Ist Primark Schlimmer Als H&m

Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle lieben ein Schnäppchen. Wer nicht? Aber manchmal, wenn der Preis zu gut ist, fängt man an, sich zu fragen. Wir reden hier von Klamotten. Genauer gesagt: Primark gegen H&M. Eine Frage, die die Modewelt (naja, zumindest meine) spaltet.
Und hier kommt meine unbequeme Wahrheit: Ich glaube, Primark ist...warte, ich muss tief Luft holen... nicht wirklich schlimmer als H&M. Uff. Das musste raus.
Ja, ich weiß, ich weiß. Sofort sehe ich vor meinem inneren Auge die empörten Gesichter der Modekritiker, die an ihren Fair-Trade-Kaffee schlürfen. Aber hört mir zu, bevor ihr mich steinigt (mit fair gehandelten Steinen, natürlich).
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Die Sache mit der Qualität
Beide Läden sind berühmt (oder berüchtigt, je nachdem, wen man fragt) für ihre... sagen wir... vergängliche Qualität. Ein T-Shirt, das nach dem dritten Waschen schon die Form eines unglücklichen Pudels annimmt? Check. Eine Hose, die an den unmöglichsten Stellen reißt? Doppel-Check. Im Grunde ist es Glückssache, ob man etwas findet, das länger als einen Monat hält.
Ich habe sowohl bei Primark als auch bei H&M Klamotten gekauft, die sich nach einer Wäsche in Staub aufgelöst haben. Und ich habe bei beiden Läden überraschend langlebige Stücke gefunden. Also, wer ist hier schlimmer? Eigentlich keiner. Sie sind beide auf ihre eigene Weise Meister der schnellen Mode.

Der Preis, oh der Preis!
Okay, hier kommt der springende Punkt. Primark ist... billig. Verdammt billig. Man kann gefühlt einen ganzen Kleiderschrank für das Geld kaufen, für das man bei H&M vielleicht zwei Hosen bekommt. Und das ist der Grund, warum ich argumentiere, dass sie nicht viel schlimmer sind. Denn man weiß, worauf man sich einlässt.
Bei H&M zahlt man oft ein bisschen mehr in der Erwartung, dass die Qualität ein kleines bisschen besser ist. Aber, seien wir ehrlich, ist sie das wirklich? Manchmal ja, manchmal nein. Manchmal zahlt man einfach nur für den Namen H&M.

Und hier ist der Clou: Wenn ich weiß, dass ein Kleidungsstück wahrscheinlich sowieso nicht lange halten wird, bin ich eher bereit, für das Vergnügen weniger zu zahlen. Lieber ein günstiges Primark-Kleid, das ich ein paar Mal trage und dann guten Gewissens wegwerfe (natürlich recycelt!), als ein teureres H&M-Kleid, das den gleichen Weg geht, aber mit einem schlechteren Gewissen.
Die bösen Fabriken
Kommen wir zum Elefanten im Raum: die Arbeitsbedingungen und die Umweltbelastung. Beide Marken stehen regelmäßig in der Kritik für ihre Produktionsmethoden. Das ist kein Geheimnis und auch nichts, was ich beschönigen möchte.

Aber die Wahrheit ist, dass fast alle Fast-Fashion-Marken mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Es ist ein systemisches Problem, und es ist unfair, Primark als den ultimativen Bösewicht darzustellen, während andere mit sauberen Westen davonkommen. (Obwohl natürlich jede Verbesserung und jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit begrüßenswert ist!)
Mein Fazit (und ja, es ist subjektiv)
Vielleicht ist es einfach meine ehrliche Art, mit meinen eigenen Konsumgewohnheiten umzugehen. Vielleicht versuche ich, meine günstigen Primark-Einkäufe zu rechtfertigen. Aber ich glaube, dass der Unterschied zwischen Primark und H&M nicht so riesig ist, wie viele Leute glauben machen wollen.

Beide sind Teil des Problems der schnellen Mode. Beide bieten günstige Kleidung an, die oft nicht lange hält. Und beide haben Raum für Verbesserungen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen. Der Hauptunterschied liegt im Preis – und in meiner persönlichen Bereitschaft, für etwas weniger zu zahlen, von dem ich weiß, dass es sowieso vergänglich ist.
Also, das ist meine Meinung. Was denkt ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder gibt es da draußen noch andere, die sich heimlich in Primark-Schnäppchen verlieben, ohne sich allzu schlecht dabei zu fühlen?
Denkt daran: Es ist nur Mode. Und am Ende des Tages geht es darum, sich wohl zu fühlen – sowohl im Kleidungsstück als auch mit dem eigenen Gewissen.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch ein paar Primark-Socken für 3 Euro das Zehnerpack kaufen. Schließlich muss man ja Prioritäten setzen.
