Internal Rate Of Return Equation

Weißt du, letztens habe ich versucht, meiner Oma zu erklären, was ich beruflich mache. Irgendwann kam das Wort "Internal Rate of Return" ins Spiel. Ihr Blick war Gold wert. Sie meinte nur: "Mensch, das klingt ja komplizierter als der Einkaufszettel für Weihnachten!" Und ehrlich gesagt, so unrecht hat sie nicht. Aber keine Sorge, wir werden das heute mal auseinandernehmen – ganz ohne komplizierte Einkaufslisten!
Das Ding ist nämlich, dass hinter diesem sperrigen Begriff eine ziemlich nützliche Idee steckt. Stell dir vor, du hast zwei Investitionsmöglichkeiten. Option A verspricht dir nach fünf Jahren 10.000 Euro Gewinn. Option B lockt mit 12.000 Euro, aber erst nach sieben Jahren. Welche ist besser? Bauchgefühl? Vielleicht. Aber die interne Zinsfuß-Rechnung (Internal Rate of Return – IRR) kann dir dabei helfen, eine fundiertere Entscheidung zu treffen. (Pssst... das ist das, was Banker und Finanzexperten so geheimnisvoll brabbeln!)
Was ist die magische Formel?
Okay, jetzt wird's kurz technisch. Aber keine Panik, ich versuche, es so einfach wie möglich zu halten. Die IRR ist im Grunde der Zinssatz, bei dem der Nettogegenwartswert (NPV) einer Investition null wird.
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Ja, ich weiß, noch ein Fachbegriff! Der NPV ist einfach die Summe aller zukünftigen Cashflows (also die Einnahmen und Ausgaben), die auf den heutigen Wert abgezinst werden. Klingt kompliziert? Ist es auch, wenn man es von Hand rechnet. Aber dafür gibt's ja Excel und andere schlaue Programme. (Gott sei Dank!)
Die eigentliche IRR-Formel sieht so aus:

0 = CF0 + CF1 / (1+IRR)1 + CF2 / (1+IRR)2 + ... + CFn / (1+IRR)n
Wo:
CF0 = die anfängliche Investition (normalerweise negativ, weil du ja Geld ausgibst)
CF1, CF2, ... CFn = die Cashflows in den Jahren 1, 2, ... n
IRR = der interne Zinsfuß, den wir suchen

Ja, das sieht nach purer Mathematik aus. Aber lass dich nicht abschrecken! In der Praxis benutzt man, wie gesagt, Software, die das für dich ausrechnet. Der Clou ist zu verstehen, was die Zahl bedeutet.
Was sagt uns die IRR?
Die IRR gibt dir einen Prozentsatz. Je höher dieser Prozentsatz, desto attraktiver ist die Investition. Einfach, oder?

Im Wesentlichen sagt dir die IRR: "Diese Investition ist so gut wie ein Festgeldkonto mit einem Zinssatz von [IRR-Prozentsatz]." Wenn also die IRR für Option A 15% beträgt und die für Option B 10%, dann wäre Option A aus finanzieller Sicht attraktiver. (Vorausgesetzt, das Risiko ist vergleichbar, aber das ist ein anderes Thema!).
Wichtig: Vergleiche die IRR immer mit deiner erforderlichen Rendite oder deinen Kapitalkosten. Wenn deine Kapitalkosten beispielsweise 8% betragen, dann solltest du nur in Projekte investieren, deren IRR höher als 8% ist. Andernfalls machst du unterm Strich keinen Gewinn.

Wozu das Ganze?
Die IRR hilft dir, Investitionsprojekte zu vergleichen, auch wenn sie unterschiedlich lange dauern oder unterschiedliche Cashflows haben. Sie gibt dir eine standardisierte Kennzahl, mit der du beurteilen kannst, welche Investition am effizientesten ist. (Effizienz ist das Zauberwort!)
Denk aber daran, dass die IRR auch ihre Schwächen hat. Sie kann bei Projekten mit unregelmäßigen Cashflows zu falschen Ergebnissen führen (mehrere IRRs!). Und sie berücksichtigt nicht die Größe der Investition. Eine Investition mit einer hohen IRR, aber einem kleinen Investitionsbetrag, kann weniger lukrativ sein als eine Investition mit einer niedrigeren IRR, aber einem viel größeren Betrag.
Also, liebe Oma, die IRR ist vielleicht nicht so einfach wie ein Einkaufszettel, aber mit ein bisschen Übung kann man sie durchaus verstehen. Und wer weiß, vielleicht hilfst du mir ja bald, die nächste Investitionsentscheidung zu treffen! (Vielleicht... lieber doch nicht beim Weihnachtseinkauf!)
