Ich Wünsche Euch Einen Schönen 3 Advent

Oh je, schon wieder Sonntag? Und nicht irgendein Sonntag, nein, der 3. Advent. Ich wünsche euch einen schönen 3. Advent! Aber mal ehrlich, bin ich die Einzige, die denkt, die Adventszeit ist ein bisschen… viel?
Ich meine, Adventskalender. Super Idee, keine Frage. Aber zwischen Schokoladenstückchen Nummer 1 bis 24 liegt ein Minenfeld aus Erwartungen, Verpflichtungen und dem ständigen Gefühl, etwas zu verpassen. Oder zu vergessen. Hab ich schon alle Geschenke? Sind die Plätzchen gebacken? Brennt der Adventskranz nicht etwa lichterloh?
Und dann die Weihnachtsmärkte. Glühwein hier, Bratwurst da, „Oh, wie ist das schön“-Chöre aus allen Ecken. Klingt idyllisch, ist aber oft eher ein Gedränge wie beim Schlussverkauf. Und der Glühwein schmeckt irgendwie doch immer gleich, egal wo man ihn kauft.
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Aber hey, ich will ja nicht nur meckern. Es gibt ja auch schöne Seiten. Wenn die Kinderaugen leuchten, weil sie endlich das Playmobil-Schiff aus dem Kalender bekommen haben. Oder wenn man es sich mit einer Tasse Tee und einer warmen Decke auf dem Sofa gemütlich macht. Aber ganz ehrlich? Ich brauche nicht vier Adventssonntage, um das zu genießen. Einer, maximal zwei, würden auch reichen.
Die Sache mit den Plätzchen ist auch so eine Sache. Klar, selbst gebacken schmecken sie am besten. Aber die Wahrheit ist doch, dass die meisten von uns die Hälfte der Zeit mit dem Abkratzen verbrannter Teigreste vom Backblech verbringen. Und dann diese endlosen Diskussionen: Mit oder ohne Rosinen? Zuckerguss oder Schokolade? Mandeln ganz oder gehobelt? Es ist wie ein kleiner Familienkrieg jedes Jahr.

Ich finde, man sollte die Plätzchen einfach kaufen.
Ja, ich weiß, das ist Blasphemie. Aber es spart Nerven, Zeit und am Ende schmecken die gekauften Plätzchen meistens genauso gut. Und man hat mehr Zeit, sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen: Zum Beispiel, die Weihnachtsdekoration zu bewundern, die man letztes Jahr gekauft und dieses Jahr wieder hervorgekramt hat. Oder zu überlegen, welche Ausrede man benutzt, um der nächsten Weihnachtsfeier zu entkommen.
Apropos Weihnachtsfeiern: Es gibt nichts Schlimmeres als die erzwungene Fröhlichkeit auf diesen Veranstaltungen. Der Chef, der Witze erzählt, über die niemand lacht. Die Kollegin, die zu viel Glühwein getrunken hat und anfängt zu weinen. Und das Buffet, das immer irgendwie nach Kantine schmeckt. Ich sage ja nur.

Und dann die Sache mit dem perfekten Weihnachtsbaum. Man fährt stundenlang durch die Gegend, um den idealen Baum zu finden. Und am Ende steht dann doch ein schiefer, nadelnder Baum im Wohnzimmer, der viel zu groß für den Ständer ist. Aber Hauptsache, er sieht auf Instagram gut aus, oder?
Ich wünsche euch trotzdem einen schönen 3. Advent. Hoffentlich ohne allzu viel Stress, ohne verbrannte Plätzchen und ohne allzu viele peinliche Momente auf der Weihnachtsfeier. Genießt die Zeit, so gut es geht. Und wenn alles zu viel wird, dann gönnt euch einfach eine Auszeit. Mit einer Tasse Tee. Oder einem Glas Wein. Oder einer großen Portion gekaufter Plätzchen.

Vielleicht ist mein Problem ja auch einfach, dass ich die Erwartungen nicht erfülle, die an diese Zeit geknüpft sind. Die Vorstellung von der perfekten Adventszeit, die man in Filmen sieht, und die Realität, die meistens etwas chaotischer und weniger glanzvoll ist. Aber vielleicht ist das ja auch das Schöne daran. Das Unperfekte, das Echte, das Menschliche. Und die Vorfreude auf das, was wirklich zählt: Die Zeit mit den Liebsten.
Trotzdem: Ich wünsche euch einen schönen 3. Advent! Und vielleicht, nur vielleicht, schaffe ich es ja auch dieses Jahr, ein paar schöne Momente zu erleben. Ohne Stress, ohne Druck und ohne verbrannte Plätzchen. Versprochen ist aber nichts.
Denn mal ehrlich, die Adventszeit ist halt… die Adventszeit. Mit allem Drum und Dran. Und irgendwie gehört das Chaos ja auch dazu.
