Ist Hand Mund Fuß Meldepflichtig

Wir verstehen, dass Sie sich Sorgen machen, wenn Ihr Kind plötzlich Fieber hat und kleine Bläschen an Händen, Füßen und im Mund entdeckt werden. Der Verdacht auf Hand-Mund-Fuß-Krankheit liegt nahe. Es ist ganz natürlich, dass Sie in dieser Situation wissen möchten, welche Schritte Sie unternehmen müssen und ob eine Meldepflicht besteht. Wir möchten Ihnen helfen, diese Fragen zu beantworten und Ihnen einige beruhigende Informationen an die Hand zu geben.
Viele Eltern stehen vor der Frage: Ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit meldepflichtig? Die Antwort ist nicht ganz einfach und hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere davon, wo Sie leben und welche Institution betroffen ist.
Meldepflicht: Was Sie wissen müssen
In Deutschland ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit nicht generell nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig. Das bedeutet, dass Ärzte sie nicht automatisch an das Gesundheitsamt melden müssen, wenn sie eine Diagnose stellen.
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Aber:
- Gemeinschaftseinrichtungen: Es gibt eine Ausnahme, und die betrifft Kinderbetreuungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen. Auch wenn keine generelle Meldepflicht besteht, sind Sie als Eltern verpflichtet, die Einrichtung über die Erkrankung Ihres Kindes zu informieren. Die Einrichtung entscheidet dann, ob sie das Gesundheitsamt informiert. Dies dient dem Schutz anderer Kinder und Erzieher.
- Informationspflicht: Sie haben also eine Informationspflicht gegenüber der Betreuungseinrichtung, nicht unbedingt eine Meldepflicht im eigentlichen Sinne.
- Gesundheitsamt: In seltenen Fällen, beispielsweise bei einem ungewöhnlich schweren Verlauf oder wenn es zu einem gehäuften Auftreten in einer Einrichtung kommt, kann das Gesundheitsamt aktiv werden und Informationen anfordern.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist in Deutschland nicht generell meldepflichtig, aber die Betreuungseinrichtung muss informiert werden.

Warum keine generelle Meldepflicht?
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist zwar unangenehm, verläuft aber in den meisten Fällen harmlos und heilt von selbst aus. Eine generelle Meldepflicht würde daher einen unverhältnismäßig hohen administrativen Aufwand bedeuten.
Allerdings ist es wichtig zu betonen, dass die Krankheit hoch ansteckend ist. Daher sind Hygienemaßnahmen von entscheidender Bedeutung, um die Ausbreitung zu verhindern.
Was Sie tun können
Auch wenn keine Meldepflicht besteht, sollten Sie folgende Schritte unternehmen:

- Arztbesuch: Suchen Sie einen Arzt auf, um die Diagnose bestätigen zu lassen und andere Ursachen auszuschließen.
- Information der Betreuungseinrichtung: Informieren Sie unverzüglich die Kindertagesstätte oder Schule über die Erkrankung Ihres Kindes.
- Hygienemaßnahmen: Achten Sie auf sorgfältige Hygiene, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Dazu gehören regelmäßiges Händewaschen mit Seife, insbesondere nach dem Windelwechseln oder dem Kontakt mit Bläschen.
- Isolation: Lassen Sie Ihr Kind zu Hause, bis die Bläschen verkrustet sind und kein Fieber mehr besteht. Dies minimiert das Ansteckungsrisiko für andere Kinder.
- Symptomlinderung: Lindern Sie die Symptome Ihres Kindes mit schmerzlindernden Mitteln (nach Absprache mit dem Arzt) und ausreichend Flüssigkeit.
Umgang mit der Erkrankung im Alltag
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit kann für Kinder und Eltern sehr belastend sein. Das Kind hat Schmerzen im Mund, verweigert möglicherweise die Nahrungsaufnahme und ist unruhig. Eltern sind besorgt und möchten, dass es ihrem Kind schnell wieder besser geht.
Hier sind einige Tipps für den Umgang mit der Erkrankung im Alltag:

- Geduld: Die Krankheit dauert in der Regel etwa eine Woche. Seien Sie geduldig und geben Sie Ihrem Kind die Zeit, die es braucht, um sich zu erholen.
- Weiche Nahrung: Bieten Sie Ihrem Kind weiche, kühle Speisen an, die leicht zu schlucken sind. Vermeiden Sie saure oder scharfe Speisen, da diese die Bläschen im Mund reizen können.
- Ausreichend Flüssigkeit: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, um einer Dehydration vorzubeugen.
- Nähe und Zuwendung: Geben Sie Ihrem Kind viel Nähe und Zuwendung, um ihm Trost zu spenden.
- Ruhe: Sorgen Sie für ausreichend Ruhe und Schlaf, damit sich der Körper erholen kann.
Wichtig: Wenn sich der Zustand Ihres Kindes verschlechtert, z.B. hohes Fieber auftritt oder es Anzeichen einer Dehydration zeigt, suchen Sie umgehend einen Arzt auf!
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist unangenehm, aber in den allermeisten Fällen harmlos. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Ihrem Kind helfen, die Zeit der Erkrankung gut zu überstehen. Denken Sie daran, die Betreuungseinrichtung zu informieren und auf Hygiene zu achten.
Haben Sie weitere Fragen zur Hand-Mund-Fuß-Krankheit oder zu anderen Kinderkrankheiten? Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder informieren Sie sich auf vertrauenswürdigen Webseiten.
