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Irischer Missionar In Franken


Irischer Missionar In Franken

Okay, liebe Leser, stellt euch mal vor: Ihr seid ein irischer Mönch, sagen wir mal so um das 7. Jahrhundert. Ihr habt’n Bart, der länger ist als eure Geduld für komplizierte Latein-Grammatik, und ihr wollt die Welt bekehren. Soweit, so bibelfest. Aber dann, und jetzt kommt der Clou, verschlägt es euch ausgerechnet nach Franken. Na, klingelt’s da? Franken, das ist wie...naja, wie Bayern, nur noch ein bisschen fränkischer. Und das will was heißen!

Irischer Missionar in Franken? Das ist wie 'ne Pizza Hawaii auf 'nem fränkischen Weinfest! Passt irgendwie nicht so ganz, oder?

Diese irischen Missionare, die waren schon 'ne ganz eigene Sorte. Tapfer, fromm, und wahrscheinlich ein bisschen verrückt. Denn mal ehrlich, wer verlässt schon freiwillig die grüne Insel, um in einem Land anzukommen, wo die Leute so sprechen, dass selbst Google Translate kapituliert? Wir reden hier von Leuten wie Kilian, Kolonat und Totnan. Drei Namen, die sich anhören, als hätte jemand beim Scrabble gewonnen, aber in Wahrheit echte Heilige waren. Und Märtyrer! Was vermutlich erklärt, warum sie heiliggesprochen wurden. Stichwort: Märtyrer.

Ein bisschen Missionierungs-Chaos

Stellt euch vor, Kilian kommt nach Würzburg. Der versucht, den fränkischen Herzog Gozbert zu bekehren. Gozbert, ein gestandener Franke, so der Typ "Bierbauch und 'n Schwert", hört sich das alles an, nickt artig, aber denkt sich wahrscheinlich: "Jo mei, lass den Iren mal schwafeln."

Das Problem war nämlich: Gozbert war mit der Frau seines Bruders verheiratet. Und Kilian, der moralische Kompass auf zwei Beinen, sagt: "Nee, das geht aber gar nicht! Das ist sündhaft!". Tja, und was passiert? Gozbert wird, angeblich, von seiner eigenen Frau um die Ecke gebracht, weil die keinen Bock auf Kilians Moralpredigten hatte. Drama, Baby, Drama!

3. Irischer Abend mit der Band O'Malley — Drei-Franken-Eck
3. Irischer Abend mit der Band O'Malley — Drei-Franken-Eck

Und Kolonat und Totnan? Die haben wahrscheinlich nur doof aus der Wäsche geguckt und gedacht: "Oha, das ist ja mal 'n fränkischer Empfang!". Auch die wurden nämlich kurzerhand gemeuchelt. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Missionsreise!

Also, kurz gesagt: Die fränkischen Herzöge waren jetzt nicht so die begeisterten Fans von irischer Moral.

Ein irischer Missionar als Schutzpatron - Hohberg - Badische Zeitung
Ein irischer Missionar als Schutzpatron - Hohberg - Badische Zeitung

Was bleibt?

Aber hey, trotz allem: Die irischen Missionare haben Spuren hinterlassen. Kilian ist der Schutzpatron von Würzburg, und die Franken gedenken ihm mit dem Kiliani-Fest. Das ist im Prinzip wie ein riesiges Volksfest, nur dass alle wissen, dass das Ganze eigentlich auf 'ner ziemlich blutigen Geschichte basiert. Aber hey, das ist Franken! Wir feiern alles, Hauptsache es gibt Bier und Bratwurst!

Denkt mal drüber nach: Da kommen drei Iren, wollen die Franken bekehren, und am Ende werden sie selbst bekehrt – nämlich zur ewigen Ruhe. Ironie des Schicksals, oder? Aber so ist das Leben. Manchmal plant man 'ne Mission, und am Ende wird man selbst missioniert. Zumindest, wenn man nach Franken kommt. Denn Franken, das ist wie 'ne Parallelwelt. Man versteht sie erst, wenn man drin ist. Und selbst dann nicht immer.

„Celtic Rhythm“: Irischer Folk begeistert Zuschauer - Kulmbach
„Celtic Rhythm“: Irischer Folk begeistert Zuschauer - Kulmbach

Also, das nächste Mal, wenn ihr durch Franken fahrt und 'ne Kirche mit 'nem irischen Namen seht, denkt an Kilian, Kolonat und Totnan. Und daran, dass selbst die frommsten Mönche manchmal an den fränkischen Gepflogenheiten scheitern können. Und vielleicht, nur vielleicht, zündet ihr eine Kerze an. Nicht unbedingt für die Missionare, sondern für euch selbst. Denn wer weiß, vielleicht müsst ihr ja auch mal nach Franken.

Und dann...tja, dann seid ihr gewarnt!

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