Ich Teile Ihnen Folgendes Mit

Kennst du das? Da sitzt du, vielleicht gerade gemütlich auf dem Sofa, die Chipstüte in Reichweite, und plötzlich… PLING! Eine E-Mail. Oder eine Nachricht auf WhatsApp. Und was steht da? Meistens etwas in der Art von: „Ich teile Ihnen Folgendes mit…“
Ganz ehrlich, bei diesen Worten zucke ich innerlich immer leicht zusammen. Es klingt so… offiziell. So, als ob gleich ein wichtiges Dekret verkündet wird. Als ob der Bürgermeister persönlich dir mitteilen will, dass du ab sofort deine Mülltonne rosa anstreichen musst!
Es ist, als würde dein Leben kurz in eine Bürokratie-Simulation verwandelt. Plötzlich bist du nicht mehr du, der Mensch mit dem Chipskrümeln am Mundwinkel, sondern ein Empfänger einer bedeutsamen Mitteilung.
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Aber was steckt eigentlich dahinter? Was wollen die uns damit sagen? Im Grunde genommen ist "Ich teile Ihnen Folgendes mit…" einfach nur eine höfliche Einleitung. Eine Art Trommelwirbel, bevor die eigentliche Nachricht kommt. So wie wenn der Zirkusdirektor mit peitschendem Hut in die Manege springt und ankündigt: "Meine Damen und Herren, nun die Sensation des Abends!" Nur dass die Sensation meistens eher darin besteht, dass die Stromrechnung fällig ist oder der Chef ein neues Meeting ansetzt.
Warum nutzen wir diese Formulierung überhaupt? Naja, sie ist halt formell. Sie klingt professionell. Stell dir vor, du schreibst deinem Chef eine E-Mail und beginnst mit: "Ey, Alter, hier die Infos…" Wäre vielleicht nicht die beste Idee, oder? "Ich teile Ihnen Folgendes mit…" hingegen suggeriert, dass du die Sache ernst nimmst und die Mitteilung wertvoll ist.

Allerdings kann es auch ein bisschen übertrieben wirken. Manchmal frage ich mich, ob die Leute wirklich denken, sie würden gerade das Rad neu erfinden, wenn sie diese Worte tippen. Es ist, als würde man einen Brief mit einem Wachssiegel versehen, nur um mitzuteilen, dass im Kühlschrank keine Milch mehr ist.
Und was folgt dann meistens auf diesen pompösen Einstieg? Oft etwas ganz Banales! "Ich teile Ihnen Folgendes mit: Der Drucker ist kaputt." Oder: "Ich teile Ihnen Folgendes mit: Das Meeting verschiebt sich um 15 Minuten." Die Enttäuschung ist fast greifbar.

Ich erinnere mich an eine E-Mail, die ich mal bekommen habe. Der Betreff war: "Wichtige Mitteilung!" Voller Spannung öffnete ich die Mail, und was stand drin? "Ich teile Ihnen Folgendes mit: Das Büro ist am Freitag wegen Betriebsausflug geschlossen." Okay, danke für die Information. Aber hätte man das nicht auch etwas weniger dramatisch formulieren können?
Es ist wie mit diesen übermäßig komplizierten Rezepten, wo man am Ende feststellt, dass das Gericht im Grunde nur Rührei mit Schnittlauch ist. Viel Wind um nichts.

Also, was lernen wir daraus? "Ich teile Ihnen Folgendes mit…" ist eine nette, aber oft auch überflüssige Einleitung. Sie ist ein bisschen wie der steife Kragen eines Anzugs – formell, aber nicht unbedingt bequem. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Mut zur Lässigkeit haben. Wie wäre es stattdessen mit einem freundlichen: "Hallo!" oder einem einfachen: "Hier sind die Infos:"?
Es ist wie mit dem deutschen Wetter: Manchmal muss man einfach lachen, auch wenn es gerade regnet. Und manchmal muss man über diese steifen Formulierungen schmunzeln, auch wenn sie einem gerade im Posteingang begegnen.
Nimm es also mit Humor, wenn du das nächste Mal diese Worte liest. Stell dir den Absender einfach in einem übertrieben feierlichen Kostüm vor, der dir gerade eine brandneue Information über den Stand der Kaffeemaschine mitteilt. Und dann lächle. Denn letztendlich ist das Leben viel zu kurz für unnötige Bürokratie.
