Imparfait Und Passe Compose übung

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr versucht, in einem Restaurant zu bestellen, aber der Kellner scheint eine Geheimsprache zu sprechen? Genau so fühlt es sich an, wenn man sich das erste Mal mit dem Imparfait und dem Passé Composé herumschlägt. Zwei Verbformen, die so ähnlich klingen, aber doch unterschiedliche Geschichten erzählen. Stell dir vor, sie sind wie zwei Freunde, die ständig darum streiten, wer die spannendere Anekdote aus dem letzten Urlaub hat.
Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Versuch, diese beiden Zeitformen auseinanderzuhalten. Ich war in Paris, natürlich! Wo sonst sollte man sich mit französischer Grammatik quälen? Ich saß in einem kleinen Café, umgeben von dem Geruch von frisch gebackenem Brot und starkem Kaffee. Ich wollte (Imparfait!) der Kellnerin erzählen, dass ich gestern (Passé Composé!) einen wunderschönen Sonnenuntergang an der Seine gesehen hatte. Was herauskam, war eher ein grammatikalisches Desaster, das vermutlich irgendetwas mit einem verirrten Regenschirm und einem hungrigen Papagei zu tun hatte.
Die Kellnerin lächelte freundlich – entweder verstand sie mich tatsächlich oder sie war einfach an Touristen gewöhnt, die die französische Sprache misshandelten. Wahrscheinlich beides. Aber genau in diesem Moment wurde mir klar: Das ist wie ein Spiel! Ein grammatikalisches Versteckspiel, bei dem es darum geht, die richtige Form zu finden und damit eine Geschichte zu erzählen, die Sinn ergibt.
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Der Charme des Unvollkommenen
Der Imparfait ist wie ein sanfter Wind, der durch deine Erinnerungen weht. Er beschreibt, was du immer getan hast, was üblich war, wie es früher war. Stell dir vor, du erzählst von deiner Kindheit: "Ich spielte jeden Tag im Garten." Das "spielte" ist Imparfait. Es ist eine Gewohnheit, ein Zustand, der sich wiederholt. Es ist das Hintergrundrauschen deiner Vergangenheit.
Mein bester Freund, nennen wir ihn Pierre, hatte eine geniale Methode, sich den Imparfait zu merken. Er stellte sich vor, er sei ein alter Mann, der auf einer Schaukel sitzt und Anekdoten aus seinem Leben erzählt. "Früher, war alles besser!" (Obwohl, war es das wirklich, Pierre?). Jedes Mal, wenn er "war" sagte, wusste er, dass er den Imparfait brauchte.

Der Nervenkitzel des Augenblicks
Der Passé Composé hingegen ist wie ein Blitz! Er beschreibt eine abgeschlossene Handlung, etwas, das passiert ist. "Ich habe den Eiffelturm bestiegen." Das "habe bestiegen" ist Passé Composé. Es ist ein einzelnes Ereignis, ein Foto in deinem Erinnerungsalbum.
Einmal, als ich versucht habe, einem amerikanischen Freund den Unterschied zu erklären, habe ich ein kleines Theaterstück aufgeführt. Ich rannte im Kreis und schrie: "Ich rannte!" (Imparfait – ich war in dem Moment gerade am Rennen). Dann stolperte ich und fiel hin: "Ich bin hingefallen!" (Passé Composé – es ist vorbei, das Ereignis ist abgeschlossen). Mein Freund war verwirrt, aber er hat den Unterschied verstanden. Hoffe ich zumindest.

"Der Unterschied zwischen dem Imparfait und dem Passé Composé ist wie der Unterschied zwischen einem Film und einem Foto," sagte mein Französischlehrer, Monsieur Dubois.
Üben, Üben, Üben!
Und jetzt kommt der Teil, vor dem sich alle fürchten: die Übungen! Aber keine Angst, es muss nicht langweilig sein. Stellt euch vor, ihr seid Detektive, die einen Fall lösen müssen. Jedes Verb ist ein Indiz, das euch hilft, die Wahrheit herauszufinden. Was ist passiert? Wann ist es passiert? Wie war es?

Eine lustige Übung ist es, sich eine Szene vorzustellen und sie aus verschiedenen Perspektiven zu beschreiben. Zum Beispiel: "Ich aß gerade ein Croissant, als plötzlich ein Vogel es mir aus der Hand riss!" Der erste Teil (aß) ist Imparfait (ich war gerade dabei), der zweite Teil (riss) ist Passé Composé (die Handlung ist abgeschlossen).
Und wenn ihr euch trotzdem verirrt, dann denkt an meine Pariser Erfahrung zurück. Macht Fehler! Lacht darüber! Und lernt daraus! Denn am Ende des Tages ist es nur ein Spiel. Ein grammatikalisches Spiel, das uns hilft, die Welt und die Geschichten, die wir darin erleben, besser zu verstehen. Und wer weiß, vielleicht werdet ihr ja eines Tages so fließend Französisch sprechen, dass ihr sogar die Kellner in Paris beeindrucken könnt. Bon courage!
