Ich Schenke Dir Meinen Mann

Manchmal denke ich ja wirklich... ich schenke dir meinen Mann. Ja, du hast richtig gelesen. Ich schenke dir ihn. Klingt verrückt? Vielleicht. Aber hör mir erstmal zu.
Ich meine, wir alle kennen diese Tage, oder? Die Tage, an denen der Wäscheberg zum Mount Everest mutiert ist. Die Tage, an denen das Spülbecken aussieht, als hätte darin eine ganze Familie von Spülwürmern gewohnt. Und die Tage, an denen die Fernbedienung chronisch unter dem Sofa verschwindet.
Und dann ist da ER. Der Mann. Mein Mann. Dein potentieller Geschenkmann. Er sitzt da. Entspannt. Schaut Fußball. Oder liest irgendwas über... Autos? Irgendetwas, das definitiv nichts mit dem Chaos um ihn herum zu tun hat.
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Ich weiß, ich weiß. Das ist gemein. Aber manchmal... manchmal ist es einfach so. Und in diesen Momenten denke ich: "Weißt du was? Nimm ihn. Bitte. Ich brauche eine Pause."
Ich stelle mir dann vor, wie du ihn mit offenen Armen empfängst. Du freust dich über seine... sagen wir mal... einzigartigen Kochkünste. Du genießt seine Fähigkeit, stundenlang über die Vor- und Nachteile verschiedener Rasenmähermodelle zu diskutieren. Du bewunderst, wie er scheinbar mühelos Sockenpaare im Wäschekorb vermehrt.
Und ich? Ich sitze auf einer einsamen Insel. Mit einem Cocktail. Und Stille. Himmlische Stille. Nur das Rauschen des Meeres. Keine Fußballkommentare. Keine Rasenmäher-Fachgespräche. Keine verschwundenen Fernbedienungen. Nur ich. Und mein Cocktail. Und die Gewissheit, dass jemand anderes sich gerade mit meinem Mann auseinandersetzt.

Aber warte mal...
Bevor du jetzt jubelnd in die Hände klatschst und schon mal Platz auf dem Sofa machst, gibt es da ein paar kleine... nennen wir es mal... Details zu beachten.
Er schnarcht. Laut. So laut, dass du wahrscheinlich Ohrenstöpsel auf Krankenschein beantragen musst.
Er vergisst Geburtstage. Jahrestage. Alle Tage, die irgendeine Bedeutung haben könnten. Außer natürlich den Tag, an dem sein Lieblingsfußballverein gewonnen hat. Den merkt er sich komischerweise lebenslang.

Und seine Socken? Die lässt er wirklich überall liegen. Unter dem Sofa. Im Badezimmer. Im Kühlschrank. (Okay, vielleicht nicht im Kühlschrank, aber es würde mich nicht wundern.)
Ach ja, und er ist überzeugt, dass er der beste Grillmeister aller Zeiten ist. Auch wenn das Fleisch innen noch roh und außen schon verkohlt ist. Aber sag ihm das bloß nicht. Das könnte zu... emotionalen Ausbrüchen führen.
Trotzdem... ich bin immer noch bereit, ihn zu verschenken. Kurzzeitig. So für ein paar Stunden. Vielleicht einen Tag. Oder zwei. Aber dann... dann will ich ihn wiederhaben. Denn trotz all seiner Macken... liebe ich ihn ja doch.
Und mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal daran gedacht, seinen Partner kurzfristig "loszuwerden"? Gib es zu! Du hast es auch schon mal gedacht. Du würdest ihn vielleicht nicht gleich verschenken, aber vielleicht für ein Wochenende an eine weit entfernte Verwandte "ausleihen"?

Ich bin mir sicher, ich bin nicht die Einzige, die manchmal davon träumt. Also, wer möchte ihn haben? Nur Mut! Es ist ein einmaliges Angebot! (Gültig solange der Vorrat reicht. Und solange ich es nicht bereue.)
Vielleicht sollte ich eine Kleinanzeige schalten: "Zu verschenken: Ehemann, pflegeleicht (naja, fast), mit leichten Gebrauchsspuren. Ideal für Frauen mit viel Geduld und einem Faible für Fußball." Was meint ihr?
Am Ende des Tages ist es natürlich nur ein Scherz. Aber es zeigt, dass wir alle mal eine Auszeit brauchen. Und manchmal ist der Gedanke, den Partner kurzfristig "abzugeben", einfach nur... befreiend. Auch wenn wir ihn im nächsten Moment schon wieder vermissen.

Denn seien wir ehrlich: Wer würde uns sonst zum Lachen bringen? Wer würde uns sonst die Fernbedienung unterm Sofa hervorzaubern? Und wer würde uns sonst daran erinnern, dass der Müll rausgebracht werden muss? (Okay, vielleicht ist das kein Argument FÜR ihn, sondern GEGEN ihn... aber egal.)
Also, was lernen wir daraus? Vielleicht, dass die Ehe manchmal ein bisschen verrückt ist. Aber auch, dass sie voller Liebe und Humor steckt. Und dass es okay ist, auch mal einen "Ich schenke dir meinen Mann"-Moment zu haben. Solange man ihn am Ende des Tages wieder zurücknimmt.
In diesem Sinne: Prost! Auf unsere Ehemänner! (Und auf die stillen Inseln, von denen wir manchmal träumen.)
Und noch ein kleiner Nachtrag: Wenn mein Mann das hier liest... Schatz, ich liebe dich! Wirklich! Aber die Sache mit dem Rasenmäher... darüber müssen wir nochmal reden!
