In Welcher Zeitform Schreibt Man Eine Charakterisierung

Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat nicht schon mal panisch vor einem leeren Blatt Papier gesessen und sich gefragt: "Verdammt, in welcher Zeitform schreibe ich jetzt diese Charakterisierung? Ist das wie ein Bewerbungsgespräch, wo alles perfekt sein muss, oder eher wie ein lockerer Plausch mit dem besten Freund?"
Keine Sorge, du bist nicht allein! Das ist ein Klassiker, so wie die Frage, ob man die Socken in Sandalen tragen darf (Antwort: Geschmackssache, aber besser nicht 😉). Aber im Ernst, die Zeitform in einer Charakterisierung ist tatsächlich wichtig, denn sie beeinflusst, wie lebendig und glaubwürdig dein Charakter wirkt.
Die glorreiche Gegenwart: Ein lebendiges Porträt
Die Gegenwart (Präsens) ist oft die erste Wahl, wenn es um Charakterisierungen geht. Warum? Weil sie deinen Charakter sofort ins Hier und Jetzt katapultiert. Stell dir vor, du malst ein Porträt: Im Präsens ist es, als würde die Person direkt vor dir sitzen und posieren. Du beschreibst ihre Handlungen, Gewohnheiten und Gedanken, als ob sie gerade passieren würden.
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Denk an deinen Nachbarn, der jeden Morgen um 6 Uhr seinen Rasen mäht. Du würdest sagen: "Herr Müller mäht jeden Morgen um 6 Uhr seinen Rasen." Du beschreibst eine Regelmäßigkeit, etwas, das im gegenwärtigen Leben von Herrn Müller passiert. Das macht ihn greifbar, verständlich und... naja, vielleicht ein bisschen nervig, wenn du ausschlafen willst. 😉
Beispiel: "Lisa ist eine ruhige und besonnene Schülerin. Sie liest viel und hilft oft ihren Mitschülern."

Die Vergangenheit: Ein Blick zurück
Manchmal willst du aber nicht nur den aktuellen Zustand beschreiben, sondern auch, wie dein Charakter zu dem geworden ist, was er heute ist. Hier kommt die Vergangenheit (Präteritum) ins Spiel. Sie ist perfekt, um die Entwicklung deines Charakters zu beleuchten, seine prägenden Erfahrungen und die Ereignisse, die ihn geformt haben.
Stell dir vor, du erzählst die Geschichte deiner Oma. Du würdest sagen: "Oma war immer für uns da. Sie backte jeden Sonntag einen Kuchen und erzählte uns Geschichten aus ihrer Jugend." Du blickst zurück und beschreibst die Vergangenheit deiner Oma. Das gibt deiner Charakterisierung Tiefe und Kontext.
Beispiel: "Früher war Max ein schüchterner Junge. Er verbrachte seine Zeit lieber mit Büchern als mit anderen Kindern."

Und was ist mit dem Plusquamperfekt?
Okay, jetzt wird's ein bisschen nerdig, aber keine Panik! Das Plusquamperfekt ist die Vorvergangenheit. Es wird benutzt, um etwas zu beschreiben, das vor einem anderen Ereignis in der Vergangenheit passiert ist. Denk an eine doppelte Rückblende!
Beispiel: "Nachdem sie das Buch gelesen hatte, verstand sie endlich, warum er so traurig war."

Der Mix macht's!
Die Wahrheit ist: Du musst dich nicht für eine Zeitform entscheiden. Oft ist ein Mix das Beste! Beginne mit dem Präsens, um deinen Charakter vorzustellen, und wechsle dann ins Präteritum oder Plusquamperfekt, um seine Vergangenheit zu beleuchten. So schaffst du ein lebendiges und vielschichtiges Bild.
Beispiel: "Sophie ist eine talentierte Künstlerin. Sie arbeitet Tag und Nacht an ihren Gemälden. Ihre Liebe zur Kunst entstand, als sie als Kind mit ihrer Oma Museen besuchte."
Also, keine Angst vor der Zeitform! Experimentiere, probiere aus und finde heraus, was am besten zu deinem Charakter und deiner Geschichte passt. Und denk daran: Schreiben soll Spaß machen! (Auch wenn es manchmal ein bisschen wie Rasenmähen um 6 Uhr morgens ist 😉).
