unschönes Geräusch aus dem Kinderzimmer. Und kurz darauf weiß man: Kind hat gebrochen. Und als ob das nicht schon genug wäre, erbricht es kurz darauf wieder. Autsch!
Klar, erstmal denkt man: "Oh je, was ist denn jetzt los?!" Aber bevor du in Panik verfällst und Google mit "Kind erbricht Wasser wieder aus – Weltuntergang?" bombardierst, lass uns mal entspannt darüber quatschen. Denn, Überraschung: Es ist meistens kein Weltuntergang.
Wir alle kennen es. Ob es das eigene Kind ist, ein Neffe oder Nichte, oder sogar man selbst als Kind – Erbrechen gehört irgendwie zum Leben dazu, so unschön es auch ist. Aber wenn dann auch noch das Wasser direkt wieder hochkommt, macht man sich natürlich doppelt Sorgen.
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Warum spuckt mein kleiner Schatz denn gleich alles wieder aus?
Stell dir den Magen wie eine kleine Hüpfburg vor. Wenn da zu viel Druck drin ist, muss der "Türsteher" (der Magenpförtner) irgendwann sagen: "Sorry, Leute, hier ist voll! Raus mit euch!".
Wenn dein Kind also erbricht und dann direkt das Wasser wieder ausspuckt, kann das verschiedene Ursachen haben:

- Der Magen ist einfach noch gereizt: Nach dem ersten Erbrechen ist der Magen oft noch etwas empfindlich. Da kann selbst Wasser, das ja eigentlich helfen soll, zu viel sein.
- Es wurde zu schnell getrunken: Denk an dich selbst, wenn du nach dem Sport einen Liter Wasser in dich reinschüttest. Oft kommt ein Teil davon auch schnell wieder hoch, oder? Bei Kindern ist das ähnlich.
- Ein Magen-Darm-Infekt ist im Anmarsch: Manchmal ist das Erbrechen ein Vorbote für eine fiese Magen-Darm-Grippe. Da ist der Magen dann einfach komplett durcheinander.
- Seltenere Ursachen: In seltenen Fällen können auch andere Dinge dahinterstecken, wie zum Beispiel eine Lebensmittelvergiftung oder (noch seltener) ernstere Erkrankungen. Aber keine Panik, wir reden hier von den Ausnahmen.
Was tun, wenn das Kind das Wasser nicht drin behält?
Okay, jetzt wissen wir, was los sein könnte. Aber was kann man denn tun, damit das Kind nicht alles sofort wieder ausspuckt?
Hier sind ein paar Tipps, die oft helfen:

- Geduld ist eine Tugend: Warte nach dem Erbrechen erstmal eine Weile (ca. 30 Minuten bis 1 Stunde), bevor du deinem Kind etwas zu trinken gibst.
- Kleine Schlucke, große Wirkung: Gib deinem Kind nur ganz kleine Schlucke Wasser oder ungesüßten Tee (Kamille oder Fenchel sind super). Am besten mit einem Löffel oder einer Spritze (ohne Nadel natürlich!).
- Elektrolyte sind deine Freunde: In der Apotheke gibt es spezielle Elektrolytlösungen, die helfen, den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Frag am besten den Apotheker, welche für dein Kind geeignet ist.
- Bloß kein Zwang: Wenn dein Kind partout nichts trinken will, zwing es nicht. Das macht die Sache nur schlimmer. Biete es immer wieder an, aber respektiere, wenn es ablehnt.
- Schonkost ist angesagt: Wenn das Erbrechen nachlässt, kannst du deinem Kind langsam Schonkost anbieten. Zwieback, Salzstangen oder eine leichte Brühe sind oft gut verträglich.
Ein kleines Beispiel aus dem Leben: Meine Tochter hatte mal eine richtig fiese Magen-Darm-Grippe. Sie hat wirklich alles ausgebrochen, was sie auch nur angesehen hat. Am Ende habe ich ihr alle paar Minuten einen halben Teelöffel Elektrolytlösung gegeben. Das war zwar mühsam, aber es hat geholfen, sie hydriert zu halten. Und irgendwann hat sie es dann auch drin behalten.
Wann sollte man zum Arzt?
Klar, meistens ist das Ganze harmlos und nach ein paar Stunden oder Tagen wieder vorbei. Aber es gibt auch Situationen, in denen du lieber einen Arzt aufsuchen solltest:
- Das Kind ist sehr schwach oder apathisch: Wenn dein Kind kaum reagiert oder sehr schlapp wirkt, solltest du auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.
- Anzeichen von Austrocknung: Trockene Lippen, wenig Urin, eingefallene Augen – das sind Anzeichen für Dehydration.
- Hohes Fieber: Wenn das Erbrechen mit hohem Fieber einhergeht, ist es besser, einen Arzt zu fragen.
- Blut im Erbrochenen: Das ist zwar nicht immer schlimm (kann auch nur von kleinen Verletzungen in der Speiseröhre kommen), aber sollte trotzdem abgeklärt werden.
- Du bist einfach unsicher: Wenn du dir Sorgen machst und nicht weißt, was du tun sollst, ist es immer besser, einen Arzt zu fragen. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!
Merke dir: Du kennst dein Kind am besten. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, vertraue deinem Bauchgefühl und geh zum Arzt. Und vergiss nicht: Auch wenn es gerade stressig ist, es geht vorbei! Bald lacht dein kleiner Schatz wieder und du kannst die Windeln wechseln, ohne Angst vor einer ungeplanten Dusche zu haben. 😉
