Im Westen Nichts Neues Von Erich Maria Remarque

Okay, Leute, haltet euch fest! Wir machen einen kleinen Ausflug in die Welt der Bücher, genauer gesagt, in ein Buch, das so eindrücklich ist, dass es selbst den härtesten Leser zum Nachdenken bringt. Die Rede ist von "Im Westen Nichts Neues" von Erich Maria Remarque. Ja, der Titel klingt vielleicht erstmal nach trockenem Geschichtsunterricht, aber glaubt mir, das ist es ganz und gar nicht!
Krieg? Nein Danke!
Stellt euch vor, ihr seid 18 Jahre alt. Frisch von der Schule, voller Träume und Pläne. Und dann... Trommelwirbel... meldet ihr euch freiwillig zum Krieg! Klingt verrückt? Ist es auch! Aber genau das passiert Paul Bäumer und seinen Freunden in Remarques Meisterwerk. Sie sind voller patriotischer Begeisterung, angestachelt von ihrem Lehrer, der ihnen erzählt, wie glorreich es ist, für's Vaterland zu sterben. Tja, die Realität an der Front sieht dann aber doch ein bisschen anders aus, oder?
Man könnte sagen, der Krieg ist wie eine richtig miese Party, auf die man eingeladen wurde, von der man aber ganz schnell wieder weg will. Nur, dass man eben nicht einfach gehen kann. Es ist laut, es ist dreckig, es stinkt und ständig versucht irgendjemand, dich umzubringen. Und das Schlimmste: Keiner weiß so wirklich, warum man überhaupt da ist!
Must Read
Remarque beschreibt das alles so krass und schonungslos, dass man das Gefühl hat, man würde selbst im Schützengraben sitzen, den Dreck schmecken und die Angst riechen. Und genau das ist es, was dieses Buch so besonders macht. Es ist kein Heldenepos, kein glorreicher Bericht von Schlachten und Siegen. Es ist das genaue Gegenteil: eine erschütternde Anti-Kriegs-Botschaft.
Die verlorene Generation
Paul und seine Freunde erleben Dinge, die kein Mensch erleben sollte. Sie sehen Kameraden sterben, werden selbst verwundet und verlieren nach und nach jegliche Illusionen. Ihr Glaube an die Ideale, für die sie in den Krieg gezogen sind, zerbricht Stück für Stück. Sie werden zu einer "verlorenen Generation", die nach dem Krieg nicht mehr ins zivile Leben zurückfindet. Stell dir vor, du kommst nach Hause, aber du fühlst dich fremd. Du verstehst die Leute nicht mehr, und sie verstehen dich nicht. Das ist, als würde man versuchen, ein USB-Kabel in eine Steckdose zu stecken - es passt einfach nicht!

Kameradschaft und Menschlichkeit
Aber es gibt auch Lichtblicke in dieser dunklen Geschichte. Die tiefe Kameradschaft zwischen den Soldaten ist ein Anker in der Hoffnungslosigkeit. Sie teilen ihr Essen, ihre Angst, ihre Träume. Sie trösten sich gegenseitig, wenn wieder einer von ihnen gefallen ist. Diese Beziehungen sind so stark, dass sie fast schon unzerbrechlich scheinen. Es ist, als wären sie eine Familie, die durch den Krieg zusammengeschweißt wurde.
Und trotz der Brutalität des Krieges gibt es immer wieder Momente der Menschlichkeit. Paul findet zum Beispiel einen französischen Soldaten im Schützengraben, der verletzt ist und stirbt. Er versucht, ihm zu helfen und fühlt eine tiefe Verbundenheit zu diesem Mann, obwohl er sein Feind sein sollte. Das zeigt, dass selbst im größten Hass noch ein Funken Mitgefühl existieren kann.

"Ich bin jung, ich bin zwanzig Jahre alt; aber ich kenne vom Leben nichts als Verzweiflung, Tod, Angst und sinnlose Oberflächlichkeit, die in einen Abgrund von Leiden geworfen ist. Ich sehe, dass die Völker gegeneinander gehetzt werden, und sie töten einander schweigend, unwissend, töricht, gehorsam. Ich sehe, dass die klügsten Köpfe neue Waffen erfinden, um es immer raffinierter und immer schneller zu machen, einander zu vernichten. Und ich sehe, dass dieser Wahnsinn noch lange nicht zu Ende ist."
Dieses Zitat fasst das ganze Buch perfekt zusammen. Es ist ein Aufschrei gegen den Krieg, gegen die Sinnlosigkeit des Tötens und gegen die Verblendung der Menschen.
Also, wenn ihr mal wieder Lust auf ein Buch habt, das euch so richtig packt und nicht mehr loslässt, dann greift zu "Im Westen Nichts Neues". Es ist zwar keine leichte Kost, aber es ist ein Buch, das man gelesen haben muss. Und wer weiß, vielleicht lernt man ja auch etwas über sich selbst dabei. Denn letztendlich geht es in diesem Buch nicht nur um den Krieg, sondern um die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein.
