If Clause Type 1 Und 2

Na, wer kennt's nicht? Man sitzt da so, träumt vor sich hin und malt sich die Zukunft in den buntesten Farben aus. "Wenn ich im Lotto gewinne, dann kaufe ich mir 'ne Insel!" – Zack! Da ist er, der If-Satz. Aber Moment mal, war da nicht was mit Typ 1 und Typ 2? Keine Panik, wir bringen Licht ins Dunkel, und zwar so locker, dass selbst dein innerer Grammatik-Muffel mitlacht.
If Clause Typ 1: Die realistische Träumerei
Der If Clause Typ 1 ist der Kumpel, der dich nicht gleich auslacht, wenn du von der Weltreise sprichst, obwohl dein Kontostand eher nach WG-Küche als nach Luxus-Resort aussieht. Er sagt: "Klar, wenn du sparst (if you save money), dann kannst du auch reisen (you can travel)!" – Realistisch, machbar, motivierend.
Stell dir vor, du stehst vor dem Kühlschrank, der gähnende Leere herrscht. Du denkst: "Wenn ich jetzt einkaufen gehe (if I go shopping now), dann kann ich mir was Leckeres kochen (I can cook something delicious)." Das ist If Clause Typ 1 in Reinform. Es ist wahrscheinlich, dass du einkaufen gehst, und wahrscheinlich, dass du danach ein tolles Essen hast. Also: Mögliche Bedingung, wahrscheinliche Folge. Check!
Must Read
Die Formel ist super easy: If + Simple Present, Simple Future (will/can/may + Infinitiv). Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Denk einfach an deinen nächsten Urlaub: "Wenn das Wetter gut ist (if the weather is good), dann gehe ich schwimmen (I will go swimming)." Simpel, oder?
If Clause Typ 2: Die Fantasie-Blüte
Jetzt wird's ein bisschen wilder. Der If Clause Typ 2 ist derjenige, der sagt: "Wenn ich ein Einhorn hätte (if I had a unicorn), dann würde ich damit zur Arbeit reiten (I would ride it to work)!" – Total unrealistisch, aber saucool.

Der Unterschied zum Typ 1 ist, dass es hier um unwahrscheinliche oder sogar unmögliche Bedingungen geht. Du hast kein Einhorn. Wahrscheinlich wirst du auch keins bekommen. Aber hey, träumen darf man ja! Und genau dafür ist der If Clause Typ 2 da.
Denk an deinen Ex. "Wenn er sich entschuldigen würde (if he apologized), dann würde ich ihm vielleicht verzeihen (I would maybe forgive him)." – Hier geht es nicht darum, ob er sich tatsächlich entschuldigt (eher unwahrscheinlich), sondern was wäre, wenn. Es ist eine hypothetische Situation, die in der Realität wahrscheinlich nicht eintreten wird.

Die Formel hier lautet: If + Simple Past, Conditional Simple (would/could/might + Infinitiv). Merke dir: Im If-Satz steht Simple Past, aber es geht nicht um die Vergangenheit! Es geht um eine hypothetische Gegenwart oder Zukunft.
Der kleine aber feine Unterschied
Der springende Punkt ist also die Wahrscheinlichkeit. If Clause Typ 1: "Wenn ich lerne (if I study), dann bestehe ich die Prüfung (I will pass the exam)." – Ist wahrscheinlich, wenn du dich reinhängst. If Clause Typ 2: "Wenn ich ein Genie wäre (if I were a genius), dann würde ich die Prüfung ohne Lernen bestehen (I would pass the exam without studying)." – Ist eher unwahrscheinlich, es sei denn, du bist heimlich Sheldon Cooper.

Merke: Typ 1 für realistische Szenarien, Typ 2 für die "Was wäre wenn"-Spiele im Kopf.
Und jetzt du!
Ok, genug Theorie. Jetzt bist du dran! Denk dir ein paar eigene Beispiele aus. If Clause Typ 1: "Wenn ich heute Abend Sport mache..." (if I do sports tonight...). If Clause Typ 2: "Wenn ich unsichtbar wäre..." (if I were invisible...).
Na, hast du den Dreh raus? Keine Sorge, Übung macht den Meister! Und selbst wenn du mal daneben liegst, ist das kein Beinbruch. Hauptsache, du hast Spaß dabei und kannst in Zukunft noch besser deine Träume (realistische und unrealistische) in Worte fassen. Und wer weiß, vielleicht gewinnst du ja doch noch im Lotto und kaufst dir die Insel. Wenn man träumt (if you dream), dann kann es ja auch wahr werden (it can come true)!
