Ich Habe Ständig Angst Dass Etwas Schlimmes Passiert

Ich gebe es zu: Ich bin ein Meister im Kopfkino. Und zwar im Horrorfilm-Genre. Mein Spezialgebiet? "Was wäre wenn..."-Szenarien, die mir den letzten Nerv rauben. Kennt ihr das auch?
Ich sage es mal so: Wenn das Murphy'sche Gesetz ein Mensch wäre, wäre er wahrscheinlich mein bester Freund. Denn alles, was schiefgehen kann, geht bei mir im Kopf garantiert schief. Und zwar bevor es überhaupt die Chance hat, real zu werden.
Die Sache mit dem Toast
Nehmen wir den Toaster. Ein harmloses Küchengerät, oder? Falsch! In meiner Welt ist der Toaster eine tickende Zeitbombe. Er könnte Feuer fangen! Die ganze Küche abfackeln! Die Katze weglaufen! Und dann... Ja, dann wird's richtig dramatisch.
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Klar, die Wahrscheinlichkeit, dass mein Toastbrot einen globalen Flächenbrand auslöst, ist gering. Sehr gering. Aber hey, was, wenn doch? Ich bin vorbereitet! Feuerlöscher parat, Notfallplan ausgearbeitet. Man kann ja nie wissen.
Der tägliche Wahnsinn
Das ist nur ein Beispiel. Der Alltag ist voll von solchen potenziellen Katastrophen. Die U-Bahn? Könnte entgleisen. Das Flugzeug? Könnte abstürzen. Der Lift? Könnte stecken bleiben. Die Liste ist endlos.

Und wisst ihr was? Manchmal glaube ich, ich bin nicht allein damit. Ich sehe sie, die anderen Angsthasen. Die, die im Restaurant immer mit dem Rücken zur Wand sitzen. Die, die dreimal prüfen, ob die Tür wirklich abgeschlossen ist. Die, die eigentlich Fallschirmspringen wollten, aber dann doch lieber einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa verbringen.
An dieser Stelle mal ein kleines "Hallo" an alle Leidensgenossen! Wir sind viele! Wir sind (wahrscheinlich) nicht verrückt! Und wir haben zumindest gute Ausreden, warum wir immer einen Regenschirm dabei haben (auch wenn die Sonne scheint).

Unbeliebte Meinung: Panik ist mein Freund!
Hier kommt meine unbeliebte Meinung: Ich finde meine Panikattacken... irgendwie... nützlich. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nützlich! Sie zwingen mich, vorsichtig zu sein. Umsichtig. Vorbereitet.
Klar, manchmal übertreibe ich es. Ich gebe es zu. Aber ist es nicht besser, zu viel Angst zu haben als zu wenig? Besser, einen Plan B (und C und D) in der Hinterhand zu haben, als unvorbereitet ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, dass ich mich manchmal lächerlich mache. Meine Freunde nennen mich liebevoll "Hypochonder". Meine Familie schüttelt nur noch den Kopf. Aber hey, wenn der Tag kommt, an dem wirklich etwas Schlimmes passiert, dann bin ich diejenige, die den Plan hat! Und den Feuerlöscher! Und das Fluchtauto!

Vielleicht sollte ich mir einen Job als Krisenmanager suchen. Oder eine Karriere als Drehbuchautor für Katastrophenfilme. Potenzial ist definitiv vorhanden. Ideen habe ich genug.
Entspannung ist was für Anfänger
Und was ist mit Entspannung? Meditation? Yoga? Tiefenatmung? Alles schön und gut, aber... irgendwie... langweilig. Mir ist es lieber, mich mit den potenziellen Gefahren des Lebens auseinanderzusetzen. Das hält mich wach! Das hält mich am Leben! (Glaube ich zumindest.)

Also, liebe Welt, sei gewarnt! Ich bin auf alles vorbereitet! (Fast alles.) Und falls doch etwas Unerwartetes passiert... Na ja, dann habe ich zumindest eine gute Geschichte zu erzählen. Und wahrscheinlich eine saftige Entschädigungszahlung. Man muss ja auch mal positiv denken.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch die Batterien meiner Taschenlampe überprüfen. Man weiß ja nie, wann der Strom ausfällt.
Euer ängstlicher Freund von nebenan.
