Ich Bin Kaputt Auf Englisch

Kennt ihr das Gefühl? Manchmal, da bin ich einfach… fertig. Komplett Kaputt. Und dann kommt der Moment, in dem ich das in meiner holprigen Mischung aus Deutsch und Englisch ausdrücken will.
Da steh ich dann. "Ich bin… Ich bin… Kaputt!"
Und dann die fragenden Blicke. Meistens gefolgt von einem: "You are what now?"
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"Ich Bin Kaputt": Eine Liebeserklärung an den Sprachmix
Ja, ich weiß. "Kaputt" ist Deutsch. Und ich versuche, Englisch zu sprechen. Aber irgendwie… irgendwie ist "Ich bin kaputt" einfach treffender als alles, was mir auf Englisch einfallen würde.
Ich meine, "I am broken" klingt viel zu dramatisch. So, als ob ich gerade eine existenzielle Krise durchlebe. "I am tired" ist zu harmlos. Das sagt man, wenn man nach einem langen Spaziergang müde ist. Nicht, wenn man das Gefühl hat, innere Organe sind dabei, sich zu verabschieden.
"I am exhausted" kommt der Sache schon näher, aber es fehlt… irgendwas. Dieses gewisse Etwas. Dieses deutsche "Kaputt"-Etwas.
Vielleicht ist es die Klangfarbe. "Kaputt" hat so einen schönen, dumpfen Klang. Es klingt nach… Resignation. Und das passt einfach perfekt zu meinem Zustand.

Warum Englisch manchmal einfach nicht reicht
Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Englisch. Aber manchmal, da fehlen einfach die passenden Worte. Es gibt Gefühle, Zustände, die sich auf Deutsch einfach besser beschreiben lassen.
Wie zum Beispiel Schadenfreude. Erklärt das mal jemandem, der kein Deutsch spricht! Oder Fernweh. Das ist doch viel mehr als nur "Wanderlust".
Und eben: Kaputt.
Ich glaube, es liegt daran, dass die deutsche Sprache so direkt ist. So unverblümt. Wenn ich "Ich bin kaputt" sage, dann ist das eine klare Aussage. Keine Umschreibungen, keine Beschönigungen.
Meine Unbeliebte Meinung: "Ich Bin Kaputt" ist Perfekt
Und jetzt kommt's: Ich finde, "Ich bin kaputt" sollte offiziell in den englischen Sprachgebrauch aufgenommen werden. Ja, ich weiß, das ist eine radikale Idee. Aber hört mich an!

Es ist kurz, prägnant und beschreibt einen Zustand, den jeder kennt. Egal, welche Sprache er spricht.
Ich stelle mir vor, wie Oxford English Dictionary das Wort aufnimmt. Mit der Definition: "Kaputt: A state of utter exhaustion and depletion, often accompanied by a feeling of resignation."
Und dann, eines Tages, sagt jeder: "I am totally kaputt!"
Ein Traum. Wahrscheinlich ein unrealistischer Traum. Aber träumen darf man ja wohl noch, oder?

Kaputt im Alltag: A User Guide
Bis es soweit ist, werde ich weiterhin fleißig "Ich bin kaputt" in meine englischen Konversationen einbauen. Und ich ermutige euch, das auch zu tun!
Hier ein paar Tipps für den erfolgreichen Einsatz von "Ich bin kaputt":
- Wann? Immer dann, wenn ihr euch so richtig fertig fühlt. Nach einer langen Arbeitswoche, nach einer durchzechten Nacht, nach einem Marathon… Die Möglichkeiten sind endlos.
- Wie? Mit einem Seufzer. Einem tiefen, leidenden Seufzer. Das unterstreicht die Aussage.
- Wer? Am besten Leute, die zumindest ein bisschen Deutsch verstehen. Ansonsten müsst ihr es halt erklären.
Und wenn euch jemand fragend anschaut, dann sagt einfach: "It's German. And it perfectly describes my state of being."
Und wenn alle Stricke reißen: Zeigt einfach auf eure Augenringe. Die sprechen Bände.
"Ich Bin Kaputt": Mehr als nur ein Wort
Letztendlich ist "Ich bin kaputt" für mich mehr als nur ein Wort. Es ist ein Gefühl. Ein Zustand. Eine Lebenseinstellung. (Eine etwas pessimistische, zugegeben.)

Es ist die Erlaubnis, sich mal so richtig gehen zu lassen. Die Akzeptanz, dass man nicht immer perfekt sein muss. Und die Erkenntnis, dass man manchmal einfach nur eine große Tasse Kaffee und eine lange Nickerchen braucht.
Also, das nächste Mal, wenn ihr euch so richtig kaputt fühlt: Sagt es laut. Sagt es stolz. Sagt: "Ich bin kaputt!"
Vielleicht versteht euch ja jemand. Und wenn nicht, dann habt ihr zumindest ein bisschen Deutsch gelernt.
In diesem Sinne: Tschüss und bis zum nächsten Mal. Wenn ich wieder kaputt bin.
Ich bin dann mal weg… zum Schlafen. Ich bin nämlich gerade ziemlich… ihr wisst schon.
