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Kann Man Bandscheibenvorfall Im Röntgen Sehen


Kann Man Bandscheibenvorfall Im Röntgen Sehen

Ich erinnere mich noch gut an meinen Onkel Heinz. Der hatte ständig "Rücken". "Ischias!" hat er immer gerufen, wenn er sich mal wieder gebückt hat und dann nur noch mit ächzenden Geräuschen wieder hochkam. "Das ist bestimmt der Bandscheibenvorfall!" war dann die Diagnose, die er sich selbst gestellt hat. Und jedes Mal, wenn er dann beim Arzt war, kam er mit neuen Röntgenbildern zurück. Hat ihm das Röntgen denn nun gezeigt, was los war? Tja, das ist die Frage, die wir uns heute stellen!

Denn mal ehrlich, wer hat sich das nicht schon mal gefragt? Rückenschmerzen sind schließlich Volkskrankheit Nummer Eins. Und da liegt der Gedanke nahe: Ab zum Arzt, Röntgenbild machen, Problem gefunden, Problem gelöst! Klingt einfach, oder? Aber so einfach ist es eben leider nicht immer.

Röntgen: Der Blick auf die Knochen

Zunächst einmal müssen wir uns klar machen, was ein Röntgenbild überhaupt zeigt. Ganz einfach: Knochen! Röntgenstrahlen dringen nämlich gut durch weiches Gewebe wie Muskeln, Sehnen und eben auch Bandscheiben. Knochen halten die Strahlen dagegen auf und werden daher auf dem Bild sichtbar. Stell dir das vor wie ein Schattenbild - nur eben von deinen Knochen.

Side comment: Denk mal dran, wenn du das nächste Mal beim Röntgen bist. Du bist quasi ein wandelndes Knochengerüst für die Kamera!

Das bedeutet aber auch: Weichteile wie die Bandscheiben selbst sind auf einem Röntgenbild nicht direkt sichtbar. Ein Bandscheibenvorfall ist ja im Grunde genommen eine Verletzung der Bandscheibe, bei der Gallertkern austritt und auf Nerven drückt. Und dieser Gallertkern, der ist nun mal kein Knochen.

Bandscheibenvorfall – Diagnose dank MRT | nexmed
Bandscheibenvorfall – Diagnose dank MRT | nexmed

Kann man indirekte Hinweise finden?

Okay, die Bandscheibe selbst sieht man nicht. Aber heißt das, dass Röntgenbilder bei Rückenschmerzen komplett nutzlos sind? Nein, nicht unbedingt. Ein erfahrener Arzt kann anhand des Röntgenbildes nämlich nach indirekten Hinweisen auf einen Bandscheibenvorfall suchen.

Zum Beispiel kann man sehen, ob die Wirbelkörper richtig ausgerichtet sind. Oder ob der Abstand zwischen den Wirbelkörpern verändert ist. Ein verengter Bandscheibenzwischenraum könnte ein Hinweis auf eine Bandscheibenschädigung sein. Aber Achtung! Das ist eben nur ein Hinweis, keine definitive Diagnose.

Bandscheibenvorfall BWS: Symptome, Ursachen & Behandlung
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Wichtig: Solche indirekten Anzeichen können auch andere Ursachen haben. Arthrose, Osteoporose oder einfach altersbedingte Verschleißerscheinungen können ähnliche Veränderungen auf dem Röntgenbild verursachen.

Die besseren Alternativen: MRT und CT

Wenn der Arzt also einen konkreten Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall hat, wird er in der Regel weitere Untersuchungen anordnen. Und hier kommen die "besseren" Bildgebungsverfahren ins Spiel: die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT).

Bandscheibenvorfall: Ursachen, Diagnose, Therapien - Orthinform
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Das MRT ist der Goldstandard, wenn es um die Darstellung von Weichteilen geht. Mit dem MRT kann man die Bandscheiben, Nerven und das umliegende Gewebe sehr detailliert darstellen und einen Bandscheibenvorfall eindeutig erkennen. Das CT ist zwar auch gut, um Knochen darzustellen, kann aber auch Weichteile besser als Röntgenbilder zeigen.

Side comment: Stell dir das MRT wie einen hochauflösenden Fotoapparat für deinen Rücken vor. Da sieht man wirklich alles!

Bandscheibenvorfall / Bandscheibenvorwölbung | Warendorf: Orthopädische
Bandscheibenvorfall / Bandscheibenvorwölbung | Warendorf: Orthopädische

Fazit: Röntgen ja, aber nicht allein!

Zusammenfassend lässt sich sagen: Einen Bandscheibenvorfall kann man nicht direkt auf einem Röntgenbild sehen. Aber Röntgenbilder können indirekte Hinweise liefern und helfen, andere Ursachen für Rückenschmerzen auszuschließen. Für eine sichere Diagnose sind aber in der Regel MRT oder CT erforderlich.

Also, wenn du das nächste Mal mit Rückenschmerzen zum Arzt gehst und der Röntgenbilder macht, weißt du jetzt, worauf du achten musst. Und denk dran: Rückenschmerzen sind komplex. Lass dich gründlich untersuchen und beraten, damit du die richtige Behandlung bekommst!

Und Onkel Heinz? Der hat dann doch irgendwann auf MRT umgesattelt. Und siehe da: Ein Bandscheibenvorfall! Aber zumindest konnte er dann endlich aufhören, ständig auf seine Röntgenbilder zu starren und zu rätseln.

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