Ist Keine Antwort Auch Eine Antwort

Also, hört mal zu, Leute! Setzt euch, bestellt euch 'nen Kaffee (oder 'nen Feierabendbier, ich urteile nicht!), denn ich hab da was für euch. Es geht um eine Frage, die Philosophen seit der Erfindung des Grübelns beschäftigt: Ist keine Antwort auch eine Antwort?
Klingt erstmal nach 'ner tiefgründigen Frage für 'ne Netflix-Doku, oder? Aber keine Sorge, wir machen's locker. Denkt mal drüber nach: Ihr fragt euren Partner, ob er vergessen hat, den Müll rauszubringen. Stille. Totale, ohrenbetäubende Stille. Ist das eine Antwort? Oh ja, meine Freunde. Lauter als ein ganzes Symphonieorchester voller Mülltonnen!
Die Kunst des Schweigens
Die Sache ist die: Schweigen kann tausendundeine Bedeutung haben. Es kann bedeuten: "Ich hab's vergessen und schäme mich." Es kann bedeuten: "Ich hab's vergessen und will keinen Streit anfangen." Es kann sogar bedeuten: "Ich hab's vergessen, und ich bin zu beschäftigt mit dem Nachdenken über die Quantenphysik, um mich darum zu kümmern!" (Okay, vielleicht nicht immer, aber lasst mir meine Übertreibungen!).
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Das Problem ist, dass wir Menschen von Natur aus Lückenfüller sind. Wir müssen alles interpretieren. Wenn jemand nicht antwortet, spinnen unsere kleinen grauen Zellen sofort ein ganzes Drehbuch zusammen. Und das Drehbuch ist meistens dramatischer als die letzte Folge von "Game of Thrones".
Denkt an das berühmte Zitat: "Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, sag lieber gar nichts." Was, wenn das jemand wörtlich nimmt? Bekommen wir dann eine Stille, die so dick ist, dass man sie mit dem Messer schneiden kann? Definitiv! Und diese Stille sagt mehr als tausend Worte (meistens Worte, die nicht besonders nett wären).

Apropos "mehr als tausend Worte": Wusstet ihr, dass Schweigen in einigen Kulturen ein Zeichen von Respekt ist? In Japan, zum Beispiel, gilt es oft als unhöflich, jemanden zu unterbrechen oder ihm ins Wort zu fallen. Man lässt den anderen ausreden, auch wenn das bedeutet, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauert. Ist das dann eine Antwort? Ja, die Antwort ist: "Ich respektiere dich genug, um dir zuzuhören." (Oder: "Ich habe gerade überlegt, was ich zum Abendessen kochen soll.")
Schweigen ist Gold, Reden ist Blech (oder so ähnlich)
Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Wann ist Schweigen keine Antwort? Nun, wenn ihr zum Beispiel bei einem Mathetest gefragt werdet: "Was ist 2 + 2?", und ihr sagt nichts, dann ist das einfach nur falsch. Keine Magie, keine philosophischen Spitzfindigkeiten, nur pure, unverfälschte Inkorrektheit.

Oder, wenn ihr bei einer Geiselnahme seid und der Geiselnehmer fragt: "Wo ist der Schlüssel?", und ihr schweigt, dann ist das zwar mutig, aber wahrscheinlich auch nicht die klügste Entscheidung. (Außer, ihr habt den Schlüssel heimlich gegessen. Dann ist es brilliant!)
Merke: Der Kontext macht's! Eine Stille kann Zustimmung, Ablehnung, Verwirrung, Desinteresse, Langeweile, Respekt, Angst oder einfach nur ein dringendes Bedürfnis nach einem Schluck Kaffee bedeuten.

Die ultimative Frage: Was tun?
Also, was lernen wir daraus? Erstens: Interpretiert nicht zu viel. Bevor ihr euch in wilde Spekulationen verliert, fragt lieber nach! (Natürlich auf eine nette Art und Weise, sonst bekommt ihr wieder nur Schweigen als Antwort). Zweitens: Seid euch bewusst, dass eure eigene Stille auch eine Aussage ist. Überlegt gut, was ihr damit kommunizieren wollt.
Und drittens (und das ist vielleicht das Wichtigste): Habt Spaß damit! Das Leben ist zu kurz, um sich über jede Stille den Kopf zu zerbrechen. Manchmal ist es einfach besser, die Stille zu genießen, ein bisschen Musik anzumachen und zu hoffen, dass euer Partner den Müll von alleine rausbringt.
Denn, liebe Freunde, am Ende des Tages ist die Frage, ob keine Antwort auch eine Antwort ist, vielleicht gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, wie wir mit der Stille umgehen und was wir daraus machen. Und jetzt, Prost! (Auf die Stille und all ihre vielen Bedeutungen!)
